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27. Rallye Dakar: Die Jagd durch die Wüste

Jutta Kleinschmidt will mit ihrem VW-Touareg dem Favoriten Mitsubishi Paroli bieten. Dabei gilt Seriensieger Mitsubishi auch dieses Jahr als unschlagbar.

Gleich fünf Fahrzeuge wird der französische Teamchef Dominique Serieys für das geplante Mitsubishi-Solo in die Sahara schicken. 9000 Kilometer sind auf dem Weg zum insgesamt zehnten Erfolg und dem fünften hintereinander zurückzulegen. Verhindern wollen diesen Durchmarsch unter anderen VW und die Kölnerin Jutta Kleinschmidt. Zwar ist die Dakar 2005 um fast 3000 Kilometer kürzer als im Vorjahr, dafür gibt es ein Rekord- Starterfeld: 695 Fahrzeuge, darunter 167 Autos und 237 Motorräder.

Neben dem französischen Vorjahressieger Stéphane Peterhansel und dem Japaner Hiroshi Masuoka, Gewinner 2002 und 2003, hat Mitsubishi den einstigen Ski-Weltcupsieger Luc Alphand (Frankreich) und den Spanier Nani Roma, Motorrad-Sieger von 2004, am Steuer. Im fünften Wagen sitzt die Vorjahresfünfte Andrea Mayer aus Hiemenhofen. Sie steuert im Gegensatz zu ihren Kollegen keinen Pajero, sondern die Pick-Up-Version L200 und ist nebenbei auch wieder als Pannenhelferin für ihre Stallgefährten unterwegs.

Wolfsburger Versuch mit dem Race-Touareg

Aber auch Volkswagen hat aufgerüstet und bringt vier Rallye- Fahrzeuge vom Typ Race-Touareg an den Start. Nach Vorstellungen von Motorsport-Direktor Kris Nissen sollte der Touareg nach einer einjährigen Entwicklungs- und Lernphase für den zweiten Dakar-Start gut genug sein, um den angepeilten Erfolg einzufahren. "Wir wollen nicht nur mit Einzelsiegen glänzen, wir wollen um den Gesamtsieg kämpfen", betonte Nissen. Im VW-Team stehen gleich drei frühere Dakar-Sieger. Jutta Kleinschmidt gewann 2001 auf Mitsubishi als erste Frau den Marathon-Klassiker. Zuvor war ihr französischer Teamkollege Bruno Saby von 1994 bis 1996 gleich drei Mal siegreich - auch in einem Mitsubishi. Der finnische Neuzugang und viermalige Rallye- Weltmeister Juha Kankkunen (Finnland) gewann 1988 im Peugeot auf Anhieb die Dakar. Vierter im VW-Kader ist Robby Gordon aus den USA.

Auch in der Technik hat VW aufgerüstet. Neben vielen Detail- Verbesserungen wurde der Hubraum des TDI-Motors von 2,3 auf 2,5 Liter erhöht. 260 PS treiben nun die vier Touareg-Räder an. VW hat sich auf den zweiten Dakar-Start des Touareg intensiv vorbereitet. Neben den vier Rallye-Einsätzen spulte das Team bei einem zweiwöchigen Test im November fast die Gesamtdistanz der 16 Dakar-Prüfungen problemlos ab.

Nissan schickt in zwei der drei Werks-Pick-up die Ex-Weltmeister Ari Vatanen (Finnland), der immerhin vier Mal das Wüsten-Spektakel gewann, und Colin McRae ins Sandrennen. Auch Jean-Louis Schlesser, 1999 und 2000 Dakar-Gewinner, dürfte in seinem Ford-Buggy Siegchancen haben. Ellen Lohr, die 1992 als erste Frau in Hockenheim auf Mercedes ein DTM-Rennen gewonnen hat, sorgt bei ihrem ersten Dakar-Start für noch mehr deutsche Frauenpower in der Wüste. Im Buggy des deutschen 2Drive-Teams wagt die 39 Jahre alte Mönchengladbacherin nach 20 Jahren Rennsport bei der Dakar das große Motorsport-Abenteuer. Es startet an Silvester erstmals in Barcelona endet nach 15 Prüfungen (= 5433 km) und 9036 Gesamtkilometern am 16. Januar in Dakar.

Von Toni Hoffmann/DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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