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Probleme mit dem Gaspedal: Toyota ruft Millionen Pkw in Europa zurück

Wegen klemmender Gaspedale holt Toyota bis zu 1,8 Millionen Autos in Europa zurück in die Werkstätten. Von der Aktion sind acht Modelle betroffen, darunter der Bestseller Yaris.

Der Rückruf von Millionen Toyotas hat Europa erreicht: Der japanische Autobauer muss auch hier bis zu 1,8 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit klemmenden Gaspedalen in die Werkstätten holen. Wie viele Wagen in Deutschland betroffen sind, konnte ein Sprecher von Toyota Deutschland am Freitag zunächst nicht sagen. Betroffen sind unterschiedliche Baujahre der Modelle AYGO, iQ, Yaris, Auris, Corolla, Verso, Avensis und RAV4.

   Die Halter betroffener Fahrzeuge in Deutschland bekommen in den nächsten Tagen einen Brief des Kraftfahrtbundesamtes, in dem sie über den Rückruf informiert und gebeten würden, eine Toyota-Werkstatt aufzusuchen. Dort werde das Gaspedal repariert oder ausgetauscht, hieß es.

Das Problem mit den Pedalen entwickelt sich für den weltgrößten Autobauer zu einem außerordentlichen Debakel. In der vergangenen Woche hatte Toyota einräumen müssen, dass in 2,3 Millionen amerikanischen Autos Gaspedale in der durchgetretenen Stellung festhängen bleiben können oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückkehren. Daraufhin stoppte das Unternehmen den Verkauf der betroffenen Modelle in den USA.

Die rund 1,8 Millionen Fahrzeuge in Europa entsprechen rund einem Viertel der Jahresproduktion von Toyota. Seit dem vergangenen Jahr hat der japanische Hersteller immer wieder technische Probleme mit seinen Autos.

Bereits 19 Tote bei Unfallserie in den USA

Infolge des Defekts beim Gaspedal hatte es in den USA bereits zahlreiche Unfälle gegeben. Nach Angaben der Verkehrssicherheitsbehörde starben in den vergangenen zehn Jahren 19 Toyota-Fahrer bei Unfällen aufgrund eines klemmenden Gaspedals.

Toyota behauptet, den Grund für die Probleme mittlerweile gefunden zu haben. Der Konzern arbeite mit dem Zulieferer CTS an einer Lösung, um die Reparatur zügig zu bewerkstelligen. Für Autos, die gerade produziert werden, stünden bereits modifizierte Gaspedale zur Verfügung. CTS wies jegliche Schuld von sich. Die Firma habe das Pedal nicht entwickelt, teilte das Unternehmen mit.

Tipps für den Notfall

Inzwischen hat Toyota die Fahrer seiner Autos und Lkw mit Notfall-Tipps versorgt: Treten beim Fahren Probleme mit dem Gaspedal auf, sollten die Fahrer laut Toyota als erste Reaktion mit beiden Füßen fest auf das Bremspedal treten. Der Fahrer sollte zum Bremsen "stetigen Druck" auf das Bremspedal ausüben, es aber nicht pumpen.

Darüber hinaus empfiehlt der Konzern bei klemmendem Gaspedal während der Fahrt die Automatik-Gangschaltung auf Leerlauf zu schalten, den Wagen am Rand der Straße zu stoppen und den Motor auszuschalten. Sollte es nicht gelingen, die Gangschaltung auf Leerlauf zu schalten, sollte der Fahrer den Motor während der Fahrt abschalten. Das geht entweder mit dem An/Aus-Knopf oder indem der Fahrer den Zündschlüssel herumdreht, aber nicht abzieht, da dies das Lenkrad blockieren würde.

Toyotas einst so glänzendes Image ist im Moment ziemlich angekratzt: Am Mittwoch musste der Autobauer auch noch eine frühere Rückrufaktion auf weitere 1,1 Millionen Fahrzeuge ausweiten. Fußmatten drohen sich derart mit den Pedalen zu verkeilen, dass der Wagen unkontrolliert beschleunigt. Wegen dieses Problems hatte Toyota bereits im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Autos zurückgerufen.

Probleme auch bei anderen Herstellern

Mit technischen Problemen steht Toyota derzeit indes nicht allein da. Auch Konkurrent Honda muss knapp 650.000 Pkw zurückrufen. Bei Fahrzeugen des Konzerns traten Probleme mit den elektrischen Fensterhebern auf, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Betroffen sind die Modelle City und Jazz, das auch unter dem Namen Fit verkauft wird. Die Fensterheber haben bereits mehrfach zu Feuern geführt. Der britischen Zeitung "Times" zufolge hat dies auch schon zu einem Unfall geführt, bei dem in Südafrika ein Kind ums Leben gekommen sei.

Wegen Problemen mit Gaspedalen hat auch der US-Hersteller Ford zum Teil seine Produktion gestoppt. Teile der Nutzfahrzeug-Fertigung in China seien vorübergehend unterbrochen worden, sagte am Donnerstag ein Ford-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Bei Transportern, die ausschließlich für den chinesischen Markt gefertigt würden, seien dieselben Gaspedale verwendet worden, die bei Toyota für Probleme sorgen. Die Produktion werden jetzt untersucht

AFP/AP / AP

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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