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VW T6 Transporter 2020: Technikinfusion

Nachdem Mercedes vor kurzem seine überarbeitete V-Klasse vorgestellt hat, legt nun Volkswagen mit seinem T6-Transporter nach. Optisch blieb vieles beim Alten, doch die Technikinfusion ist üppiger denn je.

VW T6 Modellpflege 2020 - startet im Herbst

VW T6 Modellpflege 2020 - startet im Herbst

Als Mercedes vor mehr als vier Jahren seine aktuelle V-Klasse vorstellte, war man in Hannover erschüttert. Lange Jahre hatte man die Großraumvans mit dem Stern eher belächelt, denn gefürchtet. Doch nun sah es auf einmal anders aus, denn die Mercedes V-Klasse war besser denn je und stellte den VW T6 Transporter in vielen Kategorien in den Schatten. Jüngst enthüllte Mercedes seine V-Klasse-Modellpflege und die Antwort von VW Nutzfahrzeuge lässt nicht lange auf sich warten. Beim Design selbst hat sich nur wenig getan, doch es gibt überarbeitete Triebwerke, eine Elektrovariante von Tuningspezialist Abt und einen gewaltigen Sprung bei den Assistenzsystemen. Es gibt wie bei Modellpflegen dieser Art üblich eine neue Frontmaske, sowie geänderte Schürzen und Leuchteinheiten. "Der T 6.1 steht mit noch mehr Präsenz auf der Straße. Wir haben jetzt einen sehr großen Lufteinlass, den wir technisch auch wirklich für die modernen Motoren brauchen. Gleichzeitig konnten wir die Breite betonen und einen noch schärferen Blick entwickeln", erläutert Chefdesigners Albert Kirzinger die leichten Veränderungen. Die Querspange aus Scheinwerfern und dem oberen Teil des Kühlergrills wurde schmaler als beim Vorgänger.

Technikinfusion
VW T6 Modellpflege 2020 - startet im Herbst

VW T6 Modellpflege 2020 - startet im Herbst

Beim Antrieb setzt Volkswagen auf bekannte Zweiliter-Diesel, die entsprechend der neuen Abgasvorschriften überarbeitet wurde. Die Basisvariante erstarkte von überschaubaren 62 kW / 84 PS auf nunmehr 66 kW / 90 PS. Darüber rangiert die etwas stärkere 110-PS-Variante. Deutlich standesgemäßer für Gewicht und Dimensionen erscheinen zumindest für Privatkunden die VW T6 2.0 TDI mit 110 kW / 150 PS sowie 146 kW / 199 PS. Während der 150-PS-TDI als erwartetes Volumenmodell mit Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb kombiniert werden kann, bietet beides das fast 200 PS starke Topmodell serienmäßig. Über den Audi-Kooperationspartner Abt aus Kempten wird der VW T6 auch als Elektroversion mit einer Leistung von überschaubaren 82 kW / 112 PS sowie Reichweiten von bis zu 400 Kilometern angeboten. Neu für alle Modelle: eine elektromechanische Lenkung, die auch den Einsatz neuer Fahrerassistenzsysteme ermöglicht.

So bietet der überarbeitete VW T6 mit der internen Bezeichnung 6.1 unter anderem einen serienmäßigen Seitenwindassistent. Auf Wunsch gibt es: Spurhaltesystem, Einpark- und Anhängerautomatik sowie Verkehrszeichenerkennung. Die Serienausstattung des T6-Transporters wurde deutlich aufgewertet. Heinz-Jürgen Löw, Vorstand für Vertrieb und Marketing: "Wir haben die Serienausstattung des Transporters durch elektrische Fensterheber, die Zentralverriegelung, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, neue H7-Scheinwerfer, Innenleuchten in energieeffizienter LED-Technik und ein Radiosystem mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung abgerundet." Trotz Hightech-Nachschlag muss der VW T6 nach seiner Modellpflege daher mit Halogenscheinwerfern und ohne Navigationssystem auskommen. Beides gibt es auch beim T6.1 nur gegen Aufgeld.

Über einige neue Ausstattungsdetails werden sich insbesondere die gewerblichen Kunden freuen. So bietet der neue T6 eine 230-Volt-Steckdose am Fahrersitz oder ein abschließbares Fach in der Doppelsitzbank auf der Beifahrerseite. Neu konzipiert wurde eine Lademöglichkeit für langes Transportgut, das nun bis unter die Beifahrerdoppelsitzbank geschoben werden kann. Dadurch steigt die maximale Laderaumlänge von 2,45 auf 2,80 Meter bzw. von 2,90 auf 3,30 Meter bei der Version mit langem Radstand. Serienmäßig ist der Transporter mit einer separaten Laderaumschließung ausgestattet (für Fahrzeuge mit Trennwand). Dabei kann der Laderaum getrennt vom Fahrerhaus abgeschlossen werden. Fest eingeplant ist ein Kurierpaket mit einer noch robusteren Auslegung für besonders stark beanspruchte Fahrzeugteile wie Generator, Batterie oder Antriebswellen.

Ebenfalls neu gestaltet wurde die Armaturentafel, die nunmehr mit den animierten Instrumenten deutlich moderner als bisher wirkt und sich leicht zum Fahrer neigt. Das Topmodell VW T6 Multivan Highline ist serienmäßig mit dem digitalen 10,25-Zoll-Cockpit ausgestattet, bei dem der Fahrer wie bei den PKW-Modellen zwischen verschiedenen Ansichten wählen kann. Neu auch die beiden Navigationssysteme mit Bildschirmdiagonalen von 8,0 und 9,2 Zoll, die Dank verbauter SIM-Karte nunmehr unter anderem Webradio, Streaming- und neue Online-Services bieten. Marktstart für den VW T6 des Modelljahres 2020 ist im Herbst.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.