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Scheibes Kolumne: Geld verdienen im Internet

Ein echtes Problem: Wie soll man im Internet eigentlich noch Geld verdienen? Wer eine eigene Homepage ins Netz gestellt hat und mit ihr ausreichend Besucher anlockt, kann sich an einem Affiliate-System beteiligen. Da sorgt dann aber nicht mehr jeder Klick fürs Geld, sondern nur noch die Beteiligung an den erzielten Umsätzen.

Google macht es vor. Möchte jemand, dass seine Homepage besonders schnell bekannt wird, dann bucht er einfach entsprechende Werbemaßnahmen bei der beliebten Suchmaschine. Der Suchdienst exportiert inzwischen seine GoogleAds auf so gut wie jede deutsche Web-Seite, deren Betreiber sich etwas Geld dazuverdienen möchte. Die GoogleAds lassen sich leicht in den eigenen Web-Auftritt integrieren und dabei thematisch an den Inhalt der Seite anpassen. Jeder einzelne Klick spült dann auch ein paar Cents auf das Konto des Homepage-Betreibers.

Ist es denn wirklich so einfach, Geld zu verdienen? Theoretisch schon. Wichtig ist eben nur, dass genügend Besucher auf der Homepage vorbeischauen. Ist das der Fall, so bieten viele Affiliate-Systeme ihre Unterstützung beim Geldverdienen an. Bei Amazon.de kann etwa jeder Webmaster ein paar Prozent vom Umsatz mitverdienen, der von einem Onliner erzeugt wird, der über das auf der Homepage platzierte Banner zum Online-Shop gewechselt ist.

Die Verdienstmöglichkeiten sind vielfältig

Das "Affilinet" versammelt etwa gleich 600 Werbetreibende unter einer gemeinsamen Oberfläche. Per Mausklick kann man nun Partner mit gut klingenden Namen wie etwa eBay, 1und1, Libri.de, Jamba, Tiscali oder Die Bahn auswählen und sich bei ihnen bewerben. Die wenigsten Werbepartner zahlen noch Geld für einen Klick oder gar einen View. Wichtiger sind vielmehr die Geschäfte, die zustande kommen, nachdem der Besucher einer Homepage auf einen Affiliate-Banner geklickt hat. Der eine Anbieter zahlt vielleicht fünf Prozent Provision für jeden verkauften Artikel. Der andere entlohnt seine Werbepartner mit pauschalen 15 Euro für jeden neu angemeldeten Kunden. Vor allem bei den Reiseunternehmern lassen sich hier sehr gute Preise erzielen. Bis zu 50 Euro sind da für einen vermittelten Neukunden drin. Bei diesen Zahlen zeigen sich in den Augen der Homepage-Betreiber bereits die ersten Eurozeichen.

Zumal es sehr einfach ist, sich an einem der Affiliate-Systeme zu beteiligen. Bevor es zum potenziellen Geldregen kommt, ist zunächst einmal eine Anmeldung nötig. Dabei muss der Homepage-Betreiber in der Regel per Mausklick bestätigen, dass er auf seiner Homepage weder pornografische Bilder noch illegale Inhalte zeigt. Anschließend behält sich der Affiliate-Partner das Recht vor, das Angebot des Webmasters zu sichten. Wird es für gut befunden, entsteht eine Partnerschaft. Dann erst lohnt es sich, aus den bereitgestellten Bannern und Textwerbungen den passenden Werbeträger herauszusuchen und ihn in die eigene Homepage einzubauen.

Nur wenige klicken weiter

Auf den Seiten des Affiliate-Partners ist es anschließend möglich, sich jeden Klick, jeden vermittelten Kauf und jeden bereits eingenommenen Cent genau anzeigen zu lassen. Und genau hier schlägt dann auch die Realität dem geldgierigen Webmaster knallhart ins Gesicht. Leider nutzt eben nicht jeder zufällig vorbeisurfende Besucher die Möglichkeit, gleich bei allen Affiliate-Partnern sein gesamtes Nettoeinkommen auszugeben. Wenn auf tausend Besuchern zehn kommen, die über einen der Banner etwas einkaufen oder eine wie auch immer geartete Mitgliedschaft eingehen, dann ist das schon sehr gut. Webmaster mit ein paar tausend Besuchern auf ihrer Homepage rechnen etwa mit Einnahmen von 250 bis 500 Euro im Monat.

Um für mehr Erfolg zu sorgen, denken sich die Affiliate-Partner immer wieder etwas Neues aus. Jetzt, so kurz vor dem Valentinstag, vergibt ein Blumenhändler etwa Gutscheine im Wert von fünf Euro, die die werbetreibenden Webmaster dann an ihre Besucher weitergeben können.

Carsten Scheibe, Typemania