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Suzuki Splash: Spritziger Liebhaber

Kleinwagen müssen sich nicht mehr verstecken. Der Suzuki Splash ist alles andere als ein Notbehelf. Er wirkt frisch und charmant, den Einstiegspreis von unter 10.000 Euro darf man allerdings nicht allzu wörtlich nehmen.

Von Gernot Kramper

Opel bringt den Nachfolger des erfolgreichen Micro-Vans Agila auf den Markt. Dabei ist es der neue Agila nur eine Kopie. Das "Original" heißt Splash und kommt von Suzuki. Im Suzuki-Werk in Ungarn laufen die praktisch baugleichen Zwillinge vom Band. Schon der Name "Splash" zeigt, dass der neuen Fünftürer deutlich frischer rüberkommen möchte als sein Vorgänger die sachliche Schachtel "Wagon R". Jung, frisch, großstädtisch sollen die Kunden sein und vor allem sehr weiblich. Für den passionierten Möchtegern-Rallyefahrer hat Suzuki mit dem Swift ja ein fast ebenso großes und teures Modell am Start.

Flott und hübsch

Auf den ersten Blick spricht der Splash an. Kindchen-Augen, ein aussagekräftiger Grill und die dominanten Heckleuchten machen ihn zu einem vollwertigen Fahrzeug und zu weit mehr als einem Notbehelf. Das Innendekor wirkt so frisch wie der Name. In der Preisklasse kann man nicht die edelsten Materialen erwarten und aufs Ganze gesehen enttäuscht der Splash nicht. Wirklich schlimm ist die Gummitülle, in der Ganghebel steckt und die Armauflagen an den Türen wünschte man sich etwas wertiger. Dafür knackt und knarrt es überhaupt nicht und die Sitze bieten bequemen Halt.

Lieber mit Benziner

In Bewegung macht der Splash erstaunlich viel Freude, die Lenkung arbeitet genau, die Schaltung ebenfalls. Unter den Motoren sollte man sich den neuen 1,2-Liter-Benziner mit 86 PS genau anschauen. Zwar macht er aus dem Spash objektiv gesehen keinen Sportler, aber bei so einem Wägelchen zählt eben auch die "gefühlte" Sportlichkeit. Der 75 PS starke Diesel stammt aus einer Fiat-Lizenz und wird von Suzuki in Indien produziert. Er hat zwar mehr Kraft und konsumiert weniger, 2000 Euro Mehrkosten werden mit einem Kleinwagen aber nur selten wieder herein gefahren.

Kleiner Lockvogel

Mit den Preisen ist es nicht so einfach. Die Einsteigerversion "Classic" zum Kampfpreis von unter 10.000 Euro sollte der Interessent schnell vergessen. Hier mangelt es an Seitenairbags, ESP und eine Klimaanlage fehlt ebenfalls. Als "Classic" gibt es den Spash nur mit dem 65 PS starken 1,0-Liter-Motor. Für die Stadt wäre das Motörchen noch zu akzeptieren, aber es gibt dann leider weder ESP noch Vorhangairbags oder eine Klimaanlage. Mit diesen "Extras" kommt der Splash mindestens auf 12.200 Euro.

Kinderchen kommet

Fünf Sitze und das Wort Micro-Van sollte man nicht zu wörtlich nehmen. Hinten passen nur drei wirklich kleine Kinder für kurze Distanzen hinein. Der Wagen kann vier Personen transportieren, sollte aber auch nur normales Wochenendgepäck mit dabei sein, wird die Grenze bei drei Insassen liegen. Hier liegt auch der Nachteil des neuen Konzepts. Das schnuckelige Aussehen kostet, obwohl der Wagen in Länge und Breite zulegte, am Ende Rauminhalt. Und was nützt die ganze Variabilität des Innenraums, wenn der Kofferraum keine 180 Liter fasst? Nennenswerte Transportleistungen lassen sich mit umgeklappter Rückbank erreichen, dann lassen sich bis zu 1.000 Liter Gepäck verstauen, aber die Kinder müssen zu Fuß gehen.

Nimm den Frischling

Der Splash zeigt einmal mehr, wie schnell sich die Wagen unterhalb der Polo-Klasse emanzipieren. Ob Mazda 2, Fiat 500 oder nun der Splash: Für alle die nicht Hunderte von Kilometer abspulen, die nicht regelmäßig als Transporteur unterwegs sind und bei denen es durchaus auf ein paar tausend Euro mehr oder weniger ankommt, finden sich vollwertige und interessante Wagen im Programm. Aber wenn es schon ein Schwestermodell eines Autogiganten gibt, warum sollte man dann zum Suzuki-Modell greifen?

Suzuki rechnet für das eigene Modell einen kleinen Preisvorteil heraus. Wichtiger erscheint das Image von Opel. Menschen mit akademischer Bildung erbleichen regelmäßig, bei dem Ansinnen einen Opel zu kaufen. In solchen Kreisen ist Opel eine Art sozialer Krätze. Wer so denkt, wird die kleineren Zulassungszahlen der frischeren Marke Suzuki zu schätzen wissen. Und altgediente Opelianer werden in ihrem Agila sicher nicht enttäuscht von dem Suzuki, der sich hinter dem Opelblitz versteckt.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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