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Lexus SC 430: Glanz im Verborgenen

Es sieht schick aus, ist kraftvoll und leistet sich kaum Schwächen. Das Cabrio-Coupé von Toyotas Edel-Marke Lexus bietet Luxus erster Klasse zum fairen Preis - und kaum einer weiß es. Aber das kann ja noch kommen.

Stellen Sie sich vor, sie hätten 100.000 Euro zur Verfügung und wollten sich ein tolles V8-Cabrio leisten. Möglichkeit eins: Sie kaufen sich einen Mercedes SL - und haben ein todschickes und schnelles Auto mit einem tollen Image. Möglichkeit zwei: Sie kaufen sich einen Lexus SC 430 - und haben ein todschickes und schnelles Auto ohne Image. Aber noch Geld übrig für einen Zweitwagen der Mittelklasse.

Wenn andere Autofahrer das Lexus-Cabrio erblicken, läuft das oft nach dem gleichen Schema ab: Erst bewundernde Reaktion ("Der ist aber schick"), dann der Blick auf die Motorhaube ("Komisch, kein Stern drauf") - und dann leichtes Desinteresse ("So toll ist er dann wohl doch nicht").

Unerkannte Schönheit

Pure Ignoranz. Das Cabrio-Coupé aus Toyotas Nobelstall Lexus zeigt schon beim Einsteigen, wohin die Reise geht: In ein 5-Sterne-Hotel. Edle Hölzer und feines Leder, alles tadellos verarbeitet und fürs Auge gemacht. Nur ein paar Ablagen für Kleinkram fehlen. Das Navigationssystem mit Touch-Screen hat viele Funktionen, man muss sich aber oft durch diverse Menüs klicken. Die vorderen Sitze sind etwas weich, aber sehr bequem.

Das hintere Passagierabteil ist nett gemeint, aber für Erwachsene eigentlich nicht nutzbar. Die Kniefreiheit lässt sich kaum als solche bezeichnen, und bei geschlossenem Dach fühlt man sich wie in einer Sardinenbüchse. Auch vom Gepäckabteil sollte man nicht allzu viel erwarten. 321 Liter stehen zur Verfügung - allerdings bietet ein Mercedes SL auch nur 18 Liter mehr. Da nutzt man am besten den Fond als Extra-Stauraum.

Ein Cruiser

Auf der Fahrt lässt es der SC 430 ruhig angehen. Motor- und Windgeräusche sind auch bei geöffnetem Verdeck angenehm gedämpft, erst bei hohen Geschwindigkeiten wird es zugig.

Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, die Lenkung sehr leichtgängig und könnte bei sportlicher Fahrweise mehr Kontakt zur Fahrbahn vertragen. Geht man die Kurven zu ungestüm an, greift die Stabilitätskontrolle VSC schnell und hart durch. Der 286 PS starke V8-Motor lässt mit einem kraftvollen Sound von sich hören, die 6-Stufen-Automatik arbeitet ruhig und unauffällig. Viele Edel-Konkurrenten haben zwar mehr Power unter der Haube. Aber der SC 430 bietet einen beeindruckenden Durchzug. In 6,2 Sekunden schnellt er auf Tempo 100, bei 250 Km/h wird abgeregelt. Den Durchschnittsverbrauch gibt der Hersteller mit 11,4 Liter an.

Vollausstattung

Mit einem Preis von 72.000 Euro spielt der SC 430 natürlich in einer deutlich höheren Klasse als die meisten Cabrio-Coupés. Dafür ist die Ausstattung nahezu komplett. Auch dynamisches Kurvenlicht ist an Bord. Zu erwägende Extras sind eigentlich nur das DVD-Navigationssystem und die akustische Einparkhilfe. Denn nach hinten ist die Karosserie des Lexus etwas unübersichtlich.

Pressinform / PRESSINFORM
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.