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VW Golf VII - Presseschau: Über diesen Golf staunt die Welt

Volkwagen enthüllt den neuen Golf VII, und alle schauen hin. Weltweit haben die wichtigen Autoseiten über den Kompakten berichtet. Das Ergebnis kann die Wolfsburger freuen.

Von Gernot Kramper

Das weltweite Presseecho auf den neuen VW Golf ist übereinstimmend positiv bis euphorisch. Vor allem die Kritik am "langweiligen" Design scheint typisch Deutsch zu sein, im Ausland wird der Kompakte eher als Ikone wahrgenommen.

Das stärkste Interesse in fast allen Artikeln findet die gelungene Kombination von Größenwachstum und Gewichtsreduktion. Dass Volkswagen diesen Spagat mit einer avancierten Stahlkonstruktion ohne den Einsatz von teurem Aluminium oder Carbon hinbekommt, wird staunend zur Kenntnis genommen.

Das markiert einen Dammbruch für die Massenhersteller. Denn mit teuren Edelmaterialen können nur Premiumhersteller das Gewicht ihrer Autos drücken. Dagegen geht so etwas im hart umkämpften Massenmarkt aus Kostengründen nicht.

Wichtige Punkte beim Golf der siebten Generation sind auch die hohe Ausstattungsqualität im Innenraum und die beachtliche Reduktion des Spritverbrauchs.

Der Golf untermauert seinen Ruf

Der "Figaro" aus Frankreich ist vom neuen Golf geradezu entzückt. "Der neue Golf verändert mehr, als es zuerst scheint. Unter seiner Form verbirgt sich eine technologische und industrielle Revolution." Die Ähnlichkeit zu den Vorgängern sei natürlich und gewollt, urteilt das Blatt. Kurz: "Der neue Golf wird seine Freunde nicht enttäuschen." Ähnlich perplex ist "La Tribune": "'Das Auto.' Der Werbeslogan des deutschen Konzerns ist arrogant in seiner Einfachheit, aber er ist gerechtfertigt. Der kompakte Golf ist in der Tat 'Das Auto'."

Im fernen Australien wird der Golf VII bereits 2013 erwartet. Der Autoteil der

"Canberra Times"

widmet dem deutschen Bestseller einen ausführlichen Artikel mit allen Detailinformationen. Bewundert wird die Feinarbeit im Design, die schärfer strukturierter Oberflächen und die scharfe Seitenkante unterhalb der Türgriffe. Die Optik kommt gut an. Auch die User-Kommentare zeigen, dass der Golf in Australien nicht als Biedermann wahrgenommen wird; der erste Kommentar lautet: "Wow, der sieht spannend aus. Die Kiste ist verdammt heiß." So würde man den Golf in Deutschland kaum willkommen heißen.

Zu dröge für die Kult-Serie

Auf der Webseite der britischen Kult-Autoserie "Top Gear" wird dagegen erwartungsgemäß gelästert. "Blickt man auf das Foto vom neuen Golf, glaubt man, Volkswagen hätte jedem Mitarbeiter das Sprichwort, 'wenn etwas nicht kaputt ist, dann repariere es bloß nicht', auf den Unterarm tätowiert." Die subtile Evolution des Golf-Designs kann die schrillen Briten nicht begeistern. Anders dagegen beim Klassiker "Car and Driver" - hier werden die "kosmetischen" Veränderungen positiv wahrgenommen. Der neue Golf sähe frischer und besser und - offenbar ein wichtiger Punkt - vor allem teurer aus. "Der neue Golf macht auf aggressiv, sieht aber immer noch nach gehobener Klasse aus", lautet das Resümee.

Die Seite

"autopista.es"

aus Spanien sieht wie "Top Gear" die Ähnlichkeiten im Design, bewertet sie aber gänzlich anders: "Die Ästhetik des Golfs ist eine Ikone und einer der größten Stärken des Wagens, da sollte man nicht allzu viel ändern. Wie sagt man doch: Wenn etwas gut funktioniert, warum sollte es anders machen?"

Endlich wieder flink und flott

"Motortrend" aus den USA ist mit dem Golf an sich sehr zufrieden, aber nicht mit der US-Politik der Wolfsburger. Die leistungsfähigen Sparmotoren werden hoch gelobt, aber: "Wir Amerikaner kommen wohl nicht in den Genuss dieser effizienten Motoren." Aber zumindest sollten drei verschiedene Motoren in den USA angeboten werden. "Car Connection" aus den USA erwartet Bestwerte im Crashverhalten bedingt durch die neuartige Metallkonstruktion der Fahrgastzelle. Vor allem aber erhofft man sich mehr "German Fahrspaß". Bisher sei der Golf mit jeder Generation schwerer geworden, wird gemosert, und habe dafür eine immer "gereiftere" Fahrweise an den Tag gelegt. Der neue, leichtere Golf könne endlich wieder einen "lebhafteren" Charakter haben.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.