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Maybach Zeppelin: Luftschiff auf Rädern

In den wild bewegten 30er Jahren galt der Maybach Zeppelin als das wohl perfekteste Auto der Welt. Mit einer Zeppelin-Sonderserie lässt der edle Mercedes-Ableger diese glanzvolle Tradition nun wieder aufleben.

Wenn es bei der Marke Maybach an einem krankt, dann ist es die durchgehende Tradition unter diesem Namen. Für viele Kunden macht ein Rolls Royce oder ein Bentley schon auf dem Papier einfach mehr her als ein Maybach - der ist für viele nicht mehr als ein exklusiver Mercedes. Dabei ist es nicht so, als könnten die Schwaben nicht auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurückblicken: In den 30er Jahren hatte Maybach in Automobilbranche einen legendären Ruf. Sie galten gemeinhin als die exklusivsten und perfektesten Autos der Welt.

Der neue Maybach Zeppelin soll nun an diesen grenzenlosen Luxus der Vorkriegszeit anknüpfen. Damals waren Luxuslimousinen mehr mobile Paläste denn fahrbare Untersätze. Und ganz nebenbei soll der Name Zeppelin an die Historie der Manufaktur Maybach im Bau von Luftschiff-Motoren erinnern.

Der historische Maybach Zeppelin wurde in seiner Zeit natürlich von einem Chauffeur bewegt. 147 kW/200 PS mussten seinerzeit reichen, um standesgemäß zum nächsten Empfang zu schweben. Der Zwölfzylinder mit mächtigen acht Litern Hubraum verbrauchte dabei mehr als 30 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Der livrierte Fahrer hatte mit einem kleinen Schalthebel am hölzernen Lenkrad seine liebe Müh' und Not, die vier Gänge zu justieren, bis man in dem tonnenschweren Schlachtschiff die Höchstgeschwindigkeit von theoretischen 170 km/h erreicht hatte. Ein über 135 Liter großer Tank sorgte dafür, dass man auch bei längeren Reisen nicht allzu oft zur Tankstelle musste.

Das geht mehr als 70 Jahre später doch etwas luxuriöser und entspannter. Der sechs Liter große V12 des Maybach Zeppelin leistet Dank doppelter Turboaufladung beeindruckende 471 kW/640 PS und ein gewaltiges Drehmoment von 1.000 Nm. Manuell schalten muss der Mann im Volant auch nicht mehr. Diese Arbeit übernimmt die bewährte Fünfgang-Automatik.

Maybach überlässt es dem Kunden, ob der selbst das weiche Lenkrad in der Hand fühlen oder ob er sich im Fond verwöhnen lassen möchte. Die auf 100 Fahrzeuge limitierte Zeppelin-Sonderedition ist mit normalem Radstand als Maybach 57 oder mit langem Radstand als 62er zu bekommen.

Ähnlich wie sein traditionsreiches Vorbild glänzt der neue Automobilpalast mit einem auffälligen Zeppelin-Schriftzug zwischen den Frontscheinwerfern. Über allem thront das erhabene MM-Logo. Vom außen zu erkennen ist der Maybach Zeppelin auch ohne Schriftzug durch seine farblich abgesetzte Schulterlinie in hellbraun. Die restliche Karosserie ist tiefschwarz lackiert. Absetzen soll sich das Modell auch durch dunkelrote Rückleuchten und einen vertikalen Steg in der Heckschürze. Sonderwünsche sind selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Obligatorisch sind jedoch die 20-Zoll-Alufelgen in Schwarz-Silber.

Gleiten wie ein König

Exklusiver als in einem Maybach kann man kaum unterwegs sein – außer eben im Maybach Zeppelin. Beige Lederstühle mit schwarzen Kedern und dunklen Klavierlack-Oberflächen lassen einen wie ein König von A nach B gleiten. Wenn man länger im Fond unterwegs ist, empfiehlt es sich, aus den Schuhen zu schlüpfen und die Füße auf echten Lammfellen zu entspannen. Die Zeppelin-Schriftzüge im Innern bleiben dabei Geschmacksache. Sie finden sich zum Beispiel auf der Mittelkonsole, der optionalen Trennwand und - natürlich - den serienmäßigen Sektkelchen.

Was Peugeot in der Billig-Liga eingeführt hat, hat auf ganz eigene Art nun auch in die Nobelliga des Fahrzeugbaus Einzug gehalten: Der Maybach Zeppelin verfügt über einen eindrucksvollen Aromaspender, der auf Knopfdruck angenehme Düfte in den luxuriösen ledernen Innenraum verströmen lässt. Die Passagiere können ihren Wunschduft in den dezent illuminierten Acrylglas-Flakon einfüllen lassen - und der Traumreise steht auch für die Nase nichts mehr im Wege.

So viel Luxus für Körper und Nase hat seinen Preis. Der Maybach 57 Zeppelin kostet mindestens 483.140, der Maybach 62 Zeppelin 563.108 Euro. Dass der exklusive Duftflakon nochmals knapp 4.800 Euro Aufpreis kostet, dürfte die exklusiven Interessenten des Maybach Zeppelin kaum stören.

Das neue Prunkstück deutscher Automobilbaukunst kommt im September auf den Markt. Auf ein Extra muss man dann jedoch selbst beim neue Maybach Zeppelin verzichten. Verfügte der erste Zeppelin neben den zwei Ersatzrädern auch noch über vier eingebaute Wagenheber, so muss man beim jüngsten Nobelgefährt auf das bewährte Einzelstück im Kofferraum zurückgreifen.

Stefan Grundhoff/pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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