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Technik: Kias Spritspar-Modelle: Korea-Knauser

Schon 2012 könnte der EU-Grenzwert beim CO2-Flottenschnitt 120 Gramm pro Kilometer lauten. Selbst kleine Hersteller müssen deshalb Spritspar-Techniken entwickeln. Kia setzt auf Start-Stopp und Hybrid.

Eigentlich lernt man das ja schon in der Fahrschule: Bei längerem Halt an der Ampel bitte Motor abstellen und Benzin sparen. Doch meistens lässt man es aus Bequemlichkeit sein. Abhilfe schaffen Systeme zur automatischen Motorabschaltung. Bei BMW (1er und 3er) sowie Mercedes (A- und B-Klasse) gibt es bereits Spritsparpakete inklusive Start-Stopp-Technik. Bei Kia stehen Modelle mit Start-Stopp-Technik ab 2009 beim Händler.

Die Kompaktklassekönige Ford, Opel oder VW haben Start-Stopp-Technik bislang nicht zu bieten. Dabei gab es im Volkswagen-Konzern schon Anfang der 80er Jahre Systeme zur Motorabschaltung. Wolfsburg baut beim BlueMotion-Konzept stattdessen auf Gewichtseinsparung, Leichtlaufreifen, verbesserte Aerodynamik oder eine geänderte Getriebeübersetzung. Ford setzt bei Fahrzeugen wie dem Fiesta Econetic aufs gleiche Pferd, ebenso Opel mit seinen Ecoflex-Modellen.

Bei Kia macht der Cee’d ISG mit 1,4-Liter Benzinmotor den Anfang. Das System werde ungefähr 600 Euro Aufpreis kosten, heißt es. Die genauen Zahlen stehen noch nicht fest. Die Koreaner wollen erst antesten, ob die Kunden bereit sind, in der Kompaktklasse für Spritspartechniken mehr Geld auf den Tisch zu legen. Bei BMW und Mercedes kostet die Start-Stopp-Automatik keinen Aufpreis.

Fast unbemerkt

Kias System heißt ISG (Idle Stop & Go). Es schaltet den Motor ab, wenn der Wagen langsamer wird als 4 km/h. Voraussetzung dafür ist, dass die Batterie mindestens 75% ihrer maximalen Ladung zur Verfügung hat. Wenn im Winter der Motor kalt ist und viele Verbraucher wie Licht oder Heizung ihren Stromanteil vom Bordnetz fordern, schaltet die Elektronik das System erst einmal ab. Ähnlich arbeiten auch die Start-Stopp-Systeme anderer Hersteller.

Auf einer ersten Testfahrt im Cee’d ISG mit dem 109 PS starken 1,4-Liter Motor hinterließ das System einen positiven Eindruck. Das automatische An- und Abschalten des Motors geht fast unbemerkt vonstatten und erweist sich im City-Betrieb nicht als störend. Wenn man vor dem Anfahren die Kupplung tritt, springt der Motor wieder an, bevor man den ersten Gang eingelegt hat. Man muss sich allerdings daran gewöhnen, immer kurz vor dem Halten den Ganghebel in den Leerlauf zu bringen und auszukuppeln.

Mit Start-Stopp schluckt der Kia Cee’d laut Herstellerangaben bis zu 15% weniger Benzin. Knapp über fünf Liter Verbrauch und ein CO2-Ausstoß um die 140 Gramm pro Kilometer sollten dann im Durchschnitt drin sein - was für die ehrgeizigen Pläne aus Brüssel allerdings noch längst nicht ausreicht.

Während der kleine Autobauer Kia vielen großen Konkurrenzunternehmen in Sachen Start-Stopp eine Nasenlänge voraus ist, gibt es bei Hybridfahrzeugen noch keinen Termin für die Serienreife. Der Cee’d Hybrid ist mit einem 1,6 Liter großen Benzinmotor und einem 15 Kilowatt starken Elektromotor bestückt. Die Gesamtleistung des Wagens beträgt 140 PS. Der Cee’d ist ein Mild Hybrid, kann also nicht rein elektrisch fahren – der Elektromotor unterstützt nur das Benzinaggregat. Der Verbrauch soll so um immerhin ein Viertel sinken.

EU erhöht den Druck

Bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes ihrer Fahrzeugflotten machen die Autohersteller unterschiedliche Fortschritte. Das britische Internetmagazin Clean Green Cars veröffentlichte vor kurzem eine Statistik, die die CO2-Flottenemissionen im ersten Halbjahr 2008 mit denen im gleichen Zeitraum 2007 vergleicht. Die größten Fortschritte erzielten demnach Jeep (etwa 17% Verbesserung), Subaru (14%) und BMW (11%).

Zu den Verlieren zählten laut Clean Green Cars unter anderem Dodge und Chevrolet – deren Flottenemissionen stiegen sogar an. Bei den absoluten Zahlen des durchschnittlichen CO2-Ausstoßes liegt Fiat als umweltfreundlichste Marke an der Spitze, dicht gefolgt von Mini und Peugeot.

Den von der EU für 2012 geplanten CO2-Grenzwert für PKW von durchschnittlich 120 Gramm pro Kilometer erreicht bislang noch keiner der Hersteller - der aktuelle Durchschnitt liegt EU-weit bei rund 160 Gramm. Dabei sind keineswegs nur deutsche Autobauer die Buhmänner – Ford, Volkswagen und BMW etwa stehen beim durchschnittlichen CO2-Ausstoß ihrer Flotten noch ganz passabel da.

Viele Hersteller müssen sich denn auf Strafzahlungen an Brüssel einstellen. Für den Endkunden heißt das: So manche Autos dürften empfindlich teurer werden.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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