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Neue Abzockmasche von Betrügern: Windows-Nutzer aufgepasst: Das steckt hinter dem gefälschten Bluescreen

Cyberkriminelle lassen sich viel einfallen, um ahnungslosen Nutzern Viren und Trojaner unterzujubeln. Der neueste Trick ist ein gefälschter Bluescreen - und der kann schnell teuer werden.

Betrüger nutzen eine neue Abzockmasche für Windows-User

Betrüger nutzen eine neue Abzockmasche für Windows-User

Gefälschte Telekomrechnungen, manipulierte Bahn-Tickets und mit Trojanern verseuchte Werbebanner: Cyberkriminelle lassen sich einiges einfallen, um ahnungslosen Nutzern Schadsoftware unterzujubeln und ihnen so das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die neueste Masche, die derzeit im Internet kursiert, ist besonders kreativ: Diesmal setzen die Betrüger auf gefälschte Bluescreens.

So funktioniert die Masche

Eine Schadsoftware simuliert auf dem infizierten PC einen täuschend echt aussehenden Bluescreen, der den Nutzer über ein angebliches Problem informiert. Maus und Tastatur sind deaktiviert, sodass der Nutzer keine Eingaben tätigen kann. Am Ende der Fehlermeldung heißt es, der User solle den Support von Microsoft anrufen. Verwiesen wird auf eine kostenlose Rufnummer.

Doch der vermeintliche Gratis-Anruf kann schnell teuer werden: Statt des Microsoft-Supports warten am anderen Ende der Leitung Betrüger, die dem PC-Besitzer sinnlose Wartungsarbeiten zu Wucherpreisen andrehen wollen. Im schlimmsten Fall installieren die Kriminellen per Fernzugriff zusätzliche Schadsoftware, die im Hintergrund weitere Informationen sammelt - etwa die IP-Adresse und die genaue Windows-Version. Damit ist es Hackern möglich, Viren und Trojaner gezielt an das System des Nutzers anzupassen.

Teure Wartungsarbeiten

Über die Standortdaten wird auch die Telefonnummer des vermeintlichen Supports personalisiert, berichtet "Futurezone". Dadurch würde der Eindruck entstehen, es handele sich um ein legitimes Angebot von Microsoft. Tatsächlich landen die Anrufer aber bei einem Call-Center in Indien. Die dort angebotenen "Wartungsarbeiten" sind alles andere als günstig: Eine einmalige PC-Reinigung schlägt mit 150 US-Dollar zu Buche, ein dreimonatiges Service-Paket kostet 200 Dollar. Zudem versuchen die Betrüger Antivirenlizenzen zu völlig überzogenen Preisen an den Mann zu bringen: "Futurezone" zufolge kostet eine Jahreslizenz des Virenprogramms "McAfee Total Protection" stolze 300 Euro - im Laden gibt es die bereits für um die 30 Euro.

Optimiert für Windows 7 und XP

Der Fake-Bluescreen wurde optisch auf die Fehlermeldung von Windows 7 und den Vorgänger-Betriebssystemen optimiert. Die Fehlermeldung in Windows 8.1 sieht anders aus, doch PC-Laien können damit möglicherweise trotzdem getäuscht werden.