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Elektromobilität unter der Lupe: Wie das Elektroauto zum Erfolgsmodell werden kann

Kein Lärm, keine Abgase – gerade in Großstädten wären mehr Elektroautos ein Segen für Mensch und Natur. Nur ein Wunsch, oder doch bald Wirklichkeit?

Elektroauto an der Ladesäule

Elektroauto an der Ladesäule

Elektromobilität kommt in Deutschland nur langsam in Schwung. Die Zielmarke von einer Million verkaufter E-Mobile im Jahr 2020 erscheint unrealistisch. Aktuell liegt der Marktanteil bei lächerlichen 0,03 Prozent. Klingt schlecht – trotzdem gibt es die Chance auf Besserung.

Bis Juni wurden in diesem Jahr gerade 5.216 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, und "39 Prozent davon waren Eigenzulassungen der Hersteller oder Händler", hat der renommierte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen festgestellt. Bei den privaten Kunden erreichen die E-Mobile aktuell einen Marktanteil von überschaubaren 0,03 Prozent. Das klingt nicht sonderlich ermutigend. Nicht mal jedes 300ste Auto fährt elektrisch.


Druck zum Umsteigen fehlt

Neben den bekannten Hindernissen wie mangelnder Reichweite und unzureichender Lade-Infrastruktur hat Dudenhöffer noch eine weitere Hürde entdeckt: "Der konventionelle Treibstoff bewegt sich heute auf dem Preisniveau von 2004, und wir sehen keine Anzeichen, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird. Hinzu kommt der subventioniere Dieselpreis." Dadurch fehle schlicht der Druck zum Umsteigen. Für den Auto-Professor ist allerdings der inzwischen vor allem von den deutschen Premiumherstellern beschrittene Weg der Plugin-Technik ein Irrweg. "Das ist die reine Augenwischerei", erklärte Dudenhöffer auf einer von Nissan organisierten Veranstaltung zum Thema Elektromobilität in Essen.

E-Mobilität fördern

Wie man E-Mobilität gezielt fördern kann, zeigt Hamburg. Dort wird sich in den kommenden Jahren die Zahl der Ladestationen auf rund 600 Säulen verdoppeln. Gleichzeitig soll der öffentliche Nahverkehr elektrifiziert wird. "Vom Jahr 2020 an wird Hamburg nur noch lokal emissionsfreie Busse kaufen, sodass die Stadt zehn Jahre später nur noch derartige Busse nutzen wird", erklärt Peter Lindlahr vom Planungsbüro HySolutions den Kurswechsel an der Elbe. Dazu gehört, dass Elektromobile in der Stadt kostenlos parken dürfen. Die Elektro-Offensive hat außerdem einen olympischen Hintergrund. "Für uns ist die Bewerbung für die Sommerspiele im Jahr 2024 auch ein Treiber für die Umsetzung nachhaltiger Politik."

E-Autos von Abgaben befreit

Auch wenn die Verkaufszahlen momentan niedrig sind, werden künftige Entwicklungen die Elektromobilität fördern. Schon heute wehren sich Städte wie Paris oder London gegen konventionell angetriebene Fahrzeuge und verhängen entsprechende Restriktionen. In London und Oslo zum Beispiel sind Elektromobile von der City-Maut befreit. Straßenverkehr wird sich in Zukunft vor allem in Städten abspielen, denn bis zum Jahr 2025 werden die meisten Menschen in Mega-Städten leben. Mit entsprechenden gesundheitlichen Konsequenzen. Nach einem Bericht der europäischen Umweltagentur sterben in Europa schon jetzt mehrere 100.000 Menschen an den Folgen der Feinstaubbelastung - in Deutschland sind es nach dieser Statistik 47.000 Todesfälle. Angesichts dieser Rahmenbedingungen kommt die konventionelle Mobilität an ihre Grenzen.

Für Nissan gehört die Zukunft auch in Deutschland der Elektromobilität, zumal sich in den kommenden Jahren der Anteil der regenerativen Energieträger im deutschen Strommix deutlich verbessern wird. Mit 185.000 Modellen ist der kompakte Leaf unangefochten das weltweit meistverkaufte Elektromodell, das inzwischen auf vier Kontinenten in 43 Ländern angeboren wird.

"E-Auto zu fahren macht Spaß"

Dass Elektromobilität nicht gleichzeitig Verzicht bedeutet, illustrierte Nissan Europa-Geschäftsführer Thomas Hausch: "Ein E-Auto zu fahren macht Spaß, denn es bietet bereits aus dem Stand die volle Beschleunigung." Neben dem Spaßfaktor sprechen aber auch handfeste Fakten für die Elektromobilität. Dazu gehören die geringeren Kosten für Berufspendler oder Flottenbetreiber. So setzt zum Beispiel die Hildener Großbäckerei Schüren ausschließlich auf Nissan-Elektrotransporter, um morgens die 18 Filialen zu versorgen. Und diese Vorteile werden sich in Zukunft sogar noch verbessern, denn "in den kommenden Jahren werden leistungsstärkere Batterien serienreif, und dank der zugleich größeren Stückzahlen auch preiswerter sein. Dadurch werden die Preise für die Autos sinken. Und parallel dazu wird auch das Ladenetz dichter."

Zugleich sollen das umständliche Laden und vor allem die Abrechnung deutlich verbessert werden, was sich positiv auf die Akzeptanz der Elektromobilität auswirken wird. Die E-Mobile könnten also schon bald aus dem Kriechgang in den Schnellgang schalten.

mid

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.