Von wegen harte Kerle: Beim "Spartan Race" in Australien robben Männer und Frauen gleichberechtigt durch den Matsch. Doch nur die Zähesten schaffen es ins Ziel.
Chuck Norris wäre stolz auf diese Damen und Herren. Denn wer beim "Spartan Race" antreten will, muss zum Frühstück rohe Eier verspeisen. Behaupten zumindest die Erfinder dieses angeblich härtesten Hindernislaufes der Geschichte. Schließlich haben die Namensgeber des Amateur-Sportereignisses einen Ruf zu verlieren: Die Spartaner, das waren vor 2500 Jahren nämlich die ganz harten Jungs im Mittelmeerraum. Kaum geboren, wurden die Söhne des Stadtstaates von ihren Eltern getrennt und mit hartem Drill zu Kampfmaschinen erzogen.
Etwas unblutiger, aber nicht minder kämpferisch, ging es an diesem Samstag in Picton, einem kleinen Örtchen 90 Kilometer südwestlich von Sydney, zu. Dort trafen sich 5000 Läufer zum ersten Spartaner-Rennen Australiens. Teilnehmen konnte jeder, der den Weißen Riesen nicht als Gott verehrt und eine gehörige Portion Training und Muckis mitbrachte.
In den USA, Kanada und Australien gehört die Mischung aus Schlammwrestling, Grundausbildung und Takeshi's Castle längst zum guten Ton für alle, die mit ihrer Geländetauglichkeit protzen wollen: Insgesamt 350.000 Menschen nahmen 2012 weltweit an den schmutzigen Rennen teil. Und auch 2013 dürfte mit über 50 geplanten Veranstaltungen äußerst matschig werden.