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Chevrolet Silverado 5.3 V8: Die schiere Größe

Hybrid, Elektro, Downsizing? So sehr sich die Autowelt in den vergangenen Jahren auch gewandelt hat - in den USA zählt nichts mehr als die wahre Größe. Chevrolet will mit seinem neuen Silverado den Ford F-150 vom Thron stoßen, der seit fast 40 Jahren den Automarkt regiert.

Chevrolet Silverado 5.3 V8 4WD - unterwegs in Las Vegas

Chevrolet Silverado 5.3 V8 4WD - unterwegs in Las Vegas

Nichts verkauft sich zwischen Boston und San Diego besser als die mächtigen Pick Ups, die im Land der unbegrenzten automobilen Möglichkeiten schlicht "Trucks" genannt werden. Pick Ups heißen die in den Augen der US-Boys kleinen Spielzeuge ein oder zwei Klassen darunter wie Toyota Tacoma, Chevrolet Colorado oder Nissan Navara. Doch die echten Kerle klettern mit einem Sprung in die Fahrerkabinen der mächtigen Topliga namens Full Size Trucks. Nachdem Ford mit seinem F-150 im Aluminiumkleid den Markt jüngst zum wiederholten Male in den vergangenen knapp 50 Jahren aufmischte, kontert Chevrolet, unangefochtene Nummer zwei im Segment mit seinem neuen Silverado. Optisch schon durch die Giganto-Front mit viel Chrom und LED-Lichtern ein Volltreffer. Selbst Luxuslimousinen und mächtige Oberklasse-SUV sehen im Vergleich zu dem Alltagsamerikaner aus wie Waisenknaben, die die Kleidung ihrer älteren Brüder auftragen müssen.

Die schiere Größe
Chevrolet Silverado 5.3 V8 4WD - unterwegs in Las Vegas

Chevrolet Silverado 5.3 V8 4WD - unterwegs in Las Vegas

Im Laufe der Jahre wurde aus den großen Pick Ups jenseits des Atlantiks weit mehr als reine Nutzfahrzeuge. Der Kunde hat nicht nur die Wahl zwischen verschiedensten Motorisierungen, sondern kann sich auch seine Fahrerkabine ganz nach den persönlichen Erfordernissen zusammenstellen. Single, Crew oder Double - allein zwischen drei Aufbauten kann der geneigte Pick-Up-Interessent wählen. Die Einzelkabine wird an sich nur von Gewerbetreibenden genutzt, die eine maximale Ladefläche benötigen. Für die private Nutzung mit Komfort und entsprechenden Variationsmöglichkeiten für Freizeit und Alltag ist die Doppelkabine das bessere Paket. Zwar ist das Platzangebot im Fond des 5,84 Meter langen Chevrolet Silverado nicht derart opulent wie auf den Frontsitzen, doch gemessen an europäischen Maßstäben reist es sich trotz der vergleichsweise steil stehenden Rückenlehne schon Dank des Radstandes von 3,64 Metern überaus angenehm. Mit zwei Handgriffen lässt sich die im Verhältnis 40:20:40 teilbare Sitzbank nach oben an die Rückwand klappen und es kann entsprechendes Gepäck verstaut werden. Zahllose Koffer oder Taschen finden dann in der Kabine Platz, während Motorräder, Surfboards oder Quads die Ladefläche bevölkern.

Auf den beiden vorderen Sesseln kennt der Reisekomfort keine Grenzen und bereits nach ein paar Meilen ist nur allzu verständlich, wieso die Amerikaner seit Jahrzehnten derart auf ihre Full Size Trucks stehen. Klar sind sechs Runduhren bei einem mächtigen Pick Up wie dem Silverado etwas viel des Guten und die Verarbeitungsqualität ist nicht auf Premiumniveau. Doch der neue Chevy zeigt eindrucksvoller denn je, dass der Silverado viel mehr als ein reines Nutzfahrzeug ist. Die Ablagemöglichkeiten im Innenraum treiben selbst Schwerlasttruckern auf deutschen Autobahnen die Schweißperlen auf die Stirn. Mächtige Becherhalter, kabellose Ladung für das Mobiltelefon, dazu vier USB-Anschlüsse, sowie zusätzliche Zigarettenanzünder und Stromanschlüsse wie man sie aus dem Haushalt kennt - hier bleiben keine Wünsche offen.

