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"Colin McRae: Dirt": Ein Klassiker in neuem Glanz

Codemasters hat seinen Rallyeklassiker "Colin McRae" für die modernen Konsolen und PC neu erfunden. Das Ergebnis: ein tolles Rennspiel, das ungeheuer motivierend ist.

Und jetzt: das Wetter. Es wird schön. Meistens jedenfalls. Vielleicht gibt es ein paar geringe Niederschläge, aber sicher keinen Schnee. Schade eigentlich, denn in allen relevanten Rallyespielen der Vergangenheit waren Rennen auf Eis oder verschneiter Piste optische Glanzlichter und fahrerische Herausforderung zugleich. Damit wäre er also genannt, einer der wirklich wenigen Kritikpunkte, die auffallen, nachdem man sich eine Weile lang mit diesem Racer auseinandergesetzt hat. Es ist nicht irgendein Rennspiel, das nun für Xbox 360, Playstation3 und PC erscheint. Es ist eine neue Veröffentlichung aus der "Colin McRae"-Reihe, die zweifellos Geschichte geschrieben hat. Und welch größeres Kompliment könnte man Herstellern von Codemasters machen, als dass es gelungen ist, weiterhin tonangebend in der Historie der Rennspiele zu bleiben.

"Project Gotham Racing 3", "DTM Race Driver 3", zuletzt "Forza Motorsport 2" - es ist nicht mehr wie vor knapp zehn Jahren, als "Colin McRae" locker eine Art Alleinherrschaft auf dem Markt hatte. Die Konkurrenz ist groß. Und gut. Sodass klar war, dass man sich in der neuen Ausgabe für die modernen Konsolen nicht mehr nur auf ein paar Rallye-Läufe in ein paar Ländern beschränken konnte. Gewissermaßen logisch ist es also, dass der traditionelle Titelzusatz "Rallye" diesmal entfiel. Ersetzt wurde er durch das Wort "Dirt", "Schmutz" - und der ist wirklich überall.

Abseits der Straße lauert am meisten Spaß

Meisterschaftsmodus und Einzelrennen gibt es, doch im Mittelpunkt von "Colin McRae: Dirt" steht die klassische Karriere, deren Verlauf äußerst motivierend angelegt ist. Man stellt sich unterschiedlichen Herausforderungen. Darunter sind klassische Rallye-Etappen durch sechs Länder (insgesamt werden acht bereist), Ausscheidungswettfahrten gegen einen Gegner auf engen zweispurigen Strecken oder aber Offroad-Rennen gegen mehrere Gegner. Letztere erweisen sich als die größten Spaßbringer, zumal auch die Künstliche Intelligenz der recht aggressiv, aber keineswegs fehlerfrei agierenden Kontrahenten rundum überzeugen kann.

Vor jeder Fahrt wird einer von fünf Schwierigkeitsgraden gewählt, der nicht nur Auswirkungen auf das Fahrverhalten der Gegner, sondern auch auf die eigene Schadensanfälligkeit und vor allem das zu erzielende Preisgeld hat. Je mehr Geld eingefahren wird, desto mehr neue Fahrzeuge lassen sich erwerben. Für Platzierungen gibt's Punkte, neue Wettbewerbe werden freigeschaltet. Insgesamt stehen 66 davon bereit. Schnell stellt sich das bekannte Syndrom ein: "ein Rennen noch, nur noch eins." "Colin McRae: Dirt" entwickelt bald schon die erhoffte Sogwirkung, noch angetrieben durch den sympathischen deutschen Sprecher, der durch das ziemlich stylish gestaltete Menü führt und auf Wunsch allerlei Tipps und Hinweise gibt.

Neu: Buggys und Trucks

Insgesamt 46 Gefährte stehen in 13 Klassen zur Verfügung. Keineswegs sind das nurmehr Rallye-Wagen, sondern nun auch behäbige Trucks und Buggys. Klar, dass das Fahrverhalten deutlich unterschiedlich ist. Worauf es aber vor allem ankommt, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: üben!

Wer schon früher mit "Colin McRae" seinen Spaß hat, wird sich schnell wieder an die Steuerung gewöhnt haben. Präzise, authentisch, aber empfindlich! Wie gewohnt, meldet sich bei den meisten Rennen der Beifahrer mit genauen Anweisungen zu Kurven und Hindernissen. Relativ niedrig ist dabei die Zahl nerviger Zusatzärgernisse, wie es einst dumm herumliegende Steine waren. Dafür gibt es vermehrt Stellen, an denen es nach einer Unachtsamkeit direkt in den Abgrund geht. Eine gelungene Fahrzeug-Einstellung hilft dabei, in der Spur zu bleiben. Zwingend ist sie aber gerade in den niederen Herausforderungen nicht.

Selbst entwickelte Grafikpower

Auffällig bei all dem: die liebevolle Ausgestaltung einiger Strecken, die sich durch landestypische Merkmale auszeichnen. Bedeutet: Wer durch Deutschland fährt, erkennt das Land problemlos wieder: am Baustil der Häuser, an Landschaften und an Verkehrsschildern. Grafisch befindet sich das Spiel ohnehin auf äußerst hohem Niveau. Zwar wirkt alles dank der brandneuen "Neon-Engine" weich gezeichnet, "schmutzig" eben. Aber gerade in den Details - vom Aufzeichnungsblock des Beifahrers bis hin zum Gestaltung der Fahrzeuge selbst, gefällt das neue "Colin McRae" durchaus. Ein echter Spaßbringer ist das fantasievolle Schadensmodell, dass das Auto an so ziemlicher jeder Stelle heimsuchen kann und auch dafür sorgt, dass die Umgebung - Leitplanken, Schilder, Zäune - in Mitleidenschaft gezogen wird.

Colin McRae: Dirt

Hersteller:

Codemasters

Genre

Rennspiel

Plattform

Xbox 360, PlayStation3, PC

Preis

50 - 60 Euro

Auffällig gut außerdem: der Sound. Vorbei sind die Zeiten eines nervigen Einheitsbreis. Hier klingen Fahrzeuge deutlich unterschiedlich. Motoraussetzer, Kollisionen, Kontakt mit Streckenbegrenzungen - auch akustisch ist der Codemasters-Racer ein wahres Vergnügen.

"Colin McRae: Dirt" ist fürwahr kein einfaches Unterfangen - ein Spiel für Erwachsene, wenn man so will. Doch erlaubt es auch Neueinsteigern durch seine intelligente Spielanlage bald schon erste motivierende Erfolge. Im Internet sind Wettbewerbe mit bis zu 100 Teilnehmern möglich.

Christopher Zallmann/Teleschau / TELESCHAU
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.