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Fahrbericht: Mazda6: Kommoder Cruiser

Mazda hat sein Flaggschiff kräftig überarbeitet. Das Facelift kommt mit erstarkten Motoren, einer markanteren Front und neuem Innenleben.

Mazda6 2018

Mazda6 2018

Groß, schwarz, mit einer dreidimensionalen Anmutung wie Gewebe - der Trend der Automobildesigner beim Kühlergrill ist unverkennbar. Da macht auch Mazda beim Facelift des Mazda6 keine Ausnahme: Die gründlich überarbeitete Front kommt deutlich wuchtiger daher. Die Nebelscheinwerfer, beim Vorgänger wie üblich jeweils ganz unten und ganz außen links und rechts platziert, sind nun in die schmalen Scheinwerferschlitze integriert - die Voll-LED-Lichtwerfer gehören zur auch sonst ziemlich üppigen Serienausstattung.

Kommoder Cruiser
Mazda6 2018

Mazda6 2018

Das Facelift ist umfangreicher ausgefallen als üblich. Der Innenraum etwa wurde komplett neu gestaltet. Die gut einstellbaren und auf Wunsch nun auch belüftbaren Sitze sind breiter und bequemer geworden, ein sieben Zoll großes, virtuelles Display gehört ebenso zur Serienausstattung wie ein gut lesbares und informatives Head-up-Display mit Projektion in die Windschutzscheibe. Der neue Schwung des Armaturenbretts fällt auf, ebenso wie die verwendeten hochwertigen Materialien. Mazda setzt dabei auf Zwei-Farben-Kontrast. Das 8-Zoll-Diplay in der Mitte des Armaturenbretts verfügt über eine gut ablesbare und präzise Navigation und ist nun auch bereit zum Anschluss von Apple und Android Smartphones.

Alle Motoren kommen jetzt mit der Abgasnormen Euro 6d-TEMP. Zur Wahl stehen drei Benzin- (107 kW/145 PS bis 143 kW/194 PS) und zwei Dieselaggregate (110 kW/150 PS und 135 kW/184 PS). Eigentlich reichen alle Motoren, um mit dem 1,7 Tonnen schweren Mazda-Flaggschiff kommod unterwegs zu sein. Er ist nun mal kein Racer, sondern ein Cruiser. Entsprechend sehen allerdings auch die Fahrwerte aus. Selbst der 184-PS-Diesel braucht trotz 445 Nm maximalem Drehmoment noch neun Sekunden, um aus de Stand auf 100 km/h zu beschleunigen. Mitbewerber wie etwa der VW Passat oder der Ford Mondeo sind da - zum Teil deutlich - schneller bei der Sache. Auch die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h ist ok, aber kein Spitzenwert. Den Verbrauch gibt Mazda für die 184-PS-Limousine mit 4,7 Liter auf 100 Kilometer und 133 Gramm CO2 je Kilometer an. Im Alltagsgeschäft kann man den Wert getrost verdoppeln. Immerhin sorgt nun eine SCR-Abgasreinigung zusätzlich für die Reduktion der Stickstoff-Emissionen.

Der Mazda6 ist mehr noch als sein Vorgänger eine komfortable Reiselimousine. Den Geräuschpegel innen haben die Ingenieure noch einmal deutlich abgesenkt - die Bose-Soundanlage ist also kein unnützer Luxus. Die Lenkung ist präzise und nicht zu leichtgängig, die sechsstufigen Automatik arbeitet nahezu unbemerkt und ist perfekt auf die Motorleistung eingestellt. Serienmäßig ist meist eine 6-Gang-Handschaltung. Auf langen Gerade bleibt der Mazda6 ohne viel Lenkkorrekturen in der Spur, um Kurven zirkelt er wie auf Schienen. Die Federung fängt auf Autobahnen jede und auf Landstraßen fast jede Unebenheit ab, noch bevor sie den Sitz geschweige denn die verlängerte Wirbelsäule erreicht. Für das Facelift haben die Techniker die Radaufhängung modifiziert und die Steifigkeit der Karosserie verbessert - merkbar. Und sie haben reichlich sinnvolle Assistenzsysteme in den Mazda6 gepackt, die in der Regel serienmäßig verfügbar sind.

Den Mazda6 gibt es wie gehabt als Limousine und als geräumigen Kombi, beide jeweils zum gleichen Preis. Los geht es für den mit 145 PS etwas schwachbrüstigen Benziner bei 27.590 Euro, der 184 PS starke Diesel kostet in der Automatikversion ab 40.990 Euro. Und das dann in (fast) Komplettausstattung - nur Lederausstattung, Glasschiebedach und Sports-Line Plus-Paket stehen noch in der Aufpreisliste.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.