Das gilt auch für den Antrieb. Statt des Basistriebwerks mit einem 285 PS starken 4,3-Liter-V6 entscheiden sich die meisten Kunden für den 5,3 großen V8 mit Allradantrieb, der 261 kW / 355 PS und ein maximales Drehmoment von 519 Nm bei 4.100 U/min leistet. Die serienmäßige Sechsgang-Automatik schaltet bis zu einer Geschwindigkeit von 180 km/h kraftvoll durch und lässt so kaum einen Wunsch nach der optionalen Achtgang-Variante aufkommen, die sonst der Topausstattung LTP vorbehalten bleibt. Trotz des mächtigen Leergewichts ist der V8-Sauger aus Fort Wayne in Indiana mit seinen 2,4 Tonnen Leergewicht jederzeit Herr der Lage. Der bullige Motorsound unter Last ist selbst ohne einen Besuch beim Tuner ein akustischer Lustgewinn, der einen bereitwillig die vier Fenster herunterfahren lässt. Zudem kann der Amerikaner auf seinen Ladefläche 1,1 Tonnen laden und einen fünf Tonnen schweren Anhänger ziehen - noch Fragen? Wem das immer noch nicht reicht, steigt einfach in das Topmodell mit seinem 6,2 Liter großen V8. Muss aber nicht sein, denn der Chevrolet Silverado 5,3 V8 4WD ist eine perfekte Kombination, wenn man kraftvoll unterwegs sein will. Beim Kraftstoffverbrauch macht sich die Zylinderabschaltung zumindest auf längeren Highway-Strecken bemerkbar. Chevrolet verspricht einen Normverbrauch von 16 bis 22 Meilen pro Gallone (3,8 Liter) Kraftstoff und genau bei 18,6 Meilen pendelte sich der Realverbrauch ein. Heißt unter dem Strich 12,6 Liter für einen derartigen Koloss - das ist allemal angemessen und interessiert bei den aktuellen Kraftstoffpreisen in den meisten Staaten (ca. 2,50 Dollar pro 3,8 Liter) sowieso keinen Kunden ernsthaft.

Beim Fahrwerk kann der Chevrolet Silverado dann aber doch nicht verhehlen, dass unter dem mächtigen Blechkleid ein Nutzfahrzeug haust. Gerade im unbeladenen Zustand poltert er über Querfugen und Unebenheiten im Asphalt weg. Die optionalen 20-Zöller sehen zwar klasse aus, sorgen aber für keinen Komfortgewinn. Immerhin macht die Servounterstützung die Lenkung nicht zu leichtgängig und die Nick- / Wankbewegungen halten sich in akzeptablen Grenzen. Ein Pick Up wie der Silverado bietet eben viel - doch alles kann auch er nicht bieten. Das gilt auch für die Bremsen, die gerade bei Wiederholungen an ihre Grenzen kommen.

Ansonsten ist der Silverado technisch mehr denn je auf der Höhe und muss sich so auch gegen den Bestseller Ford F-150 nicht verstecken. Die 47.035 Euro teure Texas-Edition bietet unter anderen LED-Scheinwerfer, WLan-Zugang, OnStar-Concierge-Service, polierte 20 Zöller, Rückfahrkamera Sitzheizung, verchromte Trittbretter, Klimaautomatik, HD- / Satellitenradio und Navigationssystem. Nur optional gibt es allerdings sinnvolle Sicherheitssysteme wie Spurhalteassistent, Einparkautomatik vorne und hinten, automatisches Fernlicht und Auffahrwarnung.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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