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Gerüchte um Apple: Lifting für das Macbook

Einen Monat vor der größten Apple-Entwicklermesse brodelt die Gerüchteküche: Die Rede ist von neuen MacBooks, einem überarbeiteten Betriebssystem - und einem eigenem Instagram.

Von Christoph Fröhlich

In vier Wochen ist es soweit, dann steigt im Moscone Center in San Francisco die größte Party des Jahres - zumindest für Apple-Entwickler. Auf der "Worldwide Developers Conference" (WWDC) treffen sich Tausende Programmierer, Journalisten und Fans, um sich auszutauschen und einen Blick auf neue Apple-Produkte zu erhaschen. Dass der Konzern neue Produkte im Gepäck hat, gilt als sicher. Im vergangenen Jahr präsentierte der verstorbene Steve Jobs auf seiner letzten Keynote das mobile Betriebssystem iOS 5, das neue Mac-Betriebssystem OS X Lion und den Cloudspeicher iCloud.

In diesem Jahr rechnen alle mit der Fortsetzung iOS 6, dass auf dem nächsten iPhone seine Premiere feiern wird. Aufmerksame Apple-Fans haben bereits Hinweise darauf im Netz gefunden: Zeitweise war unter der Adresse http://beta.icloud.com der Hinweis "Um beta.icloud.com zu nutzen, musst du dich zunächst mit der iOS 6-Beta einloggen" zu sehen.

Gerüchten zufolge soll Apple auch an einem eigenen Kartendienst arbeiten, anstelle von Google Maps soll ein 2D- und 3D-Kartendienst zum Einsatz kommen. Damit würde sich der Konzern aus Cupertino vom größten Konkurrenten Google mit seinem Android-Betriebssystem weiter absetzen.

Neue Laptops am Horizont

Glaubt man den Berichten verschiedener Apple-Fanseiten, dürfen die Besucher aber auch brandneue Macbooks bestaunen. Seit Herbst 2008 haben sich die Macbooks, die aus einem Aluminiumblock gefertigt werden ("Unibody-Gehäuse") nur unwesentlich verändert. Jetzt wird es Zeit für ein Lifting: Die Laptops sollen wesentlich dünner werden, aber nicht keilförmig zulaufen wie das Macbook Air. Zudem sollen sie mit drei USB-3.0-Anschlüssen sowie zwei Thunderbolt-Schnittstellen ausgestattet sein. Doch das schlanke Gehäuse wird vermutlich mit einem Verzicht auf ein optisches Laufwerk erkauft: Für DVDs und Blurays benötigt man dann ein externes Abspielgerät.

Ein Highlight soll der neue Bildschirm werden: Wie auch beim iPhone 4S und dem iPad 3 soll ein Retina-Display zum Einsatz kommen, dass mit einer hohen Auflösung und brillanter Farbdarstellung punkten soll. Das Display ist so scharf, dass der Nutzer keine einzelnen Pixel mehr auf der Netzhaut (der Retina) unterscheiden kann - deshalb der Name. Für genügend Rechenpower soll ein neuer nVidia-Grafikchip sorgen.

Statt klassischen Festplatten soll Apple in Zukunft voll und ganz auf Flash-Speicher, die sogenannten SSDs, setzen. Die sind schneller, akkuschonender - aber auch leider teurer. Laut Insiderberichten sollen Kunden ihr Notebook mit bis zu 256 Gigabyte Speicher ausstatteten können, müssen dafür aber dementsprechend tief in die Geldbörse greifen. Vor allem beim Starten von Programmen und beim Booten des Rechners profitieren Nutzer von dem schnellen Flash-Speicher.

iCloud trifft Instagram?

Auch der Clouddienst iCloud soll überarbeitet werden: Laut dem "Wall Street Journal" will Apple eine Art Fotoplattform aufbauen, mit der Nutzer ihre Bilder leichter miteinander teilen können. Von der Funktionsweise würde der Dienst dem kürzlich von Facebook aufgekauften Fotodienst Instagram ähneln. Mehr als 100 Millionen Menschen nutzen bereits den iCloud-Speicher.

Mit DPA