Verschärfte Regeln
Gericht pfeift Trump zurück: 100.000 Dollar für ein Visum sind unzulässig

Donald Trump
Für Donald Trump ist es nicht die erste Gerichtsentscheidung, die seine Pläne verbietet
© Julia Demaree Nikhinson / AP / DPA

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100.000 Dollar für ein Visum: Das war Donald Trumps Plan, um die Zahl von Arbeitsmigranten zu verringern. Doch einmal mehr durchkreuzt die Justiz eines seiner Vorhaben.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump muss nach einem Gerichtsurteil bei ihren verschärften Visa-Regeln zurückrudern. Ein Gericht im US-Bundesstaat Massachusetts hob die Pflicht zur Zahlung einer Antragsgebühr von 100.000 US-Dollar (fast 87.000 Euro) für das sogenannte H-1B-Visum auf. Mit diesem Arbeitsvisum können US-Firmen hoch qualifizierte Beschäftigte wie zum Beispiel Programmierer für mehrere Jahre ins Land holen. Bevor die Trump-Regierung die Gebühr auf 100.000 Dollar hochsetzte, waren einige Tausend Dollar dafür fällig gewesen.

Gericht: Trump-Regierung greift in Bereich ein, der Kongress vorbehalten ist

Das Gericht ist der Auffassung, dass die Trump-Regierung damit in einen Bereich eingegriffen habe, der eigentlich dem Kongress vorbehalten sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann noch Berufung eingelegt werden, was die Regierung laut US-Medienberichten auch vorhat.

Die Trump-Regierung hatte im Herbst 2025 die 100.000-Dollar-Gebühr eingeführt. Sie argumentierte, dass in der Vergangenheit die Beantragung eines solchen Visums gezielt ausgenutzt worden sei, um amerikanische Arbeitskräfte durch niedriger bezahlte aus dem Ausland zu ersetzen. Mehrere Bundesstaaten klagten gegen die Erhöhung und befürchteten einen Personalmangel zum Beispiel im medizinischen Bereich.

DPA
pgo

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