7. September 2011, 06:20 Uhr

Merkel und Steinbrück, Kopf an Kopf

Ein Prozentpunkt trennt ihn noch von Angela Merkel: Der mögliche SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist beliebt wie kein anderer Sozialdemokrat. Auch seine Partei legt zu.

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Es kann nur einen geben: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vielleicht-Kandidat Peer Steinbrück (SPD)©

Die schwarz-gelbe Koalition fällt in der Wählersympathie wieder zurück. Im wöchentlichen stern-RTL-Wahltrend sinkt die Union um 1 Punkt auf 32 Prozent. Die Liberalen verlieren ebenfalls 1 Punkt und rutschen mit 4 Prozent erneut unter die Fünf-Prozent-Hürde. Die SPD kann sich um 2 Punkte steigern und erreicht zum dritten Mal in diesem Jahr ihr Jahreshoch von 27 Prozent. Die Grünen büßen 2 Punkte ein und liegen mit 19 Prozent erstmals seit Mitte März wieder unter 20 Prozent. Für die Linke wollen wie in der Vorwoche 9 Prozent der Wähler stimmen. Der Anteil der kleinen "sonstigen Parteien" steigt auf 9 Prozent.

Mit zusammen 46 Prozent haben SPD und Grüne einen 10-Punkte-Vorsprung vor Union und FDP (gemeinsam 36 Prozent).

Mehrheit gegen Westerwelle als Außenminister

Wie ihre Partei befinden sich auch die möglichen SPD-Kanzlerkandidaten im Aufwind. Wenn die Deutschen die Wahl hätten zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück würden sich 40 Prozent für die CDU-Chefin und 39 Prozent für den SPD-Politiker entscheiden. Bei der Alternative Merkel gegen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier wollen 37 Prozent Merkel wählen und 35 Prozent Steinmeier. Nicht punkten kann SPD-Chef Sigmar Gabriel: Bei einem Duell gegen Merkel käme er nur auf 20 Prozent, 52 Prozent würden Merkel vorziehen.

Kritisch sehen die Deutschen die Entscheidung von FDP-Chef Philipp Rösler, Außenminister Guido Westerwelle im Amt zu belassen. In einer stern-Umfrage sprachen sich 48 Prozent der Befragten für einen Amtsverzicht Westerwelles aus. 44 Prozent halten einen Rücktritt nicht für erforderlich. Allerdings sehen 71 Prozent der Befragten Westerwelle nicht als Hauptverantwortlichen für die aktuelle FDP-Krise. Sollte Westerwelle doch noch sein Amt aufgeben, wäre Parteichef Rösler in den Augen der Wähler keine gute Alternative. Die Frage, ob er das Außenministerium übernehmen solle, verneinten 71 Prozent der Befragten.

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