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Mercedes A-Klasse: Luxus, Sprachsteuerung und Augmented Reality für die Siri-Generation

Einsteigerklasse? Das war einmal. Die neue A-Klasse ist bei Vernetzung, Infotainment und digitale Diensten auf dem Niveau der S-Klasse. Nur billig ist der Spaß nicht.

Die Front ist dynamischer als bisher

Die Front ist dynamischer als bisher

Früher rieselte in Stuttgart der Fortschritt von oben nach unten. Innovationen begannen mit der S-Klasse, bis sie in die Niederungen der Einstiegsmodelle ankamen, konnte ein Jahrzehnt ins Land gehen. Das ist lange her: In Sachen Infotainment und Fahrassistenten führt heute die A-Klasse. Kein Wunder, denn die Generation von Tablet und iPhone ist Neuerungen gegenüber aufgeschlossener. Neben dem neunen MBUX (Mercedes-Benz User eXperience) wirkt das alte Comand-System wie ein Dinosaurier. Bei Vernetzung, Infotainment und digitale Diensten sprengt die A-Klasse deutlich den Rahmen der Kompaktklasse. Der BMW-1er-Gegner ist praktisch auf S-Klasse-Niveau.

Mercedes A-Klasse: Der Luxus-Kompakte für die Siri-Generation
Die Front ist dynamischer als bisher

Die Front ist dynamischer als bisher

Sprechen mit dem Auto

Das Cockpit besteht aus zwei Monitoren mit jeweils 10,25 Zoll und einem Touchpad. Wie bei den Vorbildern Siri (Apple) und Alexa (Amazon) reicht ein "Hey Mercedes" und die A-Klasse meldet sich mit einem "Ja, bitte". So ganz perfekt funktioniert die Unterhaltung mit dem Auto noch nicht. Bei der Kommunikation ist noch Luft nach oben. "Das System wird auch in dieser Hinsicht ständig weiterentwickelt", erklärt Entwickler Werner Preuschoff. Sehr nützlich ist schon jetzt die "Augmented Reality": Läuft das Navigationssystem, poppt 200 Meter vor dem nächsten Fahrmanöver das Kamerabild mit dem Echtzeit-Verkehr auf und animierte Pfeile weisen den Weg. Billig ist das Vergnügen allerdings nicht, für MBUX sind mindestens 3016 Euro fällig, dazu käme noch das Head-up-Display für 1178 Euro und die "Augmented Reality" für 297,50 Euro. Dafür lässt Mercedes die Konkurrenz aus München, Wolfsburg und Ingolstadt weit hinter sind.

Gelungenes Modell

Auch ohne Elektronik A-Klasse der Baureihe W177 ist Elektronik ein gelungenes Auto. Der längere Radstand ist macht sich im Fond angenehm bemerkbar. Der Kofferraum fasst zwischen 370 bis 1210 Liter Volumen. Dank der größeren und tieferen Klappe ist er angenehmer zu beladen. Eine Ambientebeleuchtung bietet kuschelige 64 Farben und zehn animierten Farbwelten. Sogar die Lüftungsdüsen werden illuminiert. Gegen Aufpreis gibt es für die Vordersitze eine die Massagefunktion.

Das Fahrwerk neigt eher zum Komfort. Unebenheiten aller Art werden schön weggebügelt. Etwas mehr Dynamik bietet hier der BMW 1er. Doch ab Herbst soll es für den Mercedes eine Allrad-Option geben. Dennoch schlägt sich die A-Klasse auch in Kurven durchaus beachtlich, da merkt man die Arbeit der Entwickler bei der Vorderachse. Die Lenkung ist zwar präzise, fühlt aber sich doch künstlich an.

Der Vierzylinder-Benziner des Mercedes A 200 leistet aktuell 163 PS und kommt mit dem 1355 Kilogramm schweren Kompaktwagen gut zurecht. 8,0 Sekunden dauert es bis zur 100-km/h-Marke, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 km/h. Der Normverbrauch gibt 5,6 Liter. Bei Testfahrten auf Landstraßen in Kroatien lag er bei 6,1 Liter – das ist nah dran am Normwert. Der A 180 D mit Diesel lässt sich mit einem echten Verbrauch um die 5 Liter bewegen. Ab dem fünften Mai steht die A-Klasse beim Händler. Zunächst gibt es nur einen A 180d sowie den A 200 und den A 250. Stärkere und schwächere Versionen werden folgen.

Der größte Gegner sind die eigenen SUVs

Die neue A-Klasse definiert die Kompaktklasse neu. Wer all das Gebotene auch bestellen wird, muss sich allerdings auf Preisregionen deutlich jenseits der 40.000er-Marke einstellen. Der größte Konkurrent der normalen klassischen A-Klasse werden die eigenen Varianten sein. Denn auch bei Mercedes schlägt der Hang zum SUV voll durch.

Kra mit Pressinform und MID

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