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Volkswagen BlueMotion: VW macht sich die Umwelt blau

Volkswagen will den Anteil der BlueMotion-Fahrzeuge am VW-Absatz deutlich steigern. Neben reinen Ökomodellen bekommen auch andere, sparsame Modelle ein Ökosiegel verpasst. Selbst eine Version des schweren Geländewagens Touareg wird künftig unter der neuen "Umwelt"-Flagge segeln.

"BlueMotion” (VW), "Bluetec (Mercedes)”, "ecoflex (Opel)”, "ECOnetic (Ford)" und "EfficientDynamics (BMW)”, die Autohersteller haben sich so einiges an Bezeichnungen einfallen lassen, um ihre spritsparenden Varianten der einzelnen Modelle unters Volk zu bringen. Die Verbraucher aber sind einer Studie der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) zufolge davon eher irritiert. Zwar kennen viele die einzelnen Umweltlabels, wissen aber oft nicht, welches nun zu welchem Hersteller gehört.

Die besten Karten hat hier noch Volkswagen. Deren Etikett "BlueMotion" hat bei deutschen Autofahrern den höchsten Bekanntheitsgrad. Immerhin 85 Prozent der mehr als 2300 befragten Teilnehmer gaben an, vom blau benannten "grünen Programm" der Wolfsburger schon gehört oder gelesen zu haben.

Angesichts anhaltend rückläufiger Verkäufe und härterer Umweltgesetzgebung auf den europäischen Märkten wollen sich das nun die Marketing-Strategen der Niedersachsen zu Nutze machen. Künftig werde, so verkündete Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg am Werkstandort Wolfsburg, eine neue, baureihen- und motorenübergreifende Dachmarke für die spritsparenden Modelle geschaffen. Nun werden alle "serienreifen und seriennahen Technologien und Produkte, die Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß signifikant senken" dem Kunden unter dem Label "BlueMotion Technologies" angepriesen. Doch wo "BlueMotion Technologies" draufsteht, ist nicht immer automatisch auch ein grünes Fahrzeug drin. Oft handelt es sich nur um ein besonders sparsames Modell der jeweiligen Baureihe, das durchaus auch CO2-Emissionen von mehr als 120 Gramm haben kann.

Zwar zeigte VW zum Start der neuen Kampagne gleich drei spritsparende Passat-Modelle. Aber auch eine Version des schweren Geländewagens Touareg wird künftig unter dem neuen "Umwelt"-Flagge segeln. Allen "blauen VW" gemein ist künftig, dass sie über neue Spritspartechnologien wie ein Start-Stopp-System, eine Energierückgewinnung beispielsweise beim Bremsen, spezielle Katalysatoren, einen zusätzlichen Elektroantrieb oder speziell getrimmte Motoren, rollwiderstandsarme Reifen und besondere Aerodynamik-Pakete verfügen.

Fuhrparks und Vielfahrer

Da neben beruflichen Fuhrparks auch private Vielfahrer von den Treibstoff-Einsparungen profitieren, stehen diese als Kunden erster Wahl ganz vorne in der Werbung. Für sie gedacht ist beispielsweise der in Wolfsburg erstmals gezeigte Erdgas-Passat EcoFuel mit seinem per Kompressor und Turbo aufgeladenen kleinen 1,4-Liter Motörchen. Das Triebwerk beschleunigt den Mittelklassewagen dennoch problemlos und mit angenehmem Zug (9,7 Sekunden bis 100 km/h) auf bis zu 210 Stundenkilometer. Und all das laut VW bei einem Verbrauch von 4,4 Kilogramm Erdgas, was bei einem derzeitigen Tankstellen-Kilopreis von 92 Cent Treibstoffkosten von rund vier Euro auf 100 Kilometer entspricht. Dabei bleibt die Wolfsburger "Umweltrakete" noch recht sauber: lediglich 119 Gramm (als Kombi sieben Gramm mehr) CO2 werden den Angaben zufolge emittiert. Das Argument vieler Erdgasgegner, das Tankstellennetz sei für eine vernünftige Nutzung immer noch zu klein, fängt VW mit einer theoretischen Reichweite von 900 Kilometern (davon 450 mit Erdgas) auf.

