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Autopläne von Google und Apple: Trügerische Sicherheit

Apple und Google rüsten im automobilen Bereich auf. Während der Suchmaschinen-Spezialist schon ein autonom fahrendes Auto vorgestellt hat, schnappte sich die iPhone-Firma einen Top-Manager von Mercedes.

Martin Winterkorn ist bekannt dafür, dass er eindeutig Stellung bezieht. Auf das Schreckensszenario angesprochen, dass die IT-Giganten wie Apple und Google die etablierten Automobilhersteller beim autonomen Fahren links überholen, lässt der temperamentvolle Volkswagen-Chef keine Zweifel aufkommen. "Angst haben wir nicht. Bei der Digitalisierung im Fahrzeug und dem Bedienkomfort ist Apple ein Wettbewerber. Was Autos betrifft, sicher nicht", so Winterkorn im Interview mit dem "Stern".

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Die Aussagen des Google-Top-Managers für das autonome Fahren, Chris Urmson, geben dem VW-Konzernlenker Recht. Scheinbar. "Wir glauben, dass die Zusammenarbeit mit einem Automobil-Hersteller. Die sind richtig gut, in dem, was sie tun", folgt Urmson im Gespräch mit "Car and Driver" Winterkorns Argumentation, der sich ebenso auf die über 100jährige Erfahrung bei der Entwicklung bei Automobilen beruft. Dass die Lenker der IT-Giganten die Pläne ein autonom fahrendes Auto auf den Markt zu bringen, nicht freiwillig offenbaren, dürfte niemanden ernsthaft überraschen. Wer weckt schon gerne schlafende Hunde.

Doch die oft bemühte normative Kraft des Faktischen lässt auch diesen automobilen Nichtangriffspakt zwischen den beiden Silicon-Valley-Top-Firmen und den etablierten Autobauern in einem anderen Licht erscheinen. Google hat schon längst ein eigenes selbstständiges Auto vorgestellt. Das Google-Car gewinnt sicher keinen Design-Preis und wird auf der Rennstrecke auch keine Rundenrekorde brechen. Doch das selbstlenkende Ei aus dem Suchmaschinen-Labor hat schon mehrere Testläufe innerhalb verschiedener Städte erfolgreich absolviert. Höchstgeschwindigkeit: rund 40 km/h. Das kommt nicht von ungefähr. Die Google-Ingenieure haben mit ihren selbstfahrenden Autos schon mehrere hunderttausend Test-Kilometer zurückgelegt. Die Daten, die beim Projekt Google-Street-View gesammelt werden, sind bei der Realisierung eines Autos, das selbstständig fahren soll, sicher auch hilfreich.

Die deutschen Autobauer wiegen sich noch in Sicherheit. "Grundsätzlich ist zu begrüßen, dass Google am autonomen Fahren arbeitet. Sie verfolgen das gleiche Ziel, wie wir, aber mit einem anderen Anwendungsfall", sagt der BMW-Statthalter im Silicon Valley, Uwe Higgen, der im gleichen Atemzug die Freude am Fahren anführt. Auch in Zukunft soll der Fahrer bei einem BMW die Möglichkeit haben, auf kurvigen Landstraßen die Querdynamik des Fahrzeugs zu erleben. Doch das fahrdynamische Know-how und die Entwicklung sowie Produktion eines Autos kann man sich heutzutage ohne Problem kaufen. Ein gutes Beispiel ist Qoros. Die Chinesen schafften es, innerhalb weniger Jahre vernünftige Automobile auf die Räder zu stellen, die auch im NCAP-Test überzeugen.

Ein wichtiger Partner des Autobauers aus dem Reich der Mitte ist Magna Steyr. Angeblich ist der große Automobilzulieferer bereits mit Apple in Gesprächen, um eine Kooperation auszuloten. Geld, um ein Auto nach eigenen Vorstellungen aus dem Boden zu stampfen, ist sowohl bei Apple und Google genug vorhanden. Zumal Magna Steyr durchaus über die Fähigkeit verfügt, eine Automobilproduktion umzusetzen. Die österreichische Dependance des Zulieferers fertigt für verschiedene europäische Automobil-Hersteller, darunter BMW beziehungsweise Mini, Peugeot und Mercedes.

Apple hat sich zudem mit Johann Jungwirth den ehemaligen Forschungs- und Entwicklungschef von Mercedes North America geangelt. Alle Versuche des deutschen Premium-Herstellers den Experten zu halten, scheiterten. Der Top-Manger bringt jede Menge Wissen mit in die Apple Zentrale in Silicon Valley. Die Neuerwerbung ergibt Sinn, wenn man Großes in der Autobranche vorhat. "In der Apple Philosophie werden aber häufig gut designte Hardware und intelligente Software miteinander verknüpft. Daher ist es auch denkbar, dass Apple von einem Auftragsfertiger nach seinen Vorgaben ein Auto bauen lässt. Ich rechne jedoch nicht die nächsten 5 Jahre mit serienreifen Google oder Apple Cars. Danach ist vieles möglich", sagt Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach. Potenzielle Partner stehen bereit. Zumal Zulieferer wie Delphi oder Bosch ebenfalls Erfolge im Streben nach dem robotergelenkten Automobil vermelden können.

Dazu kommt das Apple und Google schon längst mit den Auto-Herstellern zusammenarbeiten, um die Konnektivität und das Zusammenspiel der automobilen Hardware mit den Apple-Geräten beziehungsweise den Smartphones und Tablets zu gewährleisten, die mit dem Google-Betriebssystem Android laufen. In diesem Jahr kommen rund 40 neue Modelle auf den Markt, bei denen Apple Car Play installiert ist. Schon heute haben einige Autos die Rechenpower von mehr als 20 PCs, Tendenz steigend. Die nächste Generation wird in diesem Bereich noch einmal zulegen. Kein Wunder bei der Armada von Assistenzsystemen und Sensoren. "Die Hardware, also die Sensoren und Kameras für das automatisierte Fahren sind vorhanden. "Die Intelligenz liegt in der Verarbeitung der Daten", sagt Martin Friedl Projektleiter Valet Parking bei BMW. Und wer kennt sich im Umgang mit Daten besser aus als Apple und vor allem Google.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.