HOME

Modellpflege BMW 5er: Weniger Verbrauch - mehr Allrad

Die Mercedes E-Klasse hat es vorgemacht und nun zieht der Klassenprimus auch München nach. Zum Sommer bekommt der 5er BMW seine Modellpflege. Optisch recht dünn wird das Erfolgsmodell der bayrischen Oberklasse betont technisch auf den neuesten Stand gebracht.

BMW nennt seine Modellpflegen seit vielen Jahre LCI - Lifecycle-Impuls. Die Überarbeitung des 5er BMW zur Mitte seiner Laufzeit ist optisch diesmal dünner denn je. Wie schon beim großen Bruder 7er BMW, der im vergangenen Sommer aufgefrischt wurde, reicht zweimaliges Hingucken kaum aus. Wer die Neuheiten bemerken will, muss ganz genau hinschauen. Man erkennt neue Lufteinlässe und Scheinwerfer, die auf Wunsch nun auch in LED-Technik erstrahlen sowie ein nur marginal modifiziertes Heck. Xenonlicht ist ab sofort bei allen Modellen serienmäßig. Überraschungen halten sich im Rahmen. Wirklich neue Triebwerke gibt es nicht und auch sonst geht bayrische Liebe zum Detail vor wirklich großen Schritten. Ob das reicht, um die deutlich erstarkte E-Klasse und auch den nächstes Jahr nachlegenden Audi A6 in Schach zu halten, wird sich zeigen. Zum ersten Mal werden beim 5er BMW mit Luxury Line und Modern Line sowie dem M-Sportpaket spezielle Ausstattungslinien eingeführt. Etwas mehr hat sich optisch am wenig erfolgreichen BMW 5er GT getan, der trotz überschaubarer Nachfrage im Modellprogramm bleibt und nun ein vergrößertes Ladevolumen von 500 Litern bekommt.

Mit dem neuen Basismodell 518d will BMW insbesondere Flottenkunden und den erstarrten Markt in Südeuropa locken. Der zwei Liter große Commonrail-Diesel des 518ers entspricht technisch weitgehend dem des BMW 520d, muss sich jedoch mit einer Leistung von 105 kW / 143 PS zufriedengeben. Sein Normverbrauch liegt auf Augenhöhe bei 4,5 Litern Diesel. Alle Modelle verfügen über die Schadstoffeinstufung Euro 6. Neben der serienmäßigen Start-Stopp-Automatik für alle Motor- und Getriebevarianten verfügt der 5er BMW nunmehr über eine Segelfunktion für den Freilauf ohne Ankopplung an den Motor um den Verbrauch weiter zu senken. An Leistung zulegt hat allein der BMW 550i, der auf 450 PS erstarkt neben dem 560 PS starken Sportmodell M5 das Topmodell bleibt. Insgesamt umfasst das Motorenprogramm für BMW 5er Limousine / Touring vier Benzin- und sechs Dieselantriebe. Erwartetes Volumenmodell in Deutschland dürfte der 184 PS starke BMW 520d bleiben, der ab sofort auch als Allradversion xDrive angeboten wird. Souveräner ist man mit den Sechszylinder-Dieseln unterwegs, die in 530d, 535d und M 550d xDrive 258 PS, 313 PS bzw. 381 PS leisten. Bei den Benzinern bleibt es bei den beiden Vierzylindern 520i und 528i mit 184 und 245 PS. Auch hier dürfte der zum Einzelkämpfer gewordene Reihensechszylinder des 535i mit 306 PS eine feste Größe für internationale Märkte sein. Für das Spartenmodell BMW 5er GT stehen zwei Benzin- und drei Dieselmotoren zur Verfügung.

Überarbeitet wurde im Rahmen der Modellpflege ebenfalls das Fahrwerk mit Doppelquerlenker-Vorderachse, Integral-Hinterachse und elektromechanischer Servolenkung. 5er Touring und Gran Turismo verfügen serienmäßig über eine Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung an der Hinterachse. Optional werden jeweils die dynamische Dämpferkontrolle, das Sportfahrwerk sowie die Wankstabilisierung und die Aktivlenkung angeboten. Marktstart für den überarbeiteten 5er BMW ist am 20. Juli. Der Preis für das Basismodell 518d liegt als Limousine bei 39.900 und als Touring bei 42.400 Euro.

Press-Inform / pressinform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.