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Fahrbericht: Audi Allroad 3.2 FSI: Nur keine Familienkutsche

Ihnen ist ein A6 Avant zu langweilig? Kein Problem: Obwohl Audi mit dem Q7 einen waschechten SUV hat, gibt es auch diesmal wieder einen Audi namens allroad. Eng mit dem A6 Avant verwandt, hebt er sich von der Masse ab.

Der alte allroad war ein fauler Kompromiss. Als der europäische SUV-Trend noch in den Kinderschuhen steckte, hatten die Ingolstädter die Wahl – und lagen prompt falsch. Ein leicht geländegängiger Kombi wie der allroad war gegen die neuen Stars wie BMW X5 und Mercedes ML die falsche Waffe. Tapfer hielt man in Ingolstadt lange daran fest - bis man mit dem Q7 in diesem Frühjahr endlich einen echten Konkurrenten ins unwegsame Terrain schicken konnte.

Trotzdem: Eine Pleite war der allroad keineswegs: In der ersten Generation wurde er mehr als 90.000 Mal gebaut und überwiegend in Europa an diejenigen verkauft, denen einen A6 Avant quattro zu langweilig war. Nur wenige von ihnen nutzten Annehmlichkeiten wie Allradantrieb und variable Bodenfreiheit.

Das wird bei der zweiten Generation wohl kaum anders werden.

Der neue wirkt ein ganzes Stück eleganter als sein Vorgänger. Besonders die modifizierte Front mit dem geradezu martialisch wirkenden Kühlergrill ist gelungen – Space-Frame für Fortgeschrittene. Geblieben sind der stylische Unterfahrschutz und die rustikalen Kunststoffbeplankungen. Die waren und sind Geschmacksache - aber genau das richtige, um auf Offroad zu machen. Am Heck hat die Audi-Designer der Mut dann verlassen. Hier könnte der Auftritt für einen geländegängiges 4x4-Mobil dann doch gerne etwas bulliger sein. Stattdessen präsentiert sich das Heck in dem - fraglos auch sehenswerten, aber eben wenig brachialen - Avant-Look.

Der Audi A6 allroad ist eben ein echter Avant. Aber einer, auf den es den Allradantrieb namens quattro obendrauf gibt - und die nette Annehmlichkeit, dass man die Bodenfreiheit über die Luftfederung variabel einstellen kann. Das hilft in leichtem Geläuf, dem Ausflug auf die heimische Baustelle und macht Lust auf den nächsten Skiurlaub. Neben den bekannten Modi kann man die Feder auf eine maximale Bodenfreiheit von 18,5 Zentimetern justieren. Die dahinter steckende Technik selbst kann überzeugen: Die nervigen Nickbewegungen des Vorgängers sind verschwunden. Und das leichte Wanken der Karosse in schnell gefahrenen Kurven in nun mal dem erhöhten Schwerpunkt geschuldet.

Was für die meisten allroad-Kunden jedoch entscheidend sein dürfte, sind Image und Optik. Sonst könnte man sich schließlich auch für einen "normalen" Kombi entscheiden. Aber der allroad sieht vor der Haustür oder dem Café nun mal deutlich extravaganter und schicker aus als sein Bruder von der Stange. Ein bulligeres Outfit und ein kraftvoller Auftritt haben schließlich noch keiner Marke geschadet. So wird auch der neue Audi A6 allroad seine Fans finden - immerhin ist er kein Lückenbüßer mehr. Sondern einen Kombi, der das gewisse Etwas an Exklusivität bietet.

Bei der Motorisierung hat man die Wahl zwischen zwei Diesel- und zwei Benzintriebwerken, durchweg mit Direkteinspritzung. Wer Spaß an sportlichem Fahren und dynamischem Vortrieb hat, äugt zum 3.2 FSI rüber. Der bietet jede Menge Fahrfreude – gerade auch als Handschalter. Auch, wenn viele sich aller Voraussicht nach für den 3.0 TDI mit Tiptronic entscheiden werden: Auch in Zeiten hoher Kraftstoffkosten ist der Einstiegsbenziner mindestens eine Testfahrt wert. 255 PS und die zurückhaltend grollenden sechs Zylinder machen jede Menge Spaß. Es muss eben nicht immer ein Diesel sein. Die Fahrleistungen liegen mit 242 km/h Spitze und 0 auf 100 in 8,6 Sekunden im erwarteten Rahmen - und genügen vollauf. In der Realität wird man jedoch Mühe haben, den Durchschnittsverbrauch auf den versprochenen 10,8 Liter Super zu halten.

Innen unterscheidet sich der allroad übrigens nur durch andere Leder- und Holzkompositionen von seinem braven Avant-Bruder. Zusätzliche Bedienelemente für den 4x4-Antrieb braucht man gar nicht erst suchen. Der Bayern verfügt über ein selbst sperrendes Mitteldifferential und verteilt seine 255 PS so variabel auf beide Achsen. Von 25:75 bis 75:25 ist alles drin.

Obwohl der Allradantrieb rein mechanisch arbeitet, macht er einen guten Job. Ähnlich wie sein Vorgänger ist auch der neue allroad betont untersteuernd ausgelegt. Sowohl auf der Straße als auch im leichten Gelände schiebt er deutlich spürbar über die Vorderräder. Vielleicht wäre die 40:60-Kraftverteilung von RS4 und Co. auch hier die bessere Wahl gewesen. Leichte Abstriche gibt es für die Lenkung, die noch eine Spur direkter sein könnten. Und die Bremsen, denen etwas mehr Biss gut tun würde.

Doch es ist ohnehin kaum zu erwarten, dass sich ausgerechnet Sparfüchse für den allroad-Audi entscheiden werden. Der Einstiegspreis von 50.600 Euro ist üppig und die Komfortausstattung reichlich karg. Realistisch sollte man daher besser gleich mit rund 60.000 Euro kalkulieren. Zudem verweist Audi-Sprecher Josef Schlossmacher darauf, dass "die Ausstattungsquoten beim Audi allroad absolut auf A8-Niveau liegen". Soll heißen: Ohne elektrische Ledersitze, DVD-Navigation, Xenonlicht oder Rückfahrkamera rollt kaum ein Klettermaxe vom Band.

Pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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