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VW auf der Auto China 2019 in Shanghai: SUV Mania

Volkswagen setzt in China alles auf die beiden Karten Elektroantrieb und SUV. Die Zahl der Crossover wird bis Ende 2020 verdoppelt und bis 2025 will man mindestens 1,5 Millionen Elektroautos pro Jahr verkaufen.

VW ID. Roomzz 2019

VW ID. Roomzz 2019

Wer sich den abendlichen Volkswagen Aufritt im hochmodernen Exhibition Centre in der Boyuan Road im westlichen Jiading District von Shanghai anschaut, der weiß, wieso es kaum noch einen Hersteller auf die Frankfurter IAA oder den Genfer Salon zieht. Europa ist schlicht eine alte Welt, an der die moderne Autowelt links und rechts vorbeirauscht. Der Aufwand, mit dem die Marke Volkswagen sich im Umfeld der Shanghai Autoshow 2019 präsentiert, raubt einem geradezu den Atem. Wohl gemerkt handelt es sich nicht um den großen Konzernabend, auf dem auch die anderen VW-Marken trommeln dürfen, sondern allein um die Brand SUV Night. Und die zeigt, wohin die Reise der Wolfsburger in den nächsten Jahren gehen soll.

SUV Mania
VW ID. Roomzz 2019

VW ID. Roomzz 2019

Noch vor zwei Jahren hatte Volkswagen, mit einem Marktanteil von 14 Prozent unangefochtener Marktführer in China, gerade einmal zwei SUV auf dem lokalen Markt. Mittlerweile sind es mit Modellen wie Tiguan L, Touareg, Tharu, Tayron oder Teramont mehr als eine Handvoll und bis Ende kommenden Jahres soll sich die Zahl auf zwölf Modelle verdoppeln. Auch bei den Chinesen geht es längst nicht mehr allein um Limousinen, die sich seit Jahrzehnten einer gigantischen Nachfrage erfreuten. Längst dreht sich auch in den Millionenagglomerationen zwischen Peking, Shanghai und Chengdu das meiste um die weltweit allgegenwärtigen Crossover. "Derzeit haben wir in China einen SUV-Verkaufsanteil von 20 Prozent", so VW-Konzernvorstandsvorsitzender Herbert Diess, "bis 2025 soll dieser auf 50 Prozent steigen. Das ermöglichen unsere zahlreichen neuen Modelle. Ein gewaltiges Potenzial."

Einen imposanten Vorgeschmack gab es darauf bereits beim gigantischen SUV-Abend auf einer gigantischen 270-Grad-Bühne zu bestaunen. Das SUV-Portfolio beginnt beim kleinen T-Cross, der wie die meisten anderen Modelle in China einen verlängerten Radstand hat und endet bei mächtigen Modellen wie dem Teramont X, einem Coupéableger des siebensitzigen Teramont, der in den USA als VW Atlas ebenfalls überaus erfolgreich unterwegs ist. Doch beim knapp fünf Meter langen Trendmodell Teramont X soll es nicht bleiben. Volkswagen will auch in dem größten Automarkt der Welt mehr Emotionen auf die Straße bringen. So wird es in der SUV-Mittelklasse ein zweites Coupé auf Basis des Tiguan geben. Weitere Modelle in den Klassen darunter? Nicht ausgeschlossen! VW-Marketingvorstand Jürgen Stackmann: "Die Kunden werden unseren neuen VW T-Cross lieben. Ein echtes Weltauto. Mit seinem Design soll er hier in China insbesondere jüngere Kunden ansprechen." Sagt\'s und küsst zum Ende seiner kurzen Präsentation den rechten Kotflügel.

Eine Mischung aus SUV und Van ist die seriennahe Studie des VW SMV, der im kommenden Jahr neben Touareg, Teramont und Teramont X das obere Ende der Volkswagen-Portfolios abbilden soll. Auffällig sind nicht nur die markigen LED-Lichtmodule an Front und Heck, sondern auch an den Gepäckleisten auf dem Dach. "Licht ist das neue Chrom", unterstreicht VW-Chefdesigner Klaus Bischoff. Neu vorgestellt wurde auf der SUV-Nacht auch der ID. Roomzz, der ab 2022 das Topmodell der elektrischen ID.-Familie bilden soll. Während die 4,91 Meter lange Studie in Shanghai noch mit vier Einzelsitzen unterwegs ist, wird das 225 kW / 306 PS starke Serienmodell Ende 2021 mit sieben Sitzplätzen auf den Markt kommen. Die Reichweite mit einer Akkufüllung: 450 Kilometer.

Überhaupt sind die Elektromodelle der zweite heiße Trend im Hause Volkswagen. "Den Anfang machen bei uns die elektrischen MQB-Modelle wie Golf, Bora oder Lavida", sagt Herbert Diess, "und danach folgt ab 2020 unsere neue ID.-Familie wie hier mit dem hier gezeigten ID. Roomzz." Das auf der aktuellen Lavida-Generation basierende Elektromodell verfügt über eine Reichweite von 278 Kilometern. Mitte des Jahres soll der Verkauf zusammen mit e-Golf und e-Bora starten. Die elektrischen Varianten werden von VWs Joint Venture FAW Group gebaut, während der elektrische Lavida von SAIC Motor Corp. montiert wird. Derzeit laufen die Gespräche mit dem dritten VW-Partner JAC, mit dem Seat eine Rückkehr nach China feiern soll. Vorrangig soll es auch hier um Elektromodell auf MEB-Plattform gehen. Volkswagen blickt mehr denn je nach China. Rund die Hälfte der 20.000 Volkswagen-Entwickler arbeitet an Projekten für das Reich der Mitte. Bis 2025 will Volkswagen pro Jahr mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf den Markt bringen. Damit wäre jedes dritte VW-Modell ein Elektroauto.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.