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Hintergrund: Letztes Mini Cabrio: Zwangsurlaub

Die zahlreichen Fans des Mini Cooper Cabrio müssen jetzt ganz tapfer sein: Das alte Modell wird nicht mehr gebaut. Und der neue, offene Mini der zweiten Generation kommt erst im Frühjahr.

Haben andere Hersteller mit sinkender Nachfrage und dicken Rabattaktionen zu kämpfen, so sieht das im Hause Mini ganz anders aus. Die Folge des Erfolges: Für den Mini der ersten Generation sind jetzt schlicht und ergreifend keine Motoren mehr da.

Die Nachfrage war deutlich größer, als vor Jahren mal berechnet. Also musste notgedrungen der Produktzyklus reduziert werden. Der geschlossene Mini ist bereits vor rund zwei Jahren von einem völlig neuen, optisch aber nur leicht modifizierten Modell abgelöst worden. Der bekam unter anderem auch die neuen Vierzylindertriebwerke. Die wurden als Benziner wie als Diesel in einer Hightech-Kooperation von BMW und Peugeot gemeinsam entwickelt. Doch das alte Cabriolet musste weiter mit den ehemals zugekauften Fremdmotoren von Chrysler auskommen.

Damit ist jetzt Schluss. Keine Triebwerke sind mehr verfügbar - und somit läuft auch die erste Generation des offenen Minis deutlich früher aus als erwartet. Der gut bestückte Gebrauchtwagenmarkt und die Finalmodelle der letzten Bauwochen müssen die Kunden nun bis zum Frühjahr 2009 bei Laune halten.

Warten auf Genf

Das neue Mini Cabriolet dürfte seine Weltpremiere dann im März auf dem Genfer Salon feiern. Aufgrund der großen Nachfrage können sich auch die BMW-Verantwortlichen mit der halbjährigen Zwangspause notgedrungen anfreunden. Von der ersten Generation wurden mehr als 164.000 Fahrzeuge verkauft. Das letzte Exemplar, ein im Metallicfarbton White Silver lackiertes Mini Cooper S Cabrio Sidewalk, geht an einen Mini-Fan in den USA. "Für uns geht eine Ära zu Ende", sagt Werkleiter Oliver Zipse. "Es ist eine große Freude, ein Auto zu bauen, von dem man genau weiß, wie viel Spaß der Kunde damit haben wird."

Die Fertigungskapazitäten des britischen Werkes sind aufgrund der steigenden Nachfrage nun zunächst für die Modelle Mini und Mini Clubman reserviert. Seit Frühjahr 2004 ist das Mini Cabrio in Oxford in drei Motorvarianten gebaut worden. Die meistverkaufte Ausführung war mit knapp 80.000 Exemplaren das 85 kW/115 PS starke Modell Mini Cooper Cabrio, gefolgt vom Mini Cooper S Cabrio (125 kW/170 PS) mit rund 56.500 Einheiten. Die 90 PS starke Basisvariante des Mini One Cabrio fand bei den trendigen Kunden mit 28.000 Fahrzeugen eine vergleichsweise kleine Nachfrage. In einigen Märkten wie den USA wurde er gar nicht erst angeboten.

Ohne Hirschgeweih

Der Mini schreibt seit seinem Verkaufsstart eine Erfolgsgeschichte und hat einen bedeutenden Anteil am Erfolg der Muttermarke BMW. "Die Hauptmärkte für den offenen wie den geschlossenen Mini sind Großbritannien gefolgt von den USA, Deutschland, Italien und Japan", zählt Mini-Sprecher Cypselus von Frankenberg auf: "Dort verkaufen wir 77 Prozent unserer Produktion. Doch auch Australien oder Kanada sind in den Top Ten der Mini Cabrio Hochburgen vertreten. Besonders starke Zuwachsraten wurden zuletzt in China und Russland verzeichnet."

Die Spur, in der das neue Mini Cabriolet rollen soll, ist somit vorgelegt. Und viele Kunden warten schon ungeduldig darauf, dass die zweite Mini-Generation auch als Cabrio kommt. Es wird ebenso wie Limousine und Clubman mit den neuen, deutlich sparsameren Triebwerken bestückt. Dem Efficient-Dynamics-Vorbild von BMW folgend gibt es dann auch eine Start-Stopp-Automatik und entkoppelbare Nebenaggregate, die den Verbrauch deutlich senken. Verschwunden sein sollen bei der zweiten Cabriogeneration auch die hässlichen Überrollbügel in Form eines verchromten Hirschgeweihs, die nicht so recht zum schneidigen Design passen wollten.

Die Preise dürfte sich mit einer leichten Toleranz nach oben an dem bisherigen Cabriolet orientieren. Los gehen dürfte es somit bei rund 20.000 Euro.

Jürgen Wolff / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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