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Neuvorstellung: Nissan Leaf: Familien-Stromer

Nissan will 2010 in Japan, den USA und später auch in Europa ein familientaugliches Elektroauto mit 160 Kilometern Reichweite auf den Markt bringen. Den Erfolg der Stromer macht der Autobauer allerdings von einigen Bedingungen abhängig.

Die Zukunft kann manchmal ganz gewöhnlich aussehen. Der Nissan Leaf wirkt wie eine Facelift-Version des Nissan Note oder Tiida, hat fünf Sitzplätze, schicke LED-Scheinwerfer und einen normalen Kofferraum. Auf den ersten Blick fällt nur die ungewöhnlich große Tankklappe ins Auge. Dahinter verbirgt sich kein Einfüllstutzen für Benzin, sondern eine Steckdose. Der Nissan Leaf (das englische Wort für Blatt) ist das erste rein elektrisch angetriebene Mittelklassefahrzeug der Japaner, das in die Massenproduktion gehen soll.

"Wir haben unermüdlich gearbeitet, um diesen Tag wahr werden zu lassen. Wir präsentieren nun ein Auto, das nicht nur reduzierte, sondern null Emissionen verursacht", sagte Nissan-Chef Carlos Ghosn voller Stolz bei der Präsentation des Wagens in Yokohama.

Das ist zwar nur die halbe Wahrheit – bei der Produktion des Fahrzeugs und des zum Betrieb nötigen Stroms fallen schließlich auch Emissionen an – doch Nissan verspricht ein voll alltagstaugliches Elektroauto mit fünf Sitzplätzen und einer Reichweite von 160 Kilometern. Den Antrieb übernimmt ein 80 Kilowatt starker Elektromotor, der ein Drehmoment von 280 Newtonmetern bereitstellt.

Der Motor wird von einem vierteiligen Paket aus Lithium-Ionen-Akkus gespeist, das mehr als 90 Kilowatt an elektrischer Energie liefert. Der Leaf soll rund 10 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h benötigen und etwa 140 km/h schnell sein.

Acht Stunden an der Steckdose

An einer Haushaltssteckdose dauert der Ladevorgang laut Nissan acht Stunden. Mit einem Hochleistungs-Ladegerät könne der Akku aber auch in rund 30 Minuten bis zu 80 Prozent geladen werden.

Der Leaf soll über ein System namens "Connected Mobility" verfügen. Das Fahrzeug kann damit rund um die Uhr Kontakt zu einer Zentrale aufnehmen, die den Fahrer mit Informationen versorgt und technische Unterstützung liefert. Ein Überblick über alle öffentlichen Ladestation in Reichweite soll dafür sorgen, dass den Leaf-Piloten nicht der Saft ausgeht. Wenn das Fahrzeug steht, können bestimmte Funktionen wie der Ladevorgang oder die Klimatisierung per Mobiltelefon ferngesteuert werden.

In Europa wird der wichtigste Konkurrent des Nissan Leaf wohl der Opel Ampera werden, dessen Markteinführung ab 2011 geplant ist. Auch der Opel fährt rein elektrisch, kann aber nur rund 60 Kilometer mit gespeicherter Batterieenergie fahren. Dann springt ein Verbrennungsmotor als Stromgenerator ein. Mit diesem Konzept liegt der lokale Schadstoff- und CO2-Ausstoß ab dem 60. Kilometer zwar nicht mehr bei Null, die Gesamtreichweite erhöht sich aber auf mehrere hundert Kilometer. Zudem wäre der Ampera nicht unbedingt von öffentlichen Ladestationen abhängig.

Staatliche Anreize und Subventionen

Der Nissan Leaf soll zwar schon Ende 2010 anrollen, zunächst aber nicht für jedermann zu kaufen sein. Zuerst werden Flottenkunden den Wagen in Japan und den USA leasen können. Japan und die USA gehören neben England und Portugal zu den Ländern, die sich am Zero Emissions-Programm beteiligen, das die Renault-Nissan-Allianz ins Leben gerufen hat.

Privatkunden werden den Leaf erst später kaufen können. Nissan spricht in einer Pressemitteilung von einem "bezahlbaren Preis", der sich im Bereich eines "gut ausgestatteten Autos im C-Segment" bewegen soll. Das würde eine Summe irgendwo zwischen 20.000 und 30.000 Euro nahe legen.

Nissan sieht im Leaf nicht die allein selig machende Lösung, sondern betont, dass der Verbrennungsmotor noch für einige Jahrzehnte eine tragende Rolle im globalen Verkehr spielen werde. Die Japaner gehen aber davon aus, dass der Anteil der Elektrofahrzeuge am Neuwagenmarkt stetig zunehmen wird.

Den Erfolg der Elektroauto-Offensive knüpft Nissan-Chef Ghosn unter anderem an Anreize und Subventionen einzelner Kommunen sowie regionaler und nationaler Regierungen. Im Gegenzug will der Autobauer verstärkt in Ländern investieren, die die Weichen in Richtung einer elektrischen Zukunft stellen. Die Produktion des Leaf startet in Japan, später könnte eine Fabrik in den USA dazu kommen. Die Lithium-Ionen-Batterien werden ebenfalls in Japan gefertigt, Nissan plant aber weitere Produktionsstätten in den USA, England und Portugal.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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