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Fahrbericht: Peugeot 308 GTi: Familiensport

Peugeot hat dem stärksten 308 ein Facelift spendiert. Die optischen Änderungen halten sich in Grenzen und auch technisch hat sich beim GTi wenig getan. Wozu auch? Das Konzept passt.

Nach wie vor treiben 272 PS den Peugeot 308 GTi an

Nach wie vor treiben 272 PS den Peugeot 308 GTi an

Ob man als Otto Normalautofahrer und Besitzer eines Peugeot 308 GTi seinen flotten Viersitzer jemals wirklich über eine Rennstrecke wie den Ascari Racetrack prügelt, sei einmal dahin gestellt. Aber ein paar Dutzend schnelle Runden über das Renn-Resort im spanischen Andalusien zeigt zumindest, dass man dem sportlichen Franzosen durchaus etwas abverlangen kann. Und am Wochenende tut\'s daheim ja auch die Touristenfahrt auf der Nordschleife. Ganz davon abgesehen, dass flotte Beschleunigung und sichere Kurvenfahrt auch im Alltag ihren Vorteil haben können.

Familiensport
Nach wie vor treiben 272 PS den Peugeot 308 GTi an

Nach wie vor treiben 272 PS den Peugeot 308 GTi an

Peugeot hat seine Antwort auf den VW Golf GTI nun also facegelifteten. Optisch gibt es ein paar Retuschen an Front und Heck, dazu kommen diverse Fahrassistenten - eben weil der 308 GTi mehr auf der Straße denn auf der Rennstrecke unterwegs ist. Für Peugeot ist der kompakte Renner durchaus ein Erfolg. Seit seiner Markteinführung 2015 wurden 6.700 Stück verkauft, allein 3.820 davon vergangenes Jahr in Deutschland. Bei den 308-Limousionen hat der GTi einen Verkaufsanteil von 11%.

Rein technisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich was getan. Nach wie vor liefert der 1,6-Liter-Vierzylinder mit Turbo-Unterstützung 200 kW/272 PS und ein maximales Drehmoment von 330 Nm ab, das ab 1.900 U/min. anliegt. Das reicht denn wie gehabt für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,0 Sekunden. Zum Vergleich: Der VW Golf GTi braucht selbst in der Clubsport-Version 0,3 Sekunden, der Ford Focus ST eine halbe Sekunde länger. Selbst der offizielle Verbrauch des 308 GTi ist mit 6,0 Litern Super auf 100 Kilometer gleich geblieben.

Wenn man den 4.253 mm langen 308 sportlich nutzt, dann kann man für den Basispreis von selbstbewußten 35.350 Euro durchaus seinen Spaß haben. Der Peugeot fetzt flink um die Kurven, die 6-Gang-Handschaltung flutscht präzise durch die Kulisse. Der Federungskomfort ist aber nicht unnötig ruppig eingestellt, so dass man auch längere Strecken gut übersteht.

Das kleine Lenkrad liegt gut in der Hand und hat - wie es sich für einen Renner gehört - eine rote Geradeaus-Markierung am Scheitelpunkt des Volants. Das Kombiinstrument ist wie mittlerweile bei Peugeot üblich in der Sichtlinien oberhalb des Lenkrads angeordnet und zeigt diverse Parameter zur Fahrdynamik, sobald man den "Sport"-Knopf unterhalb des Ganghebels drückt. Im Sportmodus ändert sich zudem die Kennlinie des Gaspedals und die Elektronik kreiert ein kerniges Motorgeräusch. Draußen ist der Sound nicht hörbar - der GTi schnurrt relativ leise an einem vorbei.

Denn eigentlich ist er genauso alltagstaugliche wie seine zahmer daherkommenden Brüder: Platz für vier bis fünf Passagiere, 470 Liter Laderaum, umklappbare Rücksitze, Start-Stop-Automatik, diverse Optionspakete wie Park-, Toterwinkel-, Spurhalte- oder Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner und Verkehrsschilderkennung - auf der Rennstrecke nur unnützes Gewicht, im Straßenalltag allemal hilfreich.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.