HOME

Neuer BMW 3er: Der lässt es krachen - erste Fahrt mit dem nächsten 3er BMW

Der neue BMW 3er soll wieder richtig sportlich werden. Dank des Fahrwerks ist der 330i auch ohne ein M im Signet eindrucksvoll. Aber ein echter Sechszylinder ist er nicht.

BMW 330i G20 Erprobung Nürburgring 2018

BMW 330i G20 Erprobung Nürburgring 2018

Offizielle Premiere feiert der neue 3er erst im Oktober auf dem Pariser Autosalon. Anfang 2019 kommt er in den Handel. Und nach wie vor ist der 3er BMW der Kern der Marke.

Und das soll vor allem betont sportlich werden. Kein leichtes Unterfangen, denn die Zeit der echten ist erst mal vorbei.

Auf der legendären Nordschleife mussten die neuen Komponenten zeigen, ob sie die in sie gesetzten Erwartungen in Sachen Dynamik und Komfort erfüllen können. Thomas Käfer, bei BMW für die integrierte Fahrwerksapplikation in der Mittelklasse verantwortlich, fährt im blauen BMW M2 voran. Unser noch getarnte 3er BMW hat Mühe, ihm folgen. Die 370 PS des M2 hätten wir auch gerne unter der Haube, doch im 3er verrichtet nur ein Zweiliter-Turbo ohne Emotionen und Klang Dienst nach Vorschrift.

Das Fahrwerk glänzt

Dafür glänzt das des neuen BMW 3ers. Und auch der aufgeladene Zweiliter-Turbo hängt klasse am Gas und hat genügen Dampf. "Der 330i leistet rund 5 Kilowatt mehr als bisher und verbraucht dabei fünf Prozent weniger Kraftstoff", so Jos van As, Leiter Applikation Fahrdynamik im Hause BMW, "die Gewichtsverteilung liegt wie es sich bei uns gehört, bei 50:50 und der neuen Dreier ist je nach Modell 55 Kilogramm leichter geworden."

Es geht ins spektakuläre Caracciola-Karussell mit ihren ruppigen Panzerplatten hinauf auf die hohe Acht, mit 616 Metern der höchste Punkt des Eifelgeschlängels. Hier glänzen die Dämpfer, die Lenkung sowie die Art und Weise, Meter zu machen. Die neue Limousine hat mehr Spurweite und eine steifere Karosserie - das ist spürbar. Dabei ist unser BMW 330i nicht einmal aufwendigen Verstelldämpfern unterwegs, sondern mit einem sportlichen Basispaket aus leichter Tieferlegung und Sperrdifferenzial.

Kern der Baureihe

Die Abstimmung ist stramm, nicht hart und daher fährt der Prototyp auf der über 20 Kilometer langen Nordschleife des Nürburgrings genauso ideal wie eine halbe Stunde später zusammen mit Entwickler Thomas Käfer auf den Landstraßen in der Umgebung von Adenau und Meuspath; viele Streckenabschnitte würden einer Rennstrecke gut zu Gesicht stehen. Fahrdynamik, Komfort, Nicken, Wanken und das rechte Einlenkverhalten lässt sich hier perfekter als auf jeder künstlichen Teststrecke unter die Lupe nehmen.

Der BMW 330i des zukünftigen G20 soll der Kern der neuen Baureihe werden. "Der Wagen ist besonders sportlich positioniert und dann wie hier mit optionaler Differenzialsperre und Sportfahrwerk unterwegs", erklärt der aus Koblenz stammende Thomas Käfer, "das passt perfekt zum Dreier." Der neue Viertürer bringt seine Kraft mit unspektakulär anmutenden 19-Zöllern immer wieder exzellent auf die Fahrbahn und glänzt gerade beim Zwischenspurt heraus aus engen Kehren.

Etwas fehlt dennoch

Vor Jahren war der BMW 330i als Nachfolger von 325i und 328i das sportliche Aushängeschild der Dreierreihe. Sein Ruf brachte ihm aber der Reihensechszylinder ein, der die Kunden verzückte und die Konkurrenz gleichermaßen an Motorprüfständen verzweifeln ließ.

Doch so sehr die Fans auch klagen, es geht nicht zurück zu einem fair gepreisten Dreiliter-Reihensechszylinder. Also wird der neue BMW 330i mit seinem Vierzylinder besser als der Vorgänger, er ist aber eben kein Volltreffer mit echtem BMW-Verve. Weltpremiere feiert der neue BMW Dreier Anfang Oktober auf dem Pariser Automobilsalon. Im März 2019 rollt er zu den Händlern; zunächst nur als 330i mit 258 PS und als 320d mit 190 PS - jeweils mit Hinterrad- und Allradantrieb.

Der Rest kommt später - und irgendwann dann auch wieder ein Sechszylinder im M340i.

Kra mit Pressinform
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity