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5. Mai 2010, 06:17 Uhr

Griechen demolieren Merkels Ansehen

Finstere Zeiten für die Kanzlerin: Kurz vor der NRW-Landtagswahl brechen ihre Sympathiewerte weg, auch die Union verliert Prozente. Der Grund dafür liegt auf der Hand.

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Keine Formel gefunden: Kanzlerin Angela Merkel, CDU© Michael Gottschalk/DDP

Kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen an diesem Sonntag ist die Union bundesweit in der Wählergunst eingebrochen. Im stern-RTL-Wahltrend sackte sie im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 34 Prozent ab. Die FDP liegt in der vierten Woche in Folge stabil bei acht Prozent. SPD und Grüne konnten zulegen: Die Sozialdemokraten stiegen im Wochenverlauf um einen Punkt auf 25 Prozent, die Grünen kletterten um zwei Punkte auf 16 Prozent. Die Linke fiel um einen Punkt auf zehn Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sieben Prozent stimmen. Mit zusammen 51 Prozent liegen SPD, Grüne und Linke derzeit neun Prozentpunkte vor Union und FDP (gemeinsam 42 Prozent).

Offenbar verübeln die Bürger der Union, dass sich Deutschland nun doch mit mehr als 22 Milliarden Euro an den Notkrediten für Griechenland beteiligt: Am Donnerstag und Freitag voriger Woche, als sich die Entscheidung für das Hilfspaket abzeichnete, fielen CDU/CSU sogar auf Tageswerte von nur 33 Prozent.

Schlechtes Krisenmanagement

Wie die Union insgesamt büßte auch Kanzlerin Angela Merkel im stern-RTL-Wahltrend an Zustimmung ein: Bei der Frage, wen die Deutschen direkt zum Kanzler wählen würden, fiel sie im Vergleich zur Vorwoche um sechs Punkte auf 48 Prozent. Nur mäßige Noten erhält auch ihr Krisenmanagement: Lediglich 41 Prozent finden, sie habe gut (36 Prozent) oder sehr gut (fünf Prozent) gehandelt, knapp jeder Zweite (48 Prozent) dagegen stellt ihr ein schlechtes Zeugnis aus (37 Prozent "weniger gut", elf Prozent "gar nicht gut"). Selbst jeder dritte Anhänger der schwarz-gelben Koalition bewertet das Handeln der Kanzlerin in der Krise negativ.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern: "Anders als bei der Bankenkrise vor anderthalb Jahren ist die Kanzlerin nicht der ruhende Pol, der den Menschen in der Krise Zuversicht und Orientierung gibt. Damals erklärte sie, das Hilfspaket sei nicht für die Banken da, sondern für die Menschen. Doch letzte Woche hat sie eine entsprechende Formel nicht gefunden."

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KOMMENTARE (10 von 136)
 
Onzapintada (06.05.2010, 14:40 Uhr)
Zu Hans-Ulrichs Webkolumne: sehenswert
Korrekt, Hans-Ulrich: Euro ist Stolperstein für US-Imperium

?Wir erleben hier die Fortsetzung eines grossangelegten Angriffs? insbesondere von amerikanischen Hedgefonds, auf den Euro. Die wollen den Euro dramatisch schwaechen, moeglicherweise sogar zerstoeren. Schon im Februar hat es in New York ein Treffen von Strategen grosser, der groessten Hedgefonds in den USA gegeben. Die haben sich darueber unterhalten, dass der Kurs von Euro und Dollar bis zum Jahresende auf Pari gebracht werden koennte. Das wuerde bedeuten, dass der Euro ein Drittel seines Wertes verloren haette; mit dramatischen Folgen?, so Hans-Ulrich praegnant und treffend.

Abgesehen von der Frage der besten Verteidigungsstrategien, verdient Ihr Hinweis auf US-Hedgefonds eine genauere Betrachtung.

Denn letztendlich hatte und hat das Euro-Projekt neben der Herstellung von Kalkulationssicherheit im innereuropaeischen Handel auch das Ziel, die europaeischen Quasi-Tributzahlungen an die USA mit dem Dollar als einziger grosser Reserve- und Handelswaehrung zu beenden. Tributzahlungen in Form von Waehrungsreserven in der US-Waehrung, in Form von Waren und Rohstoffen, die in dieser Waehrung gehandelt werden, usw.

Die Einfuehrung des Euro bietet hier eine Alternative, was die Weltmachtstellung der USA, die mit ihrer de-industrialisierten Wirtschaft, ihren Budget- und Aussendefiziten dauerhaft auf Kapítalzufluesse angewiesen sind, auf Dauer weiter untergraebt.
Z.B. uebersteigen die Aussendefizite die Kosten für den Verteidigungshaushalt, der den immensen Umfang von 40 bis 50 Prozent aller Ruestungskosten weltweit umfasst, bereits seit den 80er Jahren. Dieser wird somit faktisch voll vom Ausland finanziert.

Der Euro ist also ohne Zweifel ein Stolperstein für das US-Imperium. Natuerlich wollen sie ihn weg haben. Hier muss die europaeische Aussen-Verteidigung richtigerweise ansetzten.

