HOME

Neuvorstellung: Quattroporte Sport GT S: Edel-Espresso

Maserati schickt nach dem Gran Turismo nun auch den Quattroporte ins Fitness-Studio. Als Sport GT S hat die luxuriöse Familienkutsche kaum mehr Leistung, aber ein schnelleres Schaltprogramm - und mehr Sound.

In Modena verfolgt man aufmerksam, was sich nördlich der Alpen tut. Als BMW seinen CS still und heimlich aufs Abstellgleis schob, dürften sich die Herren in der Maserati-Zentrale ein zufriedenes Grinsen nicht verkniffen haben. Doch der Blick nach Zuffenhausen verheißt neue Konkurrenz: Porsches Panamera soll im kommenden Spätsommer eine neue Ära der Firmengeschichte einläuten und wird zum ersten Mal eine klassische Dreizack-Domäne unter Beschuss nehmen - die der viertürigen Luxussportler. Sozusagen als Präventivschlag stellt Maserati im Januar auf der Detroiter Automesse eine Sportversion des Quattroporte vor.

Eine wirkliche Überraschung ist der Quattroporte Sport GT S nicht, denn es gibt ja schon das Coupé Gran Turismo S. In beiden Modellen arbeitet der auf 4,7 Liter Hubraum gewachsene V8-Motor mit 323 kW/440 PS, das sind bescheidene 10 Pferdchen mehr als beim Quattroporte S. Das maximale Drehmoment von 490 Newtonmetern liegt bei 4.750 Touren an. Für den Leistungsgewinn zeichnet die Sportabgasanlage verantwortlich, die den Abgasgegendruck reduziert. Zusätzlich bekommt der Sport GT S straffer abgestimmte Stoßdämpfer sowie eine tiefergelegte Karosserie.

Von außen hebt sich das Top-Modell der Reihe durch Dinge wie einen schwarzen Grill mit konkaven vertikalen Streben, schwarz hinterlegte Scheinwerfer, schwarze Türeinfassungen mit ebensolchen Türgriffen oder die beiden schwarz eloxierten Endrohre ab. Der Italiener schmiegt sich vorne 10 Millimeter und an der Hinterachse 25 Millimeter näher an den Asphalt. Damit und durch die Übermacht an schwarzen Akzenten wirkt der Sport GT S eine Spur grimmiger als der normale S. Die Gewichtsverteilung des Wagens lautet 49 Prozent vorn zu 51 Prozent hinten. Im Interieur gibt es unter anderem neue Sitze mit perforiertem Alcantara und Leder.

Grollen in der Häuserschlucht

Das Sechsgang-Automatikgetriebe ist mit einem agileren Schaltprogramm ausgerüstet. Im manuellen Modus hilft eine spezielle Drehzahlanzeige dem Fahrer, den besten Schaltpunkt zu finden – gewechselt werden die Gänge mit Schaltwippen am Lenkrad. Im Auto Sport-Modus können auch ungeübte Piloten einen stehenden Start ohne durchdrehende Räder hinlegen, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h reduziert sich von 5,3 auf 5,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des Sport GT S ist bei 285 km/h erreicht.

Die überarbeitete Auspuffanlage konnte man bereits im Coupé Gran Turismo S in Aktion erleben. Im Sport-Modus werden Klappen in der Nähe der Endrohre pneumatisch verstellt. Damit geht der vorher gereinigte Abgasstrom nicht den zur maximalen Schalldämpfung nötigen verschlungenen Umweg, sondern wird auf direktem Wege nach außen geleitet. Das erzeugt ein tiefes Grollen, das in engen Häuserschluchten ein kraftvolles Echo produziert. Auf Knopfdruck reduziert sich das Grollen binnen weniger Sekunden wieder auf den gewohnten Sound. Man darf erwarten, das der Quattroporte Sport GT S einen ähnlichen akustischen Auftritt hinlegen wird.

Den Preis des neuen Modells hat Maserati noch nicht verraten. Ein normaler Quattroporte kostet 114.320 Euro, der Quattroporte S steht mit 123.350 Euro in der Liste.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.