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SUV: Lada 4X4 Vision - stylischer Offroader aus Moskau

Der Lada Niva ist der älteste und günstigste Geländewagen, den man kaufen kann. In Moskau wurde ein möglicher Nachfolger gezeigt und der trägt ganz fett auf.

Die Oberflächen werden extrem gefaltet und wirken zerklüftet.

Die Oberflächen werden extrem gefaltet und wirken zerklüftet.

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Der Lada Niva wird seit 1976 mit mehr oder minder kleinen Änderungen gebaut. Er bringt die klassischen Vorteile des russischen Autobaus mit sich: geländegängig, unverwüstlich, genügsam und preiswert. Die Nachteile leider auch. Die altertümliche Technik hat für Waldarbeiter und Jäger durchaus Vorteile, die ungenügende Rostvorsorge sicher nicht.

In Russland wird der Allradtransporter UAZ-452 zwar seit 1965 praktisch unverändert gebaut. Doch so lange wird der Niva nicht durchhalten. Der damalige AvtoVaz-Chef Nicolas Maure kündigte schon 2017 einen Nachfolger an. In Moskau wurde nun die Studie für die Zeit nach dem Niva gezeigt, die 4X4 Vision. Äußerlich ist sie so ziemlich das Gegenteil des jetzigen Nivas. Nimmt man im Niva Platz, ist das wie eine Zeitreise in die 80er-Jahre.

Lada 4X4 Vision: Jetzt wird es "tactical" – Lada zeigt Nachfolger des Niva
Der x-förmige Grill prägt die Front.

Der x-förmige Grill prägt die Front.

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Pubertärer Militär-Look

Der Nachfolger bleibt den Maßen des Vorgängers treu, optisch trägt er allerdings mächtig auf. Die überdimensionierten Felgen im Maß von 21 Zoll sind allgemein typisch für Concept-Fahrzeuge. Beim Lada fällt vor allem die zerklüftete Oberfläche auf. Damit greift das Design den Trend "Tactical" auf – ein Look, der jedem Gebrauchsgegenstand ein militärisches Aussehen verpasst. Puristen werden sich schütteln, doch weltweit ist "Tactical" ein Mega-Trend – nur die großen Autohersteller halten sich bisher zurück.

Ob Lada diese Formensprache verwirklichen wird, steht auf einem anderen Blatt. Denn all die Wellen und Senken ins Blech zu arbeiten, kostet Geld – dabei steht der Lada eher für "billig".

Der x-förmige Grill mit seiner optischen Fortführung in den Scheinwerfern ist dagegen zukunftsweisend. Das grelle Innendekor der Studie und die extrem skulptierten Sportsitze dürften den meisten Kunden zu schrill sein, als Farbmuster für junge Kunden ist so etwas sicher denkbar. Die Wald- und Forstfraktion bekommt dann eine etwas gedecktere Farbpalette im Interieur, auch das t-förmige Schiebedach sieht sehr cool aus. Zudem verfügt die 4X4-Vision über eine enorme Bodenfreiheit.

Durchaus Chancen

Technische Einzelheiten sind nur wenige bekannt – doch wird das neue Fahrzeug auch auf einer neuen Plattform aufbauen. Außerdem wird der Niva-Nachfolger einen modernen Antrieb inklusive Fahrprogrammen und Automatik erhalten. In der Lada-Nomenklatura ist der Niva übrigens ein SUV, unter einem echten Geländewagen stellt man sich in Russland ein Auto wie den UAZ Hunter vor. Perfekt in Schlamm und Gelände, aber auf der Straße nur eingeschränkt zu gebrauchen.

Gegenüber der Studie eines Elektroautos des Konzerns Kalaschnikows zeigt Lada mit der 4X4-Vision ein seriennahes und im Design durchgearbeitetes Konzept. Sollte die eigenwillige Formsprache beim Serienfahrzeug erhalten bleiben und wenn es Lada gelingt, das Kampfpreisniveau des Niva in etwa zu halten, dürfte die 4X4-Vision auch in Europa Erfolg haben. Zur Erinnerung: Derzeit bekommt man den Niva inklusive Allradantrieb für weniger als 11.000 Euro.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.