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Fahrbericht: VW Golf 1.5 TSI: Wolfsburger Update

VW hat noch einmal den Golf überarbeitet. Vor allem die Elektronik wurde auf Stand gebracht. Und es gibt einen neuen Benzinmotor.

Volkswagen Golf 1.5 TSI

Volkswagen Golf 1.5 TSI

Volkswagen gibt sich bescheiden wie selten. Zwar ist natürlich vom Golf als dem "erfolgreichsten europäischen Auto" die Rede. Und von der "gigantischen Zahl" von einer Million gebauter Fahrzeuge pro Jahr: "Rein rechnerisch wurde in den letzen vier Jahrzehnten alle 40 Sekunden ein neuer Golf gekauft, gebaut und ausgeliefert." Die neueste Modellpflege allerdings, mit der die Wolfsburger ihren Klassiker bis zur Ablösung durch die dann achte Generation in rund zwei Jahren über die Runden bringen wollen, nennen sie schlicht: "Update".

Wolfsburger Update
Volkswagen Golf 1.5 TSI

Volkswagen Golf 1.5 TSI

Mehr ist es genau genommen auch nicht - aber auch nicht weniger. Rein optisch hat sich kaum etwas getan. An Stoßfängern und Kühlergrill gab es homöopathisch kosmetische Korrekturen. Dazu kommen Pflichtretuschen an den Rückleuchten. Xenonlicht-Scheinwerfer sind Vergangenheit, sie werden in Limousine und Variant durch LED-Scheinwerfer abgelöst. Wahlweise gibt es nun auch für den Golf trapezförmiger Chromblenden für die Abgasanlage.

Die eigentlichen Veränderungen gab es unter der Karosserie: "Wir haben den Golf weiter digitalisiert", sagt Entwicklungsvorstand Frank Welsch.

Wohl wahr. Die Assistenzsysteme wurden durchweg auf den neuesten Stand gebracht, dazu kamen diverse Optionen für eine Vernetzung. Im Stau zum Beispiel fährt der Golf nun dank der Kombination von automatischer Abstandsregelung und aktivem Spurhalteassistenten bis zu 60 km/h teilautonom durch den Stop-and-Go-Verkehr. Der Radarsensoren ist vom unteren Lufteinlass unter das große VW-Logo auf dem oberen Kühlergrill gewandert. "Finden Sie mal ein Emblem, das wie Chrome aussieht und Radarstrahlen trotzdem durchläßt", Welsch kann sich bei dem Golf-Update auch über solche Sachen freuen.

Das Infotainmentsystem "Discover Pro" reagiert nun auf Gestensteuerung und bekam durch die Bank größere Touchscreens. Die wirken wie Tablets und haben auch eine ähnlich hohe Auflösung. Klar, dass sich MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto einbinden lassen. Schön und informativ das digitale Kombiinstrument und seine zahlreichen Einstellmöglichkeiten. Neu sind die Onlinedienste "Guide & Inform" sowie "Security & Service", die über Apps künftig eine Vielzahl von Optionen bieten sollen - nicht nur für das Auto selbst. Möglich soll es zum Beispiel werden, dass sich unterwegs die Haustürkamera meldet und zeigt, wer auf der Matte steht. Ein Druck auf den Golf-Bildschirm öffnet dann gegebenenfalls die Tür. "DoorBird" nennt sich das.

Unterwegs ist man im neuen Golf genauso souverän wie im alten. Sitzt man nicht gerade im GTI, der nun 230 PS hat, ärgert man sich über die zu leicht gängige und schwammige Lenkung genauso, wie man sich über die präzise und knackige Handschaltung freut. Am Platzangebot innen hat sich nichts geändert: vorne üppig, hinten so lala. Der Kofferraum bietet voll bestuhlt 380 Liter, die Türen öffnen weit - der VW-Golf eben.

Neu im Motoren-Angebot ist der 1,5-Liter-TSI. Der Benziner liefert 110 kW/150 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Nm, das ab 1.500 U/min. anliegt. Das sorgt dafür, dass man mit dem TSI sehr schaltfaul unterwegs sein kann und auch im unteren Drehzahlbereich schnell auf Touren kommt. Offiziell brauch er 8,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 - Überholen auf der Landstraße oder das Einfädeln in die Autobahn funktionieren so souverän und stressfreie. Der Vierzylinder läuft rund und ruhig. Dass sich im Teillastbereich immer wieder mal ein Zylinder abschaltet, merkt man allenfalls an der "ECO"-Anzeige im Kombiinstrument. Nach der DIN-Messung soll der TSI mit 5,1 Liter auf 100 Kilometer auskommen - knappe sieben Liter sind da realistischer.

Wenn der überarbeitete Golf im März zu den Händlern rollt, dann steht als Preisschild mindestens 17.850 für das Basismodell davor. Der 1,5-Liter-TSI schlägt allerdings mit mindestens 26.175 Euro zu Buche.

pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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