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"Top 500" der Supercomputer: "Jugene", der blitzschnell rechnende Zivilist

Der schnellste nicht fürs Militär arbeitende Supercomputer der Welt kommt aus Deutschland. In der aktuellen "Top 500"-Liste schaffte es der nagelneue "Jugene" vom Forschungszentrum Jülich auf Platz zwei - die seit Jahren von demselben Monsterrechner angeführt wird.

Der zweitschnellste Computer der Welt steht in Deutschland. Die erst kürzlich installierte Anlage "Jugene" des Forschungszentrums Jülich belegt in der am Montag veröffentlichten Weltrangliste der schnellsten Supercomputer den zweiten Platz. Mit 167 Billionen Rechenschritten pro Sekunde (Teraflops) ist Jugene nicht nur der schnellste Computer Europas, sondern auch der schnellste zivil genutzte Rechner der Welt. Noch mehr Leistung bietet nur die Anlage BlueGene/L des US-Kernforschungszentrums Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien. Sie belegt mit 478 Billionen Rechenschritten pro Sekunde fast uneinholbar den Spitzenplatz auf der in Reno (US-Staat Nevada) vorgestellten "Top 500"-Liste.

Erstmals in der Geschichte der Liste, die seit 1993 zweimal im Jahr veröffentlicht wird, rangiert ein Computer aus Europa auf dem zweiten Platz. "Mit dem schnellen Rechner sind Forscher in der Zukunft in der Lage, ganz schwierige Probleme im Bereich der Materialwissenschaften, der Biologie, der Plasmawissenschaften anzugehen. Zum Beispiel können Sie die Funktion einer Zelle simulieren", erläuterte der Leiter des Jülicher Supercomputer- Zentrums, Professor Thomas Lippert, im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur DPA. Entsprechende Berechnungen auf einem PC würden tausende von Jahren benötigen. Jugene, der erst im Februar 2008 offiziell in Betrieb gehen wird, ist rechnerisch rund 20.000 Mal schneller als ein durchschnittlicher PC.

Unangefochten an der Spitze

Der Spitzenreiter BlueGene/L ist noch fast dreimal schneller als Jugene. Die IBM-Anlage, die zum siebten Mal in Folge die "Top 500"- Liste anführt, dient unter anderem der Simulation von Atomkernreaktionen. Ebenfalls erstmals in der Geschichte der Liste kommt ein Computer aus Indien unter die Top Ten: Die Supercomputer- Firma Computational Research Laboratories in Pune belegt mit ihrem fast 118 Billionen Rechenschritte pro Sekunde schnellen Hewlett- Packard-System Platz 4. Der in Barcelona in einer alten Kirche installierte MareNostrum, noch im vergangenen Juni Europas schnellster Supercomputer, rangiert auf der aktuellen Weltrangliste mit 63,8 Teraflops auf Platz 13. Der zweitschnellste deutsche Computer, ein SGI-System im Leibniz-Rechenzentrum München, liegt mit 56,5 Teraflops im internationalen Vergleich auf Platz 15.

Der Wettbewerb zwischen Europa, den USA und Japan beim Bau von Supercomputer-Anlagen hat sich in den vergangenen Jahren weiter angeheizt. Sowohl bei Firmen wie etwa Pharma-Unternehmen, als auch bei wissenschaftlichen Forschungseinrichtung wächst der Bedarf an Höchstleistungsrechnern rasant. Für die Entwicklung neuer Medikamente, die Erbgut-Forschung oder die Berechnungen des Klimawandels sind die leistungsfähigen Rechenanlagen inzwischen unverzichtbar. Derzeit übertreffe der Bedarf die verfügbaren Ressourcen in Europa um den Faktor drei, sagte Victor Alesandrini, Direktor des europäischen Supercomputer-Konsortiums DEISA.

Top Ten der Supercomputer

RangLandInstitutComputerTFlopsHersteller
1USALawrence Livermore National LaboratoryBlueGene/L478.200IBM
2Jülich/DForschungszentrum JülichJugene BlueGene/P167.300IBM
3USASGI Computing Application CenterSGI Altix ICE 8200126.900SGI
4IndienComputational Research Laboratories, TATA SONSCluster Plattform 3000117.900Hewlett-Packard
5SchwedenRegierungCluster Plattform 3000102.800Hewlett-Packard
6USASandia National LaboratoriesRed Storm102.200Cray
7USAOak Ridge National LaboratoryJaguar Cray XT4/XT3101.700Cray
8USAIBM Thomas J. Watson Research CenterBGW91.290IBM
9USANational Energy Research Scientific Computing CenterFranklin Cray XT485.368Cray
10USANew York Center for Computational SciencesNew York Blue82.161

Europa holt auf

Noch immer sind die USA nach Angaben der Herausgeber der "Top 500" mit 284 der gelisteten 500 Systeme in klarer Führung bei der Nutzung von Supercomputern. Europa holt allerdings weiter auf. Mit insgesamt 149 Systemen (zuvor 127) ist Europas Nutzungsanteil erneut deutlich größer als etwa der aus Asien, die mit 59 Systemen vertreten sind, 14 weniger als in der Liste vom vergangenen Juni.

In der aktuellen "Top 500"-Liste hat sich IBM die Führungsposition unter den Computerbauern wieder zurückerobert. Das amerikanische IT- Unternehmen steuerte mit 232 Systemen 46,4 Prozent aller gelisteten Anlagen bei, gefolgt von Hewlett-Packard mit 33,2 Prozent und 166 Systemen. Die vorherrschende Chip-Architektur sind inzwischen Mehrkern-Prozessoren. Hier führt der Chiphersteller-Intel, dessen Prozessoren in insgesamt 289 Systemen und damit in 57,8 Prozent aller gelisteten Computer verbaut sind. An zweiter Stelle folgt AMD und dessen Opteron-Prozessor-Familie mit 78 Systemen (15,6 Prozent), noch vor IBMs Power-Prozessoren (61 Systeme, 12,2 Prozent).

DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.