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Kooperation von BMW und Toyota: Diesel aus Bayern und Akkus aus Japan

Es ist eine Zusammenarbeit der Besten: In die Kooperation der Autogiganten bringt BMW sein Diesel-Know-How ein und Toyota seinen Vorsprung in der Akkutechnik.

Von Frank Janßen, Tokio

Eben war es noch ein Gerücht, das beide Seiten ins Reich der Fabeln verwiesen und nicht kommentieren wollten. Heute traten am Rande der 42. Tokyo Motor Show Topmanager der BMW Group und der Toyota Motor Corporation (TMC) zu einer gemeinsamen Pressekonferenz auf das Podium im Grand Pacific Hotel in der Nähe des Messegeländes. Beide Unternehmen gaben eine Entwicklungspartnerschaft bekannt. Die BMW Group will ab 2014 Diesel-Motoren mit 1,6 sowie 2,0 Liter Hubraum an Toyota Motor Europe (TME) mit Produktionsstandorten in Frankreich, der Türkei und in England liefern. In Brüssel betreibt TME ein Entwicklungszentrum.

Zusammenarbeit zum Spritsparen

Im Gegenzug wollen beide Firmen bei der Entwicklung der nächsten Generation von Lithium-Ionen-Batterien, die in Hybridfahrzeugen und Elektroautos zum Einsatz kommen, eng zusammenarbeiten. Die Verhandlungen hätten im April begonnen, meinte Didier Leroy, CEO von TME und Vorstandsmitglied der TMC. Toyota hat Nachholbedarf beim Thema Diesel – BMW gehört auf diesem Gebiet jedoch zu den Technologieführern; die 2,0-Liter-Motoren des bayrischen Premiumherstellers decken derzeit eine Bandbreite bis 245 PS ab und gelten als extrem effizient. Toyota machte keine Angaben über die Fahrzeugtypen, die mit BMW-Motoren ausgerüstet werden sollen. Der Zeithorizont 2014 könnte bedeuten, dass die nächste Generation des Mittelklassewagens Toyota Avensis, der im englischen Burnaston gebaut wird, mit Dieselmotoren aus Bayern auf den Markt kommen wird.

Toyota wiederum hat bereits jahrzehntelange Erfahrung bei der Forschung und Entwicklung von Batterien für Hybridfahrzeuge und Elektroautos. Die Japaner arbeiten zu diesem Zweck in einem Joint-Venture mit Panasonic zusammen, an dem Toyota mehr als 50 Prozent hält. Panasonic wiederum ist an Sanyo beteiligt, die ebenfalls als führend auf dem Sektor gelten. BMW hat sich kürzlich zur Elektromobilität bekannt und eine eigene Firmensparte dafür gegründet. Dort entstehen ab 2013 das Elektroauto i3 sowie der Plug-in-Hybrid i8, ein Sportwagen.

CO2-Emissionen müssen reduziert werden

Beide Unternehmen betonten in Tokyo, dass sie die CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen weiter drastisch reduzieren wollen. "Es ist wichtig, dass wir die Effizienz der Batterien erhöhen", sagte Klaus Draeger, der Entwicklungschef der BMW Group. Er verspricht sich von Kooperation eine Reduzierung der Kosten sowie eine schnellere Steigerung der Energiedichte von Batterien. Sie ist entscheidend für die Reichweite und damit für die Akzeptanz der Elektromobilität beim Kunden. "Seit der Einführung des ersten Hybridautos von Toyota haben wir 3,4 Millionen Hybridfahrzeuge gebaut und damit 23 Millionen Tonnen an CO2 eingespart", sagte Takeshi Uchiyamada, der Vorstand für Forschung und Entwicklung bei TMC. Uchiyamada gilt als Vater des Prius, des ersten Hybridautos von Toyota. Das Fahrzeug wurde 1996 vorgestellt und ist heute in seiner dritten Generation auf dem Markt. Im kommenden Jahr kommt eine Plug-in-Version des Prius mit Lithium-Ionen-Batterien heraus, die an der Steckdose geladen werden und 25 Kilometer elektrische Reichweite abdecken. Mit einer Tankfüllung Benzin soll die Reichweite bis zu 1000 Kilometer betragen.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.