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Mazda 5 2.0 CD: Hektische Familienkutsche

Vans gehören zum Straßenbild wie Klein- oder Mittelklasseautos. Doch bei vielen Herstellern sind sie in Ungnade gefallen. Mazda setzt mit dem 5er dagegen - mit einer Mischung aus Sportlichkeit und Familiensinn.

Der Mazda 5 ist ein Weltauto. In der deutschen Fernsehwerbung flitzt der familientaugliche Mazda als Hauptdarsteller durch die Spielermetropole Las Vegas. Die elektrischen Schiebetüren sorgen für den letzten Kick beim Roulette. Von einer Familie keine Spur. Der Mazda 5 als Hauptgewinn?

Seine Qualitäten versprechen einiges. Denn neben den bekannten Stärken wie Platzangebot, Verarbeitung und Variabilität glänzt der Japaner mit einer Charaktereigenschaft, die nur wenige Familientransporter in sich vereinigen: Sportlichkeit. Auch wenn die in diesem Segment für nur wenige Kunden ausschlaggebend sein dürfte, so hat der Siebensitzer doch einiges davon zu bieten.

Mit seiner direkten Lenkung und einem kraftvollen Diesel kommt zumindest in Ansätzen so etwas wie das vom Mazda-Marketing arg strapazierte Zoom-Zoom-Gefühl auf. Die Federung des Fronttrieblers ist stramm und die manuelle Sechsgangschaltung durchaus knackig. Leider vermisst man in der überschaubaren Aufpreisliste ein Automatikgetriebe, das sinnvoll zum drehmomentstarken Diesel passen würden.

Flotte Reichweite

Zwei Liter Hubraum, 105 kW/143 PS und 360 Nm Drehmoment bei 2.000 Touren - dass lässt trotz sieben Sitzen in der Tat noch Platz für einen Hauch von Sportlichkeit. Doch eine Automatik würde sich gerade in der staureichen Innenstadt gut machen. Bei der Urlaubsfahrt gilt das gleiche. So ist man gezwungen, in den unteren Gängen immer wieder hektisch hin und her zu schalten.

Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der Mazda 5 2.0 CD in elf Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ausreichenden 196 km/h. Wer zögerlich mit Gaspedal umgeht, liegt nur knapp über dem versprochenen Durchschnittsverbrauch von 6,1 Litern Diesel auf 100 Kilometern. Alle anderen benötigen mindestens 7,3 Liter, um flott von A nach B zu kommen. Dennoch sorgt der 60 Liter große Tank für eine Reichweite, mit der die meisten ohne Tankstopp in den nächsten Urlaub kommen kommen.

Der 4,50 Meter lange Mazda hat im Vergleich zur Konkurrenz von VW Touran, Opel Zafira oder Seat Altea einen besonders großen Vorteil: seitliche Schiebetüren. Die kosten zwar Gewicht, kommen aber bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gut an. In engen Parklücken erspart das zudem den peinlich-suchenden Blick auf die Flanken der Nachbarfahrzeuge nach etwaigen frischen Beulen.

Trotzdem könnten die Schiebetüren noch einen Hauch weiter öffnen. Immerhin sind sie endlich gegen einen Aufpreis von 770 Euro auch elektrisch zu bedienen. In den USA und Asien klassenübergreifend längst Standard, ließ dieses Detail beim Mazda 5 lange auf sich warten.

Der Kofferraum wird zum Handschuhfach

Hinter den Türen findet sich ein groß dimensionierter Innenraum mit Platz für sieben Personen. Real reicht es maximal für sechs, denn der herausklappbare Mittelsitz in der zweiten Reihe ist nur für ein ähnliches Notfallszenario gedacht, wie die beiden Hocker im Kofferraum. Die Rückbank lässt sich für groß gewachsene Personen nach hinten verschieben. Wirklich bequem ist man im Mazda 5 allerdings nur mit vier Personen unterwegs - dann aber richtig. Die anderen Stühle sind nur für den Fall der Fälle. Wer doch einmal alle Sitze ausklappt, dem stehen nur noch bescheidene 112 Liter Stauraum als vergrößertes Handschuhfach zur Verfügung.

Belässt man es bei der bequemen 2+2-Konfiguration hat man mehr als genügend Platz und kann die bis zu 1.678 Liter Stauraum nutzen, die sich nach dem Öffnen der Ladeklappe vor einem aufbauen. Leider lässt sich die große Heckklappe nach wie vor nicht elektrisch öffnen und schließen.

Am Innenraum des Japaners kann man nicht viel aussetzen. Die Sitzüberzüge könnten sich vielleicht noch etwas hochwertiger präsentieren und auch das DVD-Navigationssystem ist bei Bedienung und Routenführung kaum auf der Höhe der Konkurrenz. Aber wohin man auch schaut - die Oberflächen passen, nichts klappert oder flattert und das Design kann sich sowieso sehen lassen.

Der Mazda 5 2.0 CD Exclusive kostet mindestens 24.900 Euro. Sinnvoll, aber teuer: das 2.670 Euro teure DVD-Navigationsystem mit Rückfahrkamera.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.