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Toyota bereitet Elektrooffensive vor Von West nach Ost

Toyota Elektro 2022
Toyota Elektro 2022
© press-inform - das Pressebuero
Bei den Hybriden setzte Toyota vor Jahren weltweit Maßstäbe; bei den Elektroantrieben halten sich die Japaner bisher deutlich mehr zurück als die internationale Konkurrenz. Doch im Hintergrund laufen Vorbereitungen für den großen Stromstoß, der bis 2030 vollzogen sein soll.

Denn bis zum Ende des Jahrzehnts investiert Toyota im Rahmen seines globalen Investitionspakets von insgesamt 11,5 Milliarden Euro knapp ein Drittel dieser Summe für eine Batteriefertigung in den Vereinigten Staaten. Mit den lokal gefertigten Akkupaketen sollen bis 2030 zukünftige Hybrid- und Elektroautos der Konzernmarken ausgestattet werden. In Zusammenarbeit mit Toyota Tsusho entsteht unter Führung von Toyota North America eine US-Fertigungsstätte für Batterien, wo ab dem Jahre 2025 produziert werden soll. Der Milliardeninvest schafft lokal 1.750 neue Arbeitsplätze. "Mit unserem Engagement für die Elektrifizierung streben wir langfristige Nachhaltigkeit an - für die Umwelt, für die US-amerikanischen Arbeitsplätze und für die Kunden", erklärt Ted Ogawa, Chief Executive Officer von Toyota Motor North America, "diese Investitionen tragen dazu bei, erschwingliche elektrifizierte Fahrzeuge auf den US-Markt zu bringen, die die CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Gleichzeitig schaffen wir noch mehr Jobs, die mit der Zukunft der Mobilität verbunden sind."

Das neue Unternehmen soll den japanischen Autobauer beim Auf- und Ausbau einer lokalen Lieferkette unterstützen und zur wachsenden Expertise in der Produktion von Lithium-Ionen-Akkus beitragen. In einem ersten Schritt sollen vorwiegend Hybridbatterien gefertigt werden. Für die geplante CO2-Neutralität des Unternehmens bis zum Jahre 2050 sollen die Emissionen von Fahrzeugen und Werken nennenswert reduziert werden. Bisher hat Toyota weltweit bereits mehr als 18,5 Millionen elektrifizierte Fahrzeuge verkauft. Neben den bisherigen Hybrid- und Plug-In-Hybridmodellen soll in den kommenden Jahren eine Flotte von Brennstoffzellen- und Elektrofahrzeugen entstehen. Aus den aktuell 55 elektrifizierten Modellen sollen bis 2025 immerhin 70 Fahrzeuge entstehen; darunter 15 Elektroautos.Bis 2030 strebt Toyota einen weltweiten Absatz von zwei Millionen lokal emissionsfreien Brennstoffzellen- und Elektrofahrzeugen an.

Doch das Elektroengagement ist nicht allein auf die USA beschränkt, denn die Zusammenarbeit mit Suzuki wird deutlich intensiviert. Sollte dies ehemals nur den Bereich der Hybridfahrzeuge umfassen, wurde dies nun um eine gemeinsame Entwicklung von Elektro- und Brennstoffzellen-Fahrzeugen erweitert. Speziell den indischen Massenmarkt will Toyota damit verstärkt in den Fokus nehmen. "Die Entwicklung könnte sich angesichts der von der Regierung angekündigten produktionsgebundenen Anreize im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar möglicherweise auf die Herstellung von Elektrofahrzeugen in Indien konzentrieren", sagt Bakar Sadik Agwan, Senior Automotive Analyst bei Global Data, "ein BEV der Einstiegsklasse, das auf dem Wagon R von Suzuki basiert, wurde ebenfalls mehrfach gesichtet. Da die Regierung das Ziel verfolgt, bis 2030 einen Elektrifizierungsgrad von 30 Prozent bei den Neuwagenverkäufen zu erreichen, bieten sich im indischen EV-Segment sowohl aus Produktions- als auch aus Vertriebssicht erhebliche Chancen."

Toyota und Suzuki arbeiten für den indischen Markt bereits an einem neuen Premium-SUV, der mit Modellen wie dem Hyundai Creta und dem Kia Seltos konkurrieren soll und das erste Suzuki-Produkt sein wird, das von Toyotas Werk in Indien aus auf den Markt gebracht wird. Der Premium-SUV, der 2022 seine Premiere feiern soll, fällt unter den ursprünglich von Toyota angekündigten Zeitplan, eine eigene Version des Suzuki Vitara Brezza herzustellen. "Die globale Allianz hat eine Reihe von Suzuki-Fahrzeugen hervorgebracht, die von Toyota in Indien und den afrikanischen Märkten umbenannt wurden, und ebenso Hybridfahrzeuge von Toyota für Suzuki in Europa", so Bakar Sadik Agwan, "die umgerüsteten Kompaktfahrzeuge verschafften Toyota einen breiteren Marktzugang als die frühere reine SUV-Präsenz in Indien und trugen in diesem Jahr fast 40 Prozent zum Gesamtabsatz von Toyota bei."

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