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Neulich im Auto: Gedanken über den „optimalen Autounfall“

Neulich im Auto der Zukunft. Inspiriert vom Artikel "Lotterie des Sterbens", den Manfred Dworschak für die aktuelle Ausgabe des "Spiegel" geschrieben hat, möchte ich hier über ein spannendes Thema diskutieren, das unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren ziemlich beschäftigen dürfte.

Es geht um selbstfahrende Autos und ihre computergestützten Entscheidungen. Was mir nach dem Lesen des genannten Artikels vor allem in Erinnerung geblieben ist, ist der Begriff des "optimalen Unfalls". Es klingt paradox, aber Ziel der selbstfahrenden Autos wird es sein, Unfälle zu optimieren, das heißt: das Unvermeidbare in halbwegs geregelte Bahnen zu lenken, um möglichst wenig Schaden zu erzeugen.

Hört sich plausibel an. Dennoch ist es mit einer ganzen Reihe von Fragestellungen vor allem ethischer Natur verbunden, wie Manfred Dworschak ausführt. Heruntergebrochen lautet die Frage: Wie wird ein Auto zukünftig programmiert? Welche Variablen soll es im Vorfeld eines sich ereignenden Unfalls in die Kalkulation einberechnen? Etwas konkreter könnte eine Frage lauten: Soll im Falle eines unvermeidbaren Unfalls die ordnungsgemäß auf dem Bürgersteig gehende Oma oder die auf der Straße herumtollenden Kinder (die mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mehr Lebensjahre vor sich haben als die alte Dame) geopfert werden?

Solche Entscheidungen dürften künftig vom Computer und nicht mehr vom (ohnehin in solch einer Situation völlig überforderten) Fahrer getroffen werden. Und die Gesellschaft muss sich Gedanken darüber machen, welche ethischen Grundwerte in eine rational arbeitende Software eingearbeitet werden sollen.

Unfälle – das scheint schon jetzt festzustehen – werden zwar in absoluten Zahlen abnehmen. Aber sie werden sich möglicherweise jeder Logik entziehen, wenn es um die Betroffenen, die Opfer, geht.

Technologie handelt stets nach klaren Vorgaben, in die ethische Überlegungen unter Umständen eingearbeitet werden sollten – und eben nicht nach Gefühl. Eine andere Möglichkeit freilich wäre es, im Falle eines sich ankündigenden Unfalls die Elektronik zurückzufahren und wieder den Fahrer entscheiden zu lassen. In diesem Fall bliebe der Fortschritt aus.

Und was meinen Sie? Wie wird sich die Diskussion entwickeln?

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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