HOME

Fuore BlackJag: Zur Sache, Kätzchen

Nicht erst seit dem Erfolg der Familien Pininfarina und Giugiaro tun Autobauer gut daran, sich ab und an von außenstehenden Designern inspirieren zu lassen.

Nicht erst seit dem Erfolg der Familien Pininfarina und Giugiaro tun Autobauer gut daran, sich ab und an von außenstehenden Designern inspirieren zu lassen. Die spanische Design-Schmiede Fuore zeigt auf dem Genfer Autosalon mit dem BlackJag, wie ein zukünftiger Supersportwagen von Jaguar aussehen könnte.

Technische Daten

Motor

V10

Hubraum

Sieben Liter

Leistung

640 PS

Länge/Breite/Höhe

4.550/1.980/1.210 Millimeter

Leergewicht

1.350 Kilogramm

0-100 km/h

3,8 Sekunden

Höchstgeschw.

340 km/h

Spanisch-Österreichische Kreativschmiede

Treibende Kraft hinter den kreativen Südeuropäern ist Erwin Himmel, ein umtriebiger Österreicher, der nach Jahren in festen Diensten von verschiedenen Autobauern (VW, Audi) nun mit Fuore-Design eigene Wege geht. Eigen, weil extremer, mutiger und vor allem auch freier, als es die hauseigenen Designer können.

Der zweite Fuore-Jaguar

Die englischen Traditionalisten von Jaguar hat sich Himmel mit dem BlackJag schon zum zweiten Mal vorgenommen. Auf der Barcelona-Motorshow im letzten Jahr stand Himmels Raubkatze unter dem Namen XF 10 auf dem Messestand. Ein brachialer und überaus bösartiger Rennhobel für alle, denen ein bretthartes Sportfahrwerk noch zu schwammig ist.

Dezenter Supersportler

Für den Genfer Autosalon haben die Fuore-Designer das Design des XF 10 weiterentwickelt. Der Zweisitzer wirkt jetzt dezenter, bekam elegantere Lufteinlässe in den vorderen Stoßfänger geschnitzt. Am Heck zieren nun dreieckige Auspuffrohre den hohen Hintern. Aus dem fiesen Straßentiger ist eine elegante Großkatze geworden.

Tempo 340

Elegant, aber alles andere als zahnlos. Hinter den beiden roten Ledersitzen bollert ein imposanter Zehnzylinder, der 640 PS aus gut sieben Litern Hubraum quetscht. Bei einem Gewicht von 1.350 Kilo reicht das für einen Sprint von 0 auf 100 Sachen in 3,8 Sekunden. Schluss mit Beschleunigung ist erst bei 340 km/h. Abgeregelt, versteht sich. Die elektronischen Fesseln sollen die Reifen schützen, die auf Dauer einem höheren Tempo nicht gewachsen wären.

Einen schicken Kontrast zur tiefschwarzen Lackierung des Fuore-Jaguars bildet das flächendeckend mit rotem Leder ausgeschlagene Cockpit. Ein Detail, das man ebenso wenig in einem Serien-Jaguar finden wird wie das BlackJag-Design in seinem vollen Ausmaß. Dafür kann sich Jaguar diesmal nicht hinter dem Statement verstecken, dass das Fell des himmelschen Supersportler optisch allzu brachial ausgefallen sei.

Jochen Knecht

Wissenscommunity