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aus dritter etage Tödlicher Unfall in Shanghai: Nio-Auto stürzt aus Firmengebäude

Ein Nio-Fahrzeug steht in einem Showroom in Shanghai
Ein Nio-Fahrzeug in einem Showroom in Shanghai. In dem Firmenhauptsitz des chinesischen Elektroauto-Herstellers hat es einen tödlichen Unfall gegeben. (Archivbild aus 2021)
© Wang Gang / Costfoto / Picture Alliance
In Shanghai ist ein Wagen des chinesischen Elektroauto-Herstellers Nio aus der dritten Etage des Firmenhauptsitzes gestürzt. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Die Hintergründe zu dem Unglück sind noch nicht klar.

Der tödliche Unfall ereignete sich bereits am Mittwochnachmittag: Ein Auto stürzte aus dem Hauptsitz der Firma Nio in Shanghai, zwei Menschen starben. Dabei handelte es sich laut Medienberichten um einen Mitarbeiter des Unternehmens und einen Mitarbeiter eines Partnerunternehmens. Sie befanden sich in dem Fahrzeug, als es in die Tiefe fiel. Es gibt widersprüchliche Informationen über den Bereich im dritten Stock, aus dem das Auto stürzte. Er wurde als Parkhaus, Testcenter oder auch als Showroom beschrieben.

Nach eigenen Angaben leitete Nio im Anschluss umgehend eine Untersuchung des Vorfalls in Zusammenarbeit mit den Regierungsbehörden ein. "Aufgrund der Analyse der Situation am Unfallort können wir zunächst bestätigen, dass es sich um einen Unfall handelte (der nicht durch das Fahrzeug verursacht wurde)", schrieb das Unternehmen in einer veröffentlichten Erklärung in dem sozialen Netzwerk Weibo. Zudem sprach Nio den Hinterbliebenen sein tiefstes Beileid aus. Es sei ein Team gebildet worden, um den Familien zu helfen, hieß es.

In einem bei Twitter veröffentlichten Video ist ein Auto zu sehen, welches auf der Fahrzeugseite liegt – umgeben von zahlreichen Trümmerteilen. Mehrere Rettungskräfte versuchten offensichtlich, die verunglückten Personen aus dem Fahrzeug zu befreien. Dabei soll es sich um die Limousine Nio ET5 handeln, die Ende vergangenen Jahres auf den Markt gekommen ist und ab dem dritten Quartal diesen Jahres in China ausgeliefert werden soll.

Erklärung führt zu wütenden Reaktionen

Indes löste die Erklärung, wonach der Unfall nicht durch das Fahrzeug verursacht worden sei, zahlreiche wütende Reaktionen im Internet aus. Eine Person schrieb: "Das zeigt die Kaltblütigkeit des Kapitalismus'", während ein Anderer kommentierte: "Der letzte Satz ist so gleichgültig. Die Testfahrer kamen, um das Fahrzeug zu testen, aber Sie sagen, dass der Unfall nichts mit dem Fahrzeug zu tun hat?"

Ein Dritter forderte: "Es sollte das Büro für öffentliche Sicherheit sein, um zu bestätigen, ob es ein Unfall war oder nicht." Inzwischen wurde die Erklärung gelöscht und Nio hat eine neue Mitteilung veröffentlicht. Darin ist weiter die Rede von einem Unfall, wobei in Klammern geschrieben ist: "nicht durch das Fahrzeug verursacht".

Nio plant Marktexpansion in Europa

Nio verkauft schon länger Elektroautos in China und gehört zu den erfolgreichsten Elektroauto-Marken des Landes. Der Vorfall dürfte das Unternehmen allerdings in ein schlechtes Licht rücken – ausgerechnet in einer Zeit, in der der chinesische Autohersteller die Expansion auf dem europäischen Automobilmarkt anstrebt. Bis Ende des Jahres will Nio erstmals seine Fahrzeuge in Deutschland, Schweden, Dänemark und den Niederlanden auf den Markt bringen. Norwegen ist bislang das einzige europäische Land, in dem das Unternehmen bereits Fahrzeuge verkauft.

Quelle:BBC, Nikkei Asia

nk

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