Wem diese Strecke nicht ausreicht, für den hat VW den bereits bekannten Passat BlueMotion neu aufgelegt. Statt eines Pumpe-Diesel-Aggregats tut nun ein zwei Liter großer Common-Rail-TDI seinen Dienst unter der gut gedämmten Motorhaube. Seine 110 PS bescheren dem Wagen einen Verbrauch von 4,9 Liter bei 128 (Kombi 129) Gramm CO2. Aufgerüstet mit einem Start-Stopp-System erreicht er die ab September vorgeschriebenen Grenzwerte der Euro5-Norm. Die Reichweite liegt dank Getriebeverlängerung, reibungsarmer Gelenkwellen und Leichtgewichtsrädern VW zufolge bei 1400 Kilometern.

Der dritte im Passat-Bunde ist zugleich der stärkste: Mit dem Passat BlueTDI bringt VW ein zukunftsorientiertes Auto auf den Markt, das schon jetzt die Schadstoffnorm Euro6 erfüllt. Ein so genannter SCR-Kat (SCR steht für selektive katalytische Verminderung) sorgt für eine Verminderung der Stickoxide auf 80 Milligramm pro Kilometer. Der 143 PS-Wagen verbraucht 5,2 Liter und stößt dabei 137 (Kombi 143) Gramm CO2 aus. Mit dem Auto, so Hackenberg, wolle man auch auf dem US-Markt erfolgreich sein. Die neue Filter-Technologie ist der Anfang einer ganzen Reihe von sparsamen Dieseln, die der neuen Abgasnorm entsprechen.

Ganz weit vorne sieht sich Volkswagen aber auch mit dem ersten Hybrid, den die Wolfsburger bisher zum Fahren zeigten. Noch im Blechkleid des alten schweren SUV Touareg tut derzeit in zwei Prototypen ein im eigenen Hause entwickelter Antriebsstrang seinen Dienst. Der V6-TSI-Motor mit drei Litern Hubraum stellt dem Fahrer 333 PS und ein Drehmoment von 440 Newtonmetern zur Verfügung. Das ist schon ganz ordentlich Schub, und wenn dann noch der 52 PS starke Elektromotor von Bosch beim Beschleunigen eingreift, steigt die Leistung kurzzeitig gar auf 374 PS bei einem Drehmoment von immerhin satten 550 Newtonmetern. So beschleunigt – was auf hybridisch "geboostet" heißt - erreicht der Allradler in 6,8 Sekunden die 100-km/h-Marke. Der Verbrauch des gemeinsam mit Porsche entwickelten Geländewagens, der ab Frühjahr 2010 als Volksschwester des neuen Cayenne auf den Markt kommt, liegt laut VW bei weniger als neun Litern, der CO2-Ausstoß bei 210 Gramm pro Kilometer. Dabei lag die Antriebsstrang-Entwicklung des Hybriden, so wird kolportiert, in Wolfsburg und um das Fahrwerk der beiden bulligen Wagen kümmern sich die Sportwagenexperten aus Stuttgart.

Begriffs-Wirrwarr beim Kunden

Bleibt die Frage, was die anderen Hersteller machen, um ihre Umweltkompetenz öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Der DAT-Umfrage zufolge liegt Opel mit seinem ecoflex-Programm, was die Bekanntheit in der Bevölkerung angeht, mit nur 36 Prozent weit abgeschlagen auf Platz zwei, gefolgt von Renaults eco2 und Skodas Greenline mit jeweils 27 Prozent. Das Ford-Programm ECOnetic ist sogar nur neun Prozent der Befragten geläufig. Und nur die Hälfte (47 Prozent) der Befragten konnte den Begriff EfficientDynamics mit BMW in Verbindung bringen. Auch bei Audi ordnen nur 17 Prozent der Befragten die spritsparenden e-Modelle richtig zu, 35 Prozent dagegen siedeln sie beim Wettbewerber Mercedes-Benz an.

Da darf man auf den Herbst gespannt sein. Dann will Volkswagen eine BlueMotion Technologies-Version seines Megasellers Golf auf den Markt bringen. Der Wagen soll dem Fahrer - so heißt es in Wolfsburg inoffiziell - mit einem 1,6-Liter Motor über 100 PS bei einem CO2-Ausstoß von lediglich 99 Gramm zur Verfügung stellen. So soll, und das ist auch Teil des Wolfsburger Credos der neuen Dachmarke BlueMotion Technologies, trotz sparsamer Wagen der Fahrspaß nicht zu kurz kommen. Dann erst wird sich auch zeigen, ob die neue Strategie aufgeht. Der Anteil der BlueMotion-Fahrzeuge am bisherigen VW-Gesamtabsatz lag bis Ende 2008 lediglich bei zehn Prozent. Um den Anteil zu steigern will Chefentwickler Hackenberg nun das neue Label "kräftig pushen".

Felix Bauer

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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