HOME

Jeep Compass II: Mehr City-Schick statt Gelände-Look

Jeep stand mal für beinhartes Offroad-Fahren. Doch der Compass zielt auf die SUV-Kunden in den Städten. Die aktuelle Version ist schicker und attraktiver - wird es aber auch nicht leichter haben als der Vorgänger.

Jeep Compass 2017

Optisch auf die Firmenlinie gebracht und mit einer großen Auswahl effizienter Antriebskombinationen: der neue Jeep Compass. 

Der Vorgänger des Compass II zählt zu den Versuchen der Offroadmarke Jeep, von der SUV-Begeisterung zu profitieren. Weitgehend erfolglos, der Vorgänger wurde im Jahr 2015 ganze 377 Mal zugelassen. Wie unter der Fiat-Herrschaft zu erwarten, wurde der neue Compass schicker, im Antrieb effizienter und soll so das raubeinige Offroad-Image der Marke Jeep abschütteln.

Bisher nur ein Nischenprodukt

Der Compass sortiert sich zwischen dem aktuellen Einsteigermodell Renegade und dem Cherokee ein. Der kompakte Compass ist mit Front- und Allradantrieb sowie Diesel- und Benzintriebwerken in insgesamt 17 Antriebsvarianten verfügbar. Dabei liegt das Motorenspektrum zwischen 150 und 220 PS. Das ist unabdingbar, der aktuelle Compass war in Europa nur mit einem unattraktiven 170 PS starken 2,4-Liter-Vierzylinder zu bekommen. In Zukunft dürfte der Zweiliter-Multijet-Diesel mit 140 beziehungsweise 170 PS der Antrieb der Wahl sein.

Nicht wirklich billig

Seine offizielle Premiere feiert der Brasilianer auf der Los Angeles Autoshow im November dieses Jahres. Der Basispreis in Europa wird bei etwa 30.000 Euro liegen. Einzigartig dürfte die Trailhawk-Version für einen echten Geländeeinsatz sein. Neben der Sechsgang-Handschaltung wird eine Neunstufen-Automatik angeboten.

Jeep Compass 2017

Wohnlicher als im Renegade.

Angelehnt ans Flaggschiff

Im Äußeren ist der Compass ein durchaus gekonnter Mix aus dem aktuellen Jeep-Angebot - mit deutlichen Anleihen vom Flaggschiff, dem Cherokee. Dazu gehört der schmale Kühlergrill mit den typischen sieben Schlitzen und den schmalen Hauptscheinwerfern inklusive des LED-Leuchtbandes. Das Heck ist eine leicht zu erkennende Mischung zwischen Cherokee und Grand Cherokee.

Im Inneren bedient man sich bei Teilen des Renegade, an entscheidenden Stellen werden sie allerdings wohnlich aufgewertet.

Jeep Compass 2017

Denn Jeep Compass gibt es auch mit Offroad-Fähigkeiten.

Der Markt ist voll 

Ob diese Angebot für einen Erfolg in Deutschland reicht, ist fraglich. Der Markt der Kompakt-SUVs ist eng besetzt. Gegenüber den Platzhirschen von VW Tiguan, Audi Q, BMW X1 und Mercedes GLA muss sich ein Exot wie der Jeep erstmal behaupten. Zumal der Compass im Preis nicht unter dem Tiguan liegt.


Kra mit Pressinform
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.