Das entbindet uns aber nicht von der Aufgabe, uns ebenso gegen den inneren Feind, die Bankstersyndikate, zu verteidigen.
iosono (06.05.2010, 11:06 Uhr)
@tannebaum
so ist es.für manche sind vermummte molotowcocktail-schmeissende randalierer ''das volk'' an dem man sich doch bitte in deutschland ein beispiel nehmen sollten.

und wer glaubt Merkel abzustraffen bei der NRW Wahl wenn Schwarz-elb abgewählt wird,der sollte sich mal den Zeit-artikel durchlesen.
Ich persönlich Glaube,das wenn es nach Merkel gegangen wäre,dann hätten wir schon längst Schwarz-Grün bzw- weiter die ''langweilige'' grosse Koalition.
(jeder der sagt die grosse Koalition war langweilig hat ja jetzt genug Action)
Nur viel zu viele CDU Mtglieder sind noch von ''Gestern'' und da muss sich Mutti mit der bescheuerten FDP rumplagen.

http://blog.zeit.de/politik-nach-zahlen/2010/05/04/spd-legt-zu-merkel-gewinnt_2320

Ps:bitte die FDP rausschmeissen -wenn nach mir geht
Kasperltheater (06.05.2010, 10:58 Uhr)
@tannebaum
aber tannebaum, dass ist doch unter Ihrer Würde. Sie setzen Hartz 4 und einfaches Gemüt gleich. Das ist nicht gerade frei von Vorurteilen, nicht wahr? Wobei sich das thema Euro schneller erledigt, als sie hier schreiben können. Sobald eine kritische Masse erreicht ist, wird der Euro nicht mehr zu retten sein. Dann wird Deutschland so oder so raus müssen. Oder wollen Sie eine Hyperinflation einer Währung erleben, die keiner im Lande haben will? Eine DM wird uns zwar Exporttechnisch zurückwerfen, aber wer weiss, dass der europäische Export zu 90% von uns selbst durch Transfers in die Pigs gestützt wurde, muss keine Angst davor haben. Das ganze war ein netter Versuch durch eine gemeinsame Währung Zusammenhalt zu fordern. Das ist jetzt ein Wirtschaftskrieg zwischen den Finanzmärkten aus Übersee und Europa geworden. Ich glaube nicht, dass wir den gewinnen können. Müssen wir auch nicht. denn als Deutschland können wir mit einer DM wieder ganz anders auf dem Weltmarkt agieren. Und nur Europa an sich ist manchen ein Dorn im Auge. Ich halte es für vernünftig den gegner ins leere laufen zu lassen und mir hinterher gedanken zu machen, wie man die gespaarte Energie verwenden kann, um es besser zu machen.
Prologo (06.05.2010, 10:57 Uhr)
@tennebaum, Oh mein Gott,....

sind Sie schon aufgewacht? Geistig offensichtlich noch nicht, denn dann würden Sie nicht solchen Stuss schreiben.

Und nur kein Neid,.... denn ich war auch die letzten 25 Jahre Betriebsratsvorsitzender einer Namhaften Optik Firma und auch noch IG Metallmitglied.
Nach 45 Jahren einzahlen bin ich Rentner mit einer sehr guten Betriebsrente, und heute Mittag bin ich in Andechs bei einer guten Schweinshaxe, und einer Maß Bier, also besuchen Sie mich mal, ich lade Sie auch dazu ein.

MfG,
T.

Opponent (06.05.2010, 10:55 Uhr)
Keine Macht mehr für unsere Politiker...
Wir brauchen den VOLKSENTSCHEID... unsere Politiker dürfen nicht mehr allein bestimmen. Es wird nur gegen den Bürger und dem Staat entschieden. Der Bürger dieses Staates braucht ein Mitbestimmungsrecht in wichtigen Entscheidungen.
Da auch Frau Merkel nur eine Angestellte des Staates (Volksvertreter) ist..würde ich Ihr gern die "Fristlose Kündigung" des Staates überreichen.
ganzbaf (06.05.2010, 10:41 Uhr)
"Nehmt das Geld...

von den Reichen und Banken."

Ulrich Jörges, wie recht du doch hast...;-)
ganzbaf (06.05.2010, 10:35 Uhr)
Rente und Renteneintritt...

das haben die Griechen alles sehr richtig gemacht! (-:
Der Reichtum dafür ist schon vorhanden:
Die Produktivität in Indsutrie wie Landwirtschafts sind hoch wie nie!

Nur hätte man dafür nicht das Geld der EU nehmen sollen, sondern per Steuern und "Solidaritätszuschläge" von der überreichen Oberschicht im eigenen Land!

Geanu so wie wir es machen sollten um der kathastrophalen Ungleichverteilung von Vermögen in der Bevölkerung entgegen zu wirken!

(-:
ganzbaf (06.05.2010, 10:22 Uhr)
Die Toten in Athen...

sind tot. Das hat sicher niemand so gewollt, auch wenn es Banker getroffen hat.

Die Krise des Kapitalismus produziert jeden Tag tausenden von Toten. Ob vor Ort, per Selbstmord, oder bei Ureinwohnern in Drittweltländern, die unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen von Ausbeuterkonzernen und Umweltzerstörung zu leiden haben.

Ist alles unvergessen.
ganzbaf (06.05.2010, 10:15 Uhr)
O Pannenbaum... ;-S

schon immer war es Privileg der Jugend zu protestieren, zu revoltieren und Dinge anders zu sehen.
Nicht wegen ihrer "Ersparnisse" sondern weil sie das ganze Leben noch vor sich haben und damit leben müssen.

tannebaum (06.05.2010, 09:27 Uhr)
@Onzapintada
ich verbiege gar nichts. ich zeige auf, dass die radikalen, die in aten menschen umbringen, kaum von der krise betroffen sind. schüler und studenten (und es waren sehr junge täter) können weder große ersparnisse verlieren, noch haben die selbst schon viel gearbeitet und steuern gezahlt.

dasw ar die reine lust an krawall. mehr nicht. so wie hier in berlin die linksradikalen am 1.mai.

und wenn ich hier lese: endlich wehren die griechen sich, ja so istst recht, zeigt es ihnen... dan frage ich mich, ob hier noch einige richtig ticken. wie kann man das bejubeln??? bei aller linker protestweise und kleingeistiger argumentation - bei toten hörts auf.
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