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Hyundai i40: Enorm viel Auto fürs Geld

Der neue Preis-Leistungs-Sieger in der Mittelklasse steht fest: Supergarantie, keine Wartungskosten und ein Einführungsangebot lassen die Preise fallen. Der Einstiegspreis ist heiß, aber erst die weitere Ausstattung macht den i40 richtig günstig.

Bei den Kleinwagen ist Hyundai mit i10, i20 und ix20 inzwischen zur festen Größe avanciert. Ab 25. September wollen die Koreaner nun auch in der Mittelklasse mit dem i40 Kombi, und ab November auch mit der Limousine-Variante, Familien- und Flottenfahrer mit bewährtem Rezept für sich gewinnen: viel Auto fürs Geld. Ab 23.390 Euro ist der Neuling zu haben.

Das Beste gleich mal vorweg: Der Hyundai i40 sieht richtig gut aus. Auf 4,77 Meter streckt sich die fünftürige Kombi-Karosse in schwungvollen Linien und dynamischen Proportionen, vom markentypischen Hexagonal-Kühlergrill mit LED-Tagfahrlicht über eine sanft ansteigende Dachlinie in ein ebenso weich abfallendes Heck. Schon beim ersten Blick auf die vielen Sicken, Lichtkanten und sogenannten "Charakterlinien" im Blech bekommt man eine Ahnung davon, was der in koreanischen Diensten stehende, europäische Chef-Designer Thomas Bürkle mit seinem "aus der Natur entlehnten flüssigen Skulpturen" meint. Aber nicht nur die äußere Gestaltung entstand im Design-Zentrum in Rüsselsheim, auch große Teile des Fahrwerks und der Motoren wurden in der benachbarten Technikabteilung der Marke entwickelt, "um sich mit zahlreichen Wettbewerbern zu messen, die den Maßstab in den vergangenen Jahren weit nach oben gelegt haben", wie Geschäftsführer Werner Frey betont.

Hyundai möchte Gewerbetreibende gewinnen

Das Cockpit gibt sich sehr modern und etwas verspielt. Ins Auge fällt das dreidimensionale Instrumentendisplay, das multifunktionale Dreispeichen-Lenkrad, die vielen Alu-Applikationen sowie der gewölbte Armaturenträger mit breiter Alumimiumblende und T-förmiger Mittelkonsole, auf der sich viele rautenförmige Tasten und Schalter sortieren. Das Interieur bietet reichlich Platz. Hat man sich auf den vorderen Sitzen eingerichtet, bleibt im Fond dank üppig dimensioniertem 2,77 Meter-Radstand immer noch reichlich Raum für Knie und Kopf der Fondpassagiere. Hinter deren Lehnen können dann noch einmal 553 Liter Gepäck gestapelt werden. Ist man nur zu zweit unterwegs, lassen sich durch die weit nach oben schwingende Heckklappe und die niedrige Ladekante sogar bis zu 1 719 Liter Stauvolumen transportieren; genug für jeden Familienausflug, ebenso wie für jeden Handwerker oder Handelsreisenden.

Vor allem Gewerbetreibende möchte Hyundai mit dem i40 gewinnen. Denn sie fahren nämlich die bekannten Mittelklässler à la VW Passat, Ford Mondeo oder Opel Insignia. Und die Fahrer erwarten "einen Kombi mit Dieselmotor, großzügiger Ausstattung zu klar kalkulierbaren Gesamtkosten", weiß der deutsche Hyundai-Chef. Der Wunschmotor aller Firmen und Flottenbetreiber ist beim Korea-Kombi ein 1,7-Liter-Diesel, der in zwei Leistungsstufen mit 85 kW/116 PS und 100 kW/136 PS angeboten wird. Beide Turbo-Direkteinspritzer gehen kräftig und laufruhig zu Werk, wobei der kleinere Motor mit etwas schwächerem Drehmoment besser aus dem Keller kommt, der potentere die Rolle des durchzugstarken und souveränen Langstreckenläufers spielt. Mit den angegebenen Durchschnittsverbräuchen von 4,6 respektive 4,7 Litern Diesel auf 100 Kilometern präsentieren sich die Selbstzünder als äußerst sparsame Vertreter ihrer Zunft. Auf der Straße darf man nach erstem Probefahrtmix aus Landstraße und Autobahn jedoch gerne zwei Liter drauf rechnen, womit die Triebwerke aber immer noch gut da stehen. Eine Stopp-Start-Automatik für 400 Euro Aufpreis in der Blue-Version senkt bei beiden Motoren den EU-Normverbrauch noch mal um je 0,2 Liter.

Gutes Preis-Wert-Verhältnis

Den Einstieg bei den Benzinern und Basismotor markiert der aus dem kompakten ix35 und Veloster bekannte 1,6-Liter-Vierzylinder, der hier 99 kW/135 PS leistet, in 11,6 Sekunden auf Tempo 100 sprintet und sich mit 6,4 Litern Super auf 100 Kilometern begnügen soll. Ganz neu entwickelt und erstmals in einem Hyundai eingesetzt wird der 2,0-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 130 kW/177 PS, der via Sechsganggetriebe in weniger als zehn Sekunden auf Tempo 100 spurtet, sich in der Öko-Bilanz dennoch mit 6,8 Liter Supersprit respektive 159 CO2 g/km bescheidet.

Das Fahrwerk ist in Rüsselsheim so getrimmt worden, wie es europäische und insbesondere deutsche Vielfahrer es mögen: komfortabel, nicht zu stramm, mit hohem Abrollverhalten und guter Spurstabilität auch bei hohem Tempo. Bei der Lenkung - im Stadtverkehr sehr leichtgängig und auf der Autobahn mit weniger Servounterstützung - wünscht sich der Fahrer jedoch mehr Rückmeldung.

Was die kalkulierbaren Kosten betrifft, spielt Hyundai seine bekannte Trumpfkarte des guten Preis-Wert-Verhältnisses aus Schon die Einstiegsversion Comfort verfügt neben einer umfangreichen Sicherheitsausstattung, die sich unter anderem aus sieben Airbags, dem elektronischem Schleuderschutz ESP, Traktionskontrolle, Brems- und Berganfahrassistent sowie aktiven Kopfstützen zusammensetzt, über eine Klima- und CD-Audioanlage sowie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung für Handys plus Sprachsteuerung. Hinzu kommen - für Flottenfahrer und Leasingkunden ganz wichtig - fünf Jahre Fahrzeuggarantie einschließlich Wartungskosten und Inspektionen. Die nächst höhere Ausstattungslinie Style (ab 27.550 Euro) erweitert die Ausstattung um Leichtmetallfelgen, Parkpieper vorn, Tempomat, Klimaautomatik, Sitzheizung und elektrisch einstellbarem Fahrersitz. Die Topausführung Premium (ab 31.140 Euro) kommt zusätzlich mit Xenon-Scheinwerfern, 17-Zoll-Leichtmetallrädern, schlüssellosem Smart-Key-Startsystem, Gepäckraumordnungssystem, elektrisch einstellbare Ledersitze mit Sitzheizung. Gegen Aufpreis gibt es weitere Luxusfeatures wie eine Sechsstufen-Automatik (1400 Euro), Touchscreen-Navigation mit Rückfahrkamera und Soundsystem (1510 Euro), Hub-Schiebedach (1410 Euro) oder ein Technikpaket (1970 Euro) mit adaptivem Fahrlicht, Spurhalteassistent, automatischer Einparkassistent und Reifendruckkontrolle. Alles, was das Vielfahrer-Herz gegebenenfalls brauchen könnte.

Frank Wald/mid / MID

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.