Aufregung nur um neue Lewandowski-Meldungen

15. Februar 2013, 21:53 Uhr

Wieder gewonnen, wieder kein Gegentor: Ohne Mühe gewann der FC Bayern 2:0 beim VfL Wolfsburg. Mehr Aufregung gab es um erneute Meldungen, Dortmunds Stürmer Lewandowski sei sich mit den Bayern einig.

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Per Fallrückzieher trifft Mandzukic zum 1:0 für die Bayern. Die Wolfsburger Polak, Madlung und Naldo (v.l.) können es nicht verhindern©

Mit einem Traumtor von Mario Mandzukic hat Bayern München seinen rekordverdächtigen Siegeszug in beeindruckender Manier fortgesetzt. Der Torjäger erzielte zum Auftakt des 22. Spieltages am Freitag per Fallrückzieher den Führungstreffer beim 2:0 (1:0) der Bayern in seiner alten Heimat beim VfL Wolfsburg. Den Schlusspunkt setzte Arjen Robben in der Nachspielzeit. Damit untermauerte die Elf von Trainer Jupp Heynckes mit dem fünften Sieg im fünften Rückrundenspiel ihre Ausnahmestellung in der Bundesliga und zeigte sich bestens gerüstet für das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Arsenal am Dienstag. Zumindest für einen Tag vergrößerten die Bayern den Vorsprung in der Tabelle auf 18 Punkte zum ersten Verfolger Bayer Leverkusen. Vor dem Spiel gab es erneut Meldungen, Dortmunds Top-Stürmer Robert Lewandowski sei sich mit den Bayern einig.

Mandzukic, der in den vergangenen zwei Jahren 20 Tore in 56 Spielen für Wolfsburg erzielt hatte, brachte vor 29.000 Zuschauern in der VW-Arena mit seinem Treffer in der 36. Minute die Bayern auf die Siegerstraße, ehe Robben den zehnten Münchner Sieg im elften Auswärtsspiel der Saison (dazu ein Unentschieden) perfekt machte. Zugleich sind die Bayern seit nunmehr 519 Minuten in der Liga ohne Gegentor. Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking, der in der Hinrunde mit dem 1. FC Nürnberg den Rekordmeister noch geärgert hatte (1:1), muss sich mit dem VfL weiter nach unten orientieren. Der Meister von 2009 liegt aktuell mit nur 26 Punkten auf Platz zwölf.

Gomez und Robben wieder auf der Bank

Trotz der bevorstehenden Großaufgaben - am 27. Februar kommt es außerdem zum Pokalschlager gegen Meister Borussia Dortmund - spielten die Bayern zunächst nicht mit angezogener Handbremse. Das verriet bereits die Aufstellung von Heynckes, der seine vermeintlich stärkste Elf auf das Feld schickte. Das hatte zur Folge, dass Nationalstürmer Mario Gomez und der niederländische Star Arjen Robben wieder auf der Bank Platz nehmen mussten. Auch der für die Champions League gesperrte Jerome Boateng musste für Daniel van Buyten weichen. Und im defensiven Mittelfeld vertrat Luiz Gustavo den angeschlagenen Spanier Javi Martinez (Zehenverletzung).

Munter ging es auch gleich los. Bereits nach drei Minuten hatte Thomas Müller die große Chance zur Führung, als er nach Vorlage von Mandzukic frei zum Kopfball gekommen war. Wer aber dachte, das Spiel wird ein Selbstläufer für den haushohen Favoriten, sah sich getäuscht. Die Niedersachsen machten mit aggressivem Pressing und großer Laufbereitschaft den Bayern lange das Leben schwer und kamen selbst durch überfallartige Konter zu gefährlichen Aktionen. Wie etwa durch Bas Dost, der nach Flanke von Marcel Schäfer aus kurzer Entfernung knapp den Ball verpasste (6.). Ohnehin sorgten Schäfer und auch Ivica Olic auf der linken Seite für viel Betrieb.

Lewandowski schon wieder ein Thema

Doch eine Wolfsburger Unachtsamkeit genügte den Bayern zur Führung. Nach Freistoß von Toni Kroos verlängerte Bastian Schweinsteiger per Kopf auf Mandzukic, der per Fallrückzieher seinen 15. Saisontreffer erzielte. Der frühere Wolfsburger betrieb damit wieder Werbung in eigener Sache. Gute Argumente kann Mandzukic gebrauchen, zumal die Konkurrenz im Bayern-Angriff zukünftig noch größer werden könnte. Vor dem Spiel hatten neuerliche Medienberichte über einen bevorstehenden Wechsel von Torjäger Robert Lewandowski vom deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund zum FCB für Wirbel gesorgt. Weder die Bayern noch der BVB wollten die Berichte des "Münchner Merkur" und des Internetportals Sport1 bestätigen.

Lewandowski ist aber noch Zukunftsmusik, die Gegenwart bestimmen andere Protagonisten. Und die drängten im zweiten Durchgang auf den zweiten Treffer. Dabei hatte Müller gleich die große Chance, doch Naldo rettete für seinen geschlagenen Torhüter Diego Benaglio auf der Linie (49.). In der Folgezeit ließen es die Gäste gemächlicher angehen und verwalteten das Ergebnis, was nicht ohne Risiko war. Denn auf der Gegenseite versuchte Hecking alles und brachte eine Viertelstunde vor Schluss Patrick Helmes ins Spiel, der sein Comeback nach über einem halben Jahr Pause (Kreuzbandriss) feierte. Der Stürmer wäre auch fast Zeuge des Wolfsburger Ausgleichs geworden, als Diego mit einem Freistoß Neuer zu einer Parade zwang. In der zweiten Halbzeit kamen bei den Bayern auch noch Robben und Gomez ins Spiel.

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