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Fahrbericht: Toyota Yaris GRMN: Kraftprötzchen

Toyota will weg vom Langweiler-Image. In der Rallye-WM mischt man schon erfolgreich mit. Jetzt folgt mit einem sportlichen Yaris der nächste Schritt.

Toyota Yaris GRMN

Toyota Yaris GRMN

Das Kürzel ist Programm und klingt wie aus einem japanischen Samurai-Film: GRMN steht für "Gazoo Racing Masters of Nürburgring". Gazoo Racing ist für Toyota das, was die M-GmbH für BMW oder AMG für Mercedes sind: Dort - nichts ist unmöglich - kommen die ganz schnellen und die renntauglichen Toyotas her. Unter Gazoo Racing bündelt Toyota verschiedenen Motorsportaktivitäten wie zum Beispiel die Rallye-Weltmeisterschaft mit dem WRC-Yaris. Entsprechend ist der erste "zivile" Sportler, den das Gazoo-Team nun auf die Straße bringt, auch ein Yaris. Und wie der Name schon sagt, wurde er maßgeblich von einem kleinen Toyota-Team rund um den Nürburgring entwickelt.

Kraftprötzchen
Toyota Yaris GRMN

Toyota Yaris GRMN

Ein Yaris, der sich zumindest äußerlich allenfalls durch ein paar Tuning-Beigaben vom normalen Alltags-Yaris unterscheidet: 3.945 mm lang, 1.695 mm breit und 1.510 mm hoch. Radstand, Laderaum - alles gleich. Optisch sticht der GRMN vor allem durch den üppigen, schwarzen Wabenkühler hervor, eine auffällige Beklebung der Karosserie, durch den heftigen Dachspoiler am Heck, den Diffusor dort und das ovale Endrohr. Passend dazu auch die schwarz lackierten Felgen, durch die weiße Bremssättel durchscheinen.

Unter der Haube haben die Ingenieure allerdings um so mehr Arbeitsstunden investiert. Das Fahrwerk wurde neu ausgelegt, Sachs-Stoßdämpfer sorgen für den Kontakt zur Straße und eine um 60 Prozent härtere Federrate als beim normalen Yaris, Vorder- und Hinterachse wurden komplett überarbeitet. Der GRMN federt etwas straffer, ist aber immer noch komfortabel genug auch für lange Strecken. Irgendwo muss der üppige Preis ja seinen Grund haben, den Toyota für den Yaris GRMN aufruft: satte 30.900 Euro. Dafür bekommt man anderswo schon einen ausgewachsenen VW Golf GTI. Für ihre kompakten Kraftprötzchen gar rechnet die Konkurrenz durchweg deutlich weniger ab. Der VW Polo GTI etwa ist mit ähnlich guten Fahrleistungen schon ab 23.950 Euro zu haben, der Opel Corsa kostet als OPC-Version keine 25.000 Euro. Gerade mal der Mini Cooper JCW liegt auf gleichem Preisniveau wie der Yaris. Die Toyota-Kunden scheint das allerdings nicht sonderlich zu stören: 600 Exemplare vom Yaris GRMN werden im französischen Valenciennes gebaut. 200 davon gehen nach Japan, 400 bleiben in Europa - und praktisch alle sind bereits verkauft. 104 davon in Deutschland.

Innen wirkt der Yaris GRMN dank der komplett schwarzen Möblierung durchaus edel. Das Lederlenkrad aus dem GT86 ist griffig und lässt sich in Tiefe und Neigung verstellen - allerdings nur in engen Maßen. Die beiden Sportsitze vorne bieten auch bei schneller Kurvenfahrt einen ausgezeichneten Seitenhalt. Der GRMN ist mehr noch Zweisitzer als der normale Yaris. Der Durchstieg nach hinten ist ein akrobatischer Akt und anders als bei den Vordersitzen hat sich mit der Ausformung der zweiten Reihe niemand wirklich Mühe gegeben. Angetrieben wird der dreitürige Fronttriebler von einem Vierzylinder mit 1.798 ccm Hubraum, den Toyotas Ingenieure nur mit einiger Mühe und Kompressor statt Turbo in den Motorraum des Kleinwagens gepresst haben. Der gleiche Motor steckt auch in der Lotus Elise. Der Reihenmotor entwickelt bis zu 156 kW/212 PS Leistung. Dass sie sich erst bei 6.800 U/min. voll entfalten zeigt, dass der "Meister des Nürburgrings" gerne voll ausgedreht werden will - der rote Bereich fängt erst bei über 7.000 U/min. an. Auch das maximale Drehmoment von 250 Nm gibt es erst bei 4.800 U/min..

Um so erstaunlicher, dass sich der getunte Yaris im Alltagsverkehr ziemlich schaltfaul bewegen lässt. Das manuelle Sechsgang-Getriebe muss man eigentlich erst so richtig fordern, wenn man den Yaris durch Serpentinen treibt oder am Wochenende über die Nordschleife des Nürburgrings. Die Schaltung selber könnte einen Tick knackiger und etwas präziser sein. So landet man bei all der Hektik gelegentlich im falschen Gang. Die Lenkung ist direkt und präzise, die Bremsanlage (mit vier Kolben vorne) bissig und zupackend. Da ein Kompressor den Motor pusht und kein Turbo, hängt das Aggregat direkt am Gas - wo kein Turbo, da kein Turboloch. Bei so viel wuseligem Ungestüm schluckt der Yaris GRMN nicht gerade wenig: 7,5 Liter Super sind es schon offiziell. Bei angemessener Fahrweise rauschen auch mal bis zu 15 Liter durch die Zylinder. Entsprechend üppig auch der CO2-Ausstoß: 170 g/km sind in dem Segment einsame Spitze.

Am Sound haben Toyotas Ingenieure seit der Vorstellung der ersten Prototypen noch etwas gefeilt. Fünf Dezibel fielen der europäischen Gesetzgebung zum Opfer. Wer es drauf anlegt, der kann die Geräuschkulisse durch das zentral verbaute Auspuffendrohr zwar immer noch in sportliche Höhen jubeln - aber unterm Strich hört sich der Yaris GRMN nun doch ziemlich zivilisiert an. Zum Glück hat Toyota auch auf solche Tricks verzichtet, wie eine künstlich aufgepeppte Soundleitung in den Innenraum zu legen.

Was das Fahrverhalten angeht, hat Toyota durch zahlreiche Modifikationen am Fahrwerk ganze Arbeit geleistet. Die 1.135 Kilogramm leichte Rennsemmel muss mit jedem PS gerade mal etwas mehr als fünf Kilogramm bewegen. Das sorgt zusammen mit den 250 Nm Drehmoment für ein flottes Herausbeschleunigen aus der Kurve. Ein Torsen Differential sorgt mit dafür, dass die Traktion stimmt: Kein Durchdrehen auch auf feuchter Fahrbahn, kein Flattern in den angetriebenen Vorderrädern beim vollen Kick aufs Gaspedal. Laut Datenblatt braucht der Yaris GRMN gerade mal 6,4 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h - das ist fast eine halbe Sekunde schneller als der Opel Corsa OPC und immer noch 0,3 Sekunden schneller als beim neuen VW Polo GTI. In der Höchstgeschwindigkeit liegen Yaris und Corsa mit 230 km/h gleich, der Polo schafft 237 km/h.

Für Toyota ist der Yaris GRMN mehr als nur ein Auto. Der Deckungsbeitrag, den der Flitzer zum Konzernergebnis beisteuern soll, lässt sich nicht nur in Euro oder Yen ausdrücken: Er soll vor allem Pluspunkte fürs bislang wenig emotional geprägte Image der Japaner sammeln. Und das dürfte mit dem "Meister des Nürburgrings" durchaus gelingen.

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