HOME

Byton M-Byte: Der Tesla-Killer – 400 Kilometer Reichweite für 40.000 Euro

Byton macht Ernst. Auf der IAA feiert der Elektro-SUV M-Byte seine Premiere. Mit seinem Elektroantrieb, der großen Reichweite, einem gigantischen Bildschirm lässt der Chinese nicht nur Tesla alt aussehen

Byton M-Byte

Der Byton M-Byte ist noch abgeklebt.

Anfang 2018 hat Byton aus China die internationale Bühne mit einem Paukenschlag betreten. Auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas wurde ein Elektro-SUV gezeigt, das Byton Concept. Das Luxus-SUV fährt weitestgehend autonom, bietet jede Menge Gimmicks, eine Reichweite von mindestens 400 Kilometern und soll nur 45.000 Dollar kosten.

Byton-CEO Carsten Breitfeld hat ein solides Selbstbewusstsein, er will die Autowelt so verändern, wie es Apple mit dem iPhone bei den Mobiltelefonen gelungen ist.

Byton M-Byte: Der Tesla-Killer – 400 Kilometer Reichweite für 40.000 Euro
Byton M-Byte

Der Byton M-Byte ist noch abgeklebt.

Auf der Frankfurter IAA im September soll der Byton M-Byte seine offizielle Weltpremiere feiern, doch Byton lässt jetzt schon einen Blick auf seine Prototypen zu. Auch wenn es Byton eine durch und durch chinesische Firma ist, liegt das Entwicklungszentrum in Santa Clara. Nicht einmal eine halbe Stunde von dem Ort entfernt, an dem die Tesla-Modelle vom Band laufen.

Produziert wird der Elektro SUV Byton M-Byte und die folgende K-Byte Limousine im chinesischen Nanjing. Und zwar im großen Maßstab, im ersten Schritt sollen 300.000 Fahrzeuge im Jahr montiert werden. Bislang wurden 100 Prototypen gebaut.

Bildschirm definiert den Innenraum neu

Größter Blickfänger ist nicht der unsichtbare Elektroantrieb, sondern ein riesiger Bildschirm, dessen 125 Zentimeter sich über das gesamte Armaturenbrett erstrecken. "Wie wollen mehr sein, als ein fahrendes Smartphone", sagt Byton-Chefentwickler David Twohig, "der Bildschirm ist wichtig, aber in erster Linie wollen wir zeigen, wie gut unser Auto fährt."  Mit dem Bildschirm wirkt der Byton schon beim Einsteigen der Zukunft mehr zugewandt, als die Spitzenmodelle der Konkurrenz.

Europa muss warten

Der Byton M-Byte wird mit zwei Antriebsarten und zwei Akkugrößen angeboten. Die meisten Kunden dürften sich dabei für die stärkere Allradversion entscheiden, deren Elektromotoren die Hinterachse mit 272 PS und die Vorderachse mit 204 PS an Leistung versorgen. Die Basisversion kostet etwa 45.000 Dollar. Sie muss mit einem 272-PS-kW-Hinterradantrieb und dem kleineren 71-kWh-Batteriepaket auskommen. "Der kleine Akku schafft 400 Kilometer Reichweite und der große deutlich über 500 Kilometer", sagt Byton-CTO David Twohig, "doch trotz dieser Motorleistung wollen wir nicht in die Sportwagenfalle tappen, in der sich andere derzeit befinden." Dem M-Byte ist nicht sportlich ausgelegt. "Fahren und Komfort sind für uns wichtiger als die Fahrdynamik. Das Handling steht bei uns nicht im Vordergrund, denn unsere Kunden sind in Städten wie Schanghai in erster Linie im täglichen Stadtverkehr unterwegs. Da soll es in erster Linie bequem zugehen", erläutert Damian Harty, verantwortlich für Chassis und Fahrdynamik.

In dem 4,85 Meter langen Cross-over ist man sehr kommod unterwegs. Dabei bleibt M-Byte flüsterleise und rollt auch über die Fahrbahnunebenheiten der Innenstadtstraßen von Santa Clara ohne nennenswerte Störungen an die Insassen weiterzugeben. Die Lenkung ist gewöhnungsbedürftig. Die Nabe des Lenkrades steh fest und nur der äußere Kranz wird gedreht, denn auch die Lenknabe trägt ein acht Zoll großes Touchdisplay. Anstatt beinharter Sportlichkeit, will Byton ein Fahrgefühl namens "Liquid Ride" verbreiten. Der zwei Tonnen schwere Allradler soll über alle Unebenheiten hinweggleiten, ohne dass die Insassen etwas davon bemerken.

Gemütliches Gleiten

Weniger großzügig sitzt man im Fond, hier macht sich das Akkupaket im Boden breit, während oben die abfallende Dachlinie des Cross-overs drückt. Allerdings sitzt man bequem auf den Stühlen, doch gibt es keine Extras wie elektrische Einzelsitze oder große Touchbildschirme.

Europa muss sich allerdings noch gedulden, bis der Byton zu kaufen ist. Zuerst wollen die Chinesen die Kernmärkte China und Kalifornien ins Visier nehmen - erst danach kommt Europa.

Kra mit Pressinform

Wissenscommunity