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Neuvorstellung: Hyundai H-1: Fernost-Bulli

Hyundais Kleintransporter H-1 bekommt ein komplett neues Gesicht und einen stärkeren Motor. Wir haben einen ersten Fahreindruck von dem neuen Korea-Bulli gewonnen – in der Kombi-Version mit acht Sitzen.

Seit seiner Markteinführung 1994 wurde der H-1 in Deutschland 15.000 mal verkauft. Im Vergleich zu Bulli, Transit & Co ist der Koreaner damit eine Randerscheinung. Der VW Transporter wurde allein im Jahr 2007 mehr als 41.000 mal zugelassen. Mit der neuen Generation des H-1 können die Koreaner aber immerhin vom Nutzfahrzeug-Boom profitieren: Das Segment der Transporter mit 500 bis 1500 Kilogramm Nutzlast ist in den vergangenen drei Jahren auf mehr als 200.000 Neuzulassungen pro Jahr gewachsen.

Mit 5,12 Metern Länge, 1,92 Metern Breite und rund zwei Tonnen Leergewicht ist der neue H-1 rund 20 Zentimeter länger, aber in etwa genau so breit und schwer wie der VW Transporter/Multivan. Das Gesicht des H-1 ist erheblich rundlicher, moderner und auch markentypischer als beim Vorgängermodell. Es gibt zwei Schiebetüren sowie einen Kofferraum mit niedriger Ladekante und eine nach oben öffnenden Klappe. Eine zweigeteilte Heckflügeltür kann man als Option bestellen.

Der Kastenwagen des H-1 bietet 5,2 Kubikmeter Laderaum. Doch auch der Kofferraum in der achtsitzigen Kombi-Version reicht für das Reisegepäck einer Großfamilie, wenn man es bis zum Dach stapelt.

Für die Insassen bleibt dabei noch reichlich Platz. Pilot und Copilot sitzen auf bequemen Einzelsitzen. Die Passagiere machen es sich auf zwei Bänken gemütlich, die sich auf Schienen längs verstellen lassen. Auf den Vordersitzen vermisst man zumindest in dem von uns gefahrenen Testwagen Armlehnen an der Innenseite. Zwischen den Sitzen bleibt ein breiter Spalt frei, so dass man direkt ins Passagierabteil gelangt. Von außen steigt man durch die beiden Schiebetüren ein, die sehr leichtgängig öffnen und schließen.

Einfach, aber nicht billig

Das H-1-Cockpit ist angenehm um den Fahrer herum konstruiert, der Schalthebel sitzt gut erreichbar an der Mittelkonsole. Alle Bedienungselemente sind einfach, aber nicht billig ausgeführt. Der Arbeitsplatz im Hyundai versprüht weniger Nutzfahrzeug-Ambiente, als man das von Kombi-Transportern wie Peugeot Expert oder Fiat Scudo gewohnt ist. Das Lenkrad ist axial und vertikal verstellbar. Viele kleine Ablagen verteilen sich über das Cockpit, in der Mittelkonsole verbergen sich ausziehbare Becherhalter.

Der H-1 fährt sich fast wie ein PKW – die Lenkung ist leichtgängig, aber nicht unpräzise, die Handschaltung lässt sich flüssig bedienen und harmoniert gut mit dem neuen, 2,5 Liter großen und 170 PS starken Turbodiesel. Die Koreaner haben dem Motor eine satte Leistungsspritze verpasst: Der Vorgänger leistete noch 140 PS. Die Maschine sorgt mit 392 Newtonmetern auch aus dem Drehzahlkeller heraus für einen ordentlichen Anzug.

Mit fünf Personen plus Gepäck sind flotte Autobahnfahrten denn auch kein Problem. Selbst bei 160 km/h bleibt der Lärmpegel niedrig. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 180 km/h. Der VW Transporter/Multivan hat ebenfalls einen 2,5 Liter großen Diesel unter der Haube. Er leistet 174 PS, bringt es auf 188 km/h und kann dazu mit einer Sechsgangschaltung aufwarten.

Kampfpreis

Ein wesentlicher Unterschied zwischen H-1 und T5 ist das Antriebskonzept: Während Volkswagens Dauerbrenner wie viele Nutzfahrzeuge über Frontantrieb verfügt, hat der Hyundai Hinterradantrieb. Das verspricht in jedem Beladungszustand eine gute Traktion, könnte aber im Winter eventuell mit Vorsicht zu genießen sein.

Den Durchschnittsverbrauch des H-1 gibt Hyundai mit 8,5 Litern Diesel pro 100 Kilometer an. Beim Federungskomfort kommt manchmal die Nutzfahrzeug-Herkunft des Hyundai ans Licht – die Hinterachse poltert unsanft über kurze Bodenwellen. Übrigens hat der H-1 Scheibenbremsen rundum sowie ESP serienmäßig an Bord, vor allem letzteres ist in dieser Fahrzeugklasse keineswegs selbstverständlich.

Details zu Ausstattung und Preisen der Kombi-Version will Hyundai noch bekannt geben. Der Transporter (2.5 CRDi, 170 PS) kostet netto jedenfalls 20.290 Euro. Ein VW Transporter 2.5 TDI (174 PS) ist netto dagegen erst ab 26.670 Euro zu haben. Auch die Kombi-Version des H-1 dürfte also erheblich günstiger ausfallen als der VW T5 Multivan.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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