HOME

Betrugsverdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Telegate

Telegate-Verkäufer versprachen Selbstständigen einen Spitzenplatz bei Ergebnissen der Google-Suche. Viele Kunden fühlen sich getäuscht - und die Telefonauskunft hat eine Menge juristischen Ärger.

Wegen Betrugsverdacht ermittelt die Staatsanwaltschaft Essen gegen die Telegate Media AG. Nach Informationen des stern prüfen die Ermittler laut Oberstaatsanwältin Annette Milk, "ob bei der Akquise falsche Angaben gemacht wurden".

Verkäufer von Telegate ("11880 - Da werden Sie geholfen") hatten Firmenkunden am Telefon versprochen, ihren Eintrag gegen eine Monatsgebühr auf der ersten Seite bei Google zu platzieren, wie Betroffene berichten. Viele fühlen sich nun geprellt, denn auf einen Spitzenplatz sind sie niemals gekommen. Der Wittener Rechtsanwalt Bernd Podlech Trappmann, der rund 75 Firmenkunden im Streit mit Telegate vertritt, sagt gegenüber dem stern: "Hier wird im großen Stil arglistig getäuscht."

Ein Ex-Telegate-Mitarbeiter, der sieben Jahre bei dem Unternehmen gearbeitet hat, sagt dem stern, dass nahezu jeder zweite Kunde den mit Telegate geschlossenen Vertrag wieder kündigen wolle. Das werde von Telegate mit dem Argument abgelehnt, ein Rücktrittsrecht gäbe es für Unternehmen nicht.

Rechtliche Hintergründe zum Fall ...

... lesen Sie im neuen stern.

Rolf-Herbert Peters