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Studie zu Microcars: Die Armada der Zwergenautos

Autos von der Größe eines Smarts sollen der Verkaufsrenner werden. Die Megacities der Zukunft sollen von luxuriösen und emissionsfreien Kleinstwagen befahren werden – natürlich mit Elektroantrieb.

Von Gernot Kramper

Verstopfte Straßen, fehlende Parkplätze und verschmutzte Luft – viele Großstädte kämpfen täglich mit dem Verkehrsinfarkt. Für dieses Problem soll es eine Lösung geben: ganz kleine Autos. Sie sind so klein, dass sie nicht mehr Mini sondern Micro heißen. Schon bis zum Jahr 2013 werden fast 20 völlig neue Modelle dieser Klasse in Europa auf den Markt kommen, prognostiziert die Studie "Strategic Analysis of the European Microcars Market" der Markforscher von Frost & Sullivan.

Echte Megacities entstehen in China, und für diesen Markt sind die Kleinstwagen vor allem gedacht. Aber auch in Europa sollen sie Kunden finden. Zurzeit werden in ganz Europa etwa 12.000 Fahrzeuge dieser Größe im Jahr verkauft. Im Jahr 2017 sollen es bereits 230.000 sein. Das Segment der Microcars würde dann weit stärker wachsen als der übrige Automarkt.

Rahmenbedingungen entscheiden

Aktuelle Microcars wie Smart ForTwo und Toyota IQ sind allerdings keine Verkaufsschlager. Relativ hohe Preise, eingeschränkte Fahrleistungen und wenig Platz schrecken die Käufer ab. Aber nicht die Begeisterung der Kunden soll das rasante Wachstum der Bonsai-Autos in Zukunft antreiben, politische Rahmenbedingungen gelten als Schlüssel zum Erfolg.

Drei Viertel der Winzlinge werden Elektroautos sein, so die Prognose der Studie. Durch das geringere Gewicht und bescheidene Fahrleistungen können die Kleinstwagen am ehesten eine akzeptable Reichweite mit Batterien erreichen. Als E-Microcar würden sie von staatlichen Fördermaßnahmen profitieren. Das können direkte Hilfen beim Kauf sein, aber auch kostenfreie Parkplätze und privilegierte Fahrspuren kommen in Betracht. Zugleich werden immer mehr Städte versuchen, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aus der City zu verdrängen. Wer auf den eigenen Wagen nicht verzichten will, wird daher zum Microcar gedrängt. Die Studie erwartet, dass in Deutschland die meisten Microcars in den Großstädten Berlin, Hamburg, Köln und München und den umgebenden Ballungsräumen zugelassen werden.

Die Autoindustrie verspricht sich eine Verringerung des Flottenverbrauchs durch die Autozwerge. Diese Fahrzeuge sollen als Statussymbol eines schicken und umweltbewussten Lebensstils etabliert werden- luxuriöser Ausstattung inklusive. "Microklein" wird daher nicht "megabillig" bedeuten. Die großen Autohersteller sind bereits auf diesen Trend eingestellt. VW stellt noch in diesem Jahr den UP vor, BMW arbeitet am Megacity-Vehicle und Opel kündigte vor kurzem einen Kleinstwagen an. Mit diesen Microautos ist der Schrumpfprozess noch nicht am Ende: Einen ersten Vorgeschmack bietet der Renault Twizy Z.E. – eine Kreuzung von Motorroller und Auto.

Zweifel am Erfolg

In den Megacities Asiens werden sich die Microcars etablieren, dort ist der Verkehr besonders chaotisch, der öffentliche Nahverkehr nicht ausgebaut und Kunden, die vom Moped umsteigen, werden in einem Microcar immer eine Verbesserung sehen. In den Großstädten Alteuropas fällt die Prognose schwerer. Hier kommt es vor allem darauf, wie gut die Autoindustrie ihre Hausaufgaben in Sachen emissionsfreie Mobilität macht. Microcars haben dann eine Chance, wenn es auf absehbare Zeit keine bezahlbaren, emissionsfreien Autos gibt, die die Leistungen herkömmlicher Pkws bieten. Die neueste Generation des Toyota Prius und der Opel Ampera sprechen dagegen. Außerdem müsste es gelingen, die Gleichsetzung von "klein = billig" im Automarkt zu durchbrechen. Schon heute gibt es neben Smart und IQ andere Autos von der Größe eines Microcars. Toyota Aygo, Dahaitsu Cuore und Chevrolet Matiz gelten als vernünftig, aber keineswegs schick. Und selbst von unten droht preiswerte Konkurrenz: Während vierrädrige Fahrzeuge sich mit der Elektromobilität bislang sehr schwertun, sind Zweiräder viel weiter. Elektroroller und Elektrofahrräder für das emissionsfreie Vorankommen in der City müssen nicht entwickelt werden, sie stehen schon im Laden.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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