HOME

Autobahnassistent im Nissan Qashqai 2017: Hände in den Schoß

Nissan will das autonome Fahren demokratisieren und einer breiten Masse zugänglich machen. In Europa macht der überabeitete Nissan Qashqai hierfür im kommenden Frühjahr den Anfang. Wir konnten den Autobahnassistenten bereits in Japan testen.

Nissan Qashqai Premium Concept - im kommenden Frühjahr bekommt der Japaner eine Modellpflege

Nissan Qashqai Premium Concept - im kommenden Frühjahr bekommt der Japaner eine Modellpflege

Wer an Nissan denkt, dem kommen in unseren Breiten in erster Linie die beiden erfolgreichen SUV Qashqai und Juke in den Sinn. Wer Sportwagen liebt, träumt vom bärenstarken und etwas grobschlächtigen Supersportler GT-R und Elektrojünger sehnen den Leaf, aktuell meistverkauftes Elektroauto der Welt herbei. Die weiteren Nissan-Modelle mit NV 200, Pulsar, X-Trail, Micra, und 370 Z stehen weit dahinter. Keine Überraschung, dass die Japaner ihr Aushängeschild mit einer neuen Konzerntechnologie vorweg fahren lassen. Ehe zum Jahreswechsel 2018 / 2019 ein komplett neuer Nissan Qashqai kommt, gibt es im kommenden Frühjahr auf dem Genfer Salon eine Überarbeitung des aktuellen Modells. Optik und Technik des Qashqai 2017 lehnen sich dabei mehr am größeren X-Trail an. Die größten Veränderungen werden jedoch ein neues Fahrerassistenzpaket sein, mit dem Nissan bis zum Jahre 2020 vollautonom unterwegs sein will. Die erste Stufe ist der Autobahnassistent namens ProPilot 1.0, der zwischen 30 und 100 km/h Spur und Abstand zum Vordermann hält und im Stau eigenständig stoppen kann. 2018 wird der ProPilot um eine Spurwechselfunktion erweitert und bis 2020 sollen die neuesten Nissan Modelle sogar in Innenstädten autonom und unfallfrei unterwegs sein. "In einem ersten Schritt wollen wir den Autofahrer mit unserem ProPilot 1.0 auf langen Strecken oder bei Fahrten im Stau auf der Autobahn entlasten", erklärt Tetsuya Lijima, bei Nissan verantwortlich für Fahrerassistenzsysteme, "so sollen Unfälle verhindert werden. Mehr als 90 Prozent aller Unfälle werden derzeit vom Fahrer verschuldet."

Hände in den Schoß
Nissan Qashqai Premium Concept - im kommenden Frühjahr bekommt der Japaner eine Modellpflege

Nissan Qashqai Premium Concept - im kommenden Frühjahr bekommt der Japaner eine Modellpflege

Schritt für Schritt soll das System durch alle Nissan- und später auch Renault-Baureihen ausgerollt werden. Der neue Nissan Micra, der auf dem Pariser Salon in diesem Herbst seine Weltpremiere feiert, ist damit jedoch noch nicht ausgestattet. Erst die kommende Kleinwagengeneration von Nissan darf sich dann über den ProPilot 2.0 freuen, der auch im komplett neu entwickelten Nissan Qashqai in 2018 / 2019 verbaut sein soll. Seine Premiere feiert der Autobahnassistent ProPilot bereits kommenden Monat im japanischen Mittelklassevan Nissan Serena, eines der meistverkauften Modelle auf dem dortigen Markt. Optisch typisch japanisch mit ausladender Karosserie und kleinen 15-Zoll-Rädern ist der 4,70 Meter lange Familienvan optional mit der Sicherheitstechnik ausgestattet, die nächstes Jahr auch in den Qashqai Einzug hält. Am Steuer gibt es die üblichen Bedienmodule für den Tempomaten, der Geschwindigkeit und Abstand zum Vordermann regelt. Wie andere Hersteller auch gibt es im Nissan Qashqai dann eine Staufunktion, mit der der SUV je nach Verkehrslage auch vollständig zum Stillstand kommt. Bis zu einer Zeit von drei Sekunden fährt er automatisch wieder an, wenn es weitergeht; ansonsten reicht eine kurze Berührung des Gaspedals und er beschleunigt auf das vorher eingestellte Tempo. Ob das System aktiv ist, zeigt auf dem sieben Zoll großen Bildschirm ein grünes Lenkrad, zwei angedeutete Fahrbahnlinien und entsprechende Fahrzeuggrafiken.

Bei normaler Fahrt im zähflüssigen Verkehr bereiten dem Technologiebruder ebenso wie dem kommende Qashqai auch Kurven keine Probleme. Zwar ist man auf japanischen Straßen verpflichtet, jederzeit eingreifen zu können und die Hände in der Nähe des Lenkrades zu haben, doch bei den ersten Testfahrten kam die erste Warnmeldung wieder die Hände ans Steuer zu nehmen nach zehn Sekunden. Je nach Geschwindigkeit dauert es dann fünf bis zehn weitere Sekunden, bis der Autobahnpilot nach akustischen und visuellen Warnungen auf dem Display aussteigt und zwangsläufig wieder an den Fahrer übergibt. Das ist der Stand, den aktuell auch BMW 7er oder Mercedes S-Klasse bieten. Die neue Mercedes E-Klasse, Volvo XC90 / S90 und das Tesla Model S lassen mit lockerer Leine längere Zeiten ohne manuellen Lenkeingriff zu. Tesla war zuletzt wegen eines tödlichen Unfalls in Florida ins Gerede gekommen, den ein Autopilot in einem Model S verursacht hatte.

Nissan verspricht, dass für plötzlich hereinziehende Autos ebenso automatisch abgebremst wird, wie beim Notbremsassistenten, der bereits modellübergreifend angeboten wird. Aus Kostengründen ist das System, ähnlich dem optionalen Abstandstempomaten des aktuellen Mini, nur mit einer Kamera hinter dem Innenspiegel ausgestattet. "Für die europäischen Autobahnen, wo insbesondere in Deutschland deutlich schneller gefahren wird, wird das System im Qashqai um einen Radar für größere Reichweiten ergänzt", sagt Ponz Pandikuthira, höchster Produktplaner im Hause Nissan. Auf dem europäischen Markt soll der Autobahnassistent ProPilot bis Tempo 180 arbeiten. Was dem System in seiner ersten Generation fehlt, ist jedoch eine Verkehrszeichenerkennung, denn so muss das Tempo manuell vom Fahrer eingestellt werden. Andere Systeme von Mercedes, Volvo, BMW oder Audi lesen entsprechende Tempolimits und richten die eigene Geschwindigkeit danach aus.

pressinform
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.