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AUS DEM STERN 31/2001: Mehr Länge für die Kleinen

Um rund zehn Zentimeter wachsen die geheimen Modellnachfolger von Audi A3 und Ford Fiesta. Auch bei Minis und Kompakten ist künftig mehr Innenraum-Komfort angesagt.

Der größte Clou steckt unterm Blech: das Aluminium-Fahrwerk. Damit dürfte der Audi A3 des Modelljahrgangs 2003 fast so knackig-sportlich wie ein kompakter Hecktriebler um enge Kurven flitzen, ohne dafür die Vorzüge des Frontantriebs opfern zu müssen. Markenbruder A4 hat gezeigt, wie?s geht. Für die nötige Power sorgen neue Benzinmotoren mit Direkteinspritzung ab 120 PS (bisher 102 PS) sowie druckvolle Dieselmaschinen, deren Top-Versionen am Spitzentempo 220 kratzen werden.

Mehr Platz im Fond

Die Karosserie-Verpackung ist Geschmackssache. Nase und Frontscheibe erinnern entfernt an die rollende Design-Kugel TT, die Spötter wegen der hohen Gürtellinie und der schmalen Scheiben respektlos »Panzerspähwagen« tauften. Doch die Optik täuscht. Der neue A3 ist mit rund 4,25 Meter um gut zehn Zentimeter gegenüber seinem Vorgänger gestreckt. Das schafft vor allem Platz für die Hinterbänkler, deren Knie bislang engsten Kontakt zur vorderen Sitzlehne halten mussten.

Auch der Fiesta ist geräumiger

Deutlich mehr Platz bietet auch der neue Ford Fiesta, der im September Weltpremiere feiert. Mit 3,92 Metern wird er der Größte in der kleinen Klasse. Die Karosserie übernimmt Elemente des Focus, erinnert aber wegen des kastenartigen Hecks eher an einen Mini-Van. Wer den Kleinen mit der blauen Pflaume im Logo als Zweitürer wünscht, muss allerdings noch ein Jahr warten. Zum Start gibt es nur vier Türen plus Heckklappe.

Neuer Filter soll Rußpartikel stoppen

Dafür bietet Ford aber einen supermodernen Dieselmotor, eine gemeinschaftliche Entwicklung mit dem französischen PSA-Konzern (Peugeot/ Citroen). Der kleine und superleichte Selbstzünder mit 1,4 Liter Hubraum leistet 68 PS und verbraucht nur rund vier Liter Diesel auf 100 Kilometern. Knüller ist jedoch der eingebaute Dieselrußfilter. Partikel im Abgas sind kaum noch messbar.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.