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Hintergrund: Kompakte SUV: Die Meute hetzt den Tiger

Der Tiguan kam spät - aber gewaltig. Jetzt reißt die Welle der kompakten SUV nicht mehr ab: Ford Kuga, Renault Koleos, Volvo XC60 oder Toyotas Urban Cruiser wollen dem erfolgreichen Wolfsburger ans Leder.

Die Familienvans schwächeln, die Mittelklasse dümpelt dahin - aber kleine Kraxler haben Hochkonjunktur. Kompakte SUV bieten das begehrte Abenteuer-Ambiente und den Allradantrieb, ohne den sich manch einer heute nicht mehr aus der Einfahrt traut. Gleichzeitig bleiben Unterhaltskosten und Spritverbrauch in einem erträglichen Rahmen. Auch auf dem Genfer Automobilsalon sind die Kompakt-Krabbler die Aushängeschilder vieler Marken.

So liegt zum Beispiel der Ford Kuga in Lauerstellung, um dem Tiguan seine Krallen ins Blech zu schlagen. Lange hat Ford sich Zeit gelassen, bis aus der viel beklatschten Studie "Iosis" ein Serienmodell wurde. Unter der Haube des 4,44 Meter langen Kuga steckt ein Dieselmotor mit 136 PS. Der Wagen wird sowohl mit Allradantrieb als auch mit Frontantrieb zu haben sein. Optisch kann der Kuga in jedem Fall punkten – die neue Ford-Dynamik namens "Kinetic Design" hat ihre Spuren hinterlassen.

Bei den Renault-Verantwortlichen zuckte bislang allenfalls die Gauloise im Mundwinkel, wenn andere Hersteller von ihren Geländewagen schwärmten. Jetzt aber feiert mit dem Koleos der erste SUV der Marke Premiere. Mit 4,52 Metern ist er ziemlich kompakt, was man auch an der mangelnden Kniefreiheit im Fond merkt. Das Cockpit ist ein wenig kunststoff-lastig, aber gemütlich und mit vielen Ablagen gesegnet. Das Allradsystem kommt vom Nissan X-Trail.

Bei Toyota feiert der Urban Cruiser seine Europapremiere. Noch ist er eine Studie, die dem 2009 erscheinenden Serienmodell aber schon sehr nahe kommt. Das nur 3,9 Meter lange Auto kommt optisch konventionell daher, verfügt über permanenten Allradantrieb und wurde von Toyota vor allem auf einen geringen Spritverbrauch getrimmt.

Schicker Schweden-Happen

Mehr fürs Auge bietet der Volvo XC60. Der kleine Bruder des XC90 trägt das neue Volvo-Gesicht mit dem großen Markenlogo und dem rundlichen Trapez-Grill. Ein Hingucker im Innenraum sind die C-förmigen Armlehnen, die direkt in die Türgriffe übergehen. Volvo verspricht für den XC60 ein innovatives Sicherheitskonzept: Das "City-Safety-System" soll den Crash im Stadtverkehr verhindern, indem das Auto auch bei niedrigem Tempo bei einer drohenden Kollision selbsttätig in die Eisen steigt. Der XC60 kommt mit drei Motoren von 163 bis 285 PS auf den Markt.

Nur als Studie vertreten ist in Genf der Mercedes GLK, auch wenn der Wagen kurz vor der Serienreife steht. Mit dem GLK wollen sich die Stuttgarter ihre Scheibe vom kompakten SUV-Kuchen abschneiden. Als "Bluetec-Hybrid" kombiniert die Geländewagen-Studie einen 2,2 Liter großen Diesel mit einem Elektromotor, was eine Gesamtleistung von 224 PS ergibt.

Nicht in Genf zu sehen, aber trotzdem mit Spannung erwartet wird auch der Audi Q5, der dem BMW X3 das Leben im Segment der kompakten Premium-Offroader schwer machen soll